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Luca Marini

Italien

Porträt

(Stand: Ende 2023) Luca Marini ist der Halbbruder von Valentino Rossi. Mit Stefania Palma haben die gleiche Mutter. Während Rossis Vater Ex-Rennfahrer Graziano Rossi ist, heißt der Vater von Marini Massimo Marini.

Trotz der unterschiedlichen Väter ist auch Marini in Tavullia aufgewachsen und hatte Zeit seiner Kindheit über seinen Halbbruder Kontakt zu Motorrädern. Als Rossi im August 1997 125er-Weltmeister wurde, war Marini gerade einmal drei Wochen alt.

In frühen Jahren fuhr Marini Mini-GP-Rennen in Italien und diverse Cups für Nachwuchsfahrer. 2013 ging er in der italienischen Moto3-Meisterschaft an den Start, bestritt auch zwei Rennen in der spanischen Moto3-Serie und gab in Misano sein WM-Debüt (Ausfall).

2014 fuhr er dann die komplette Saison in der spanischen Moto3-Meisterschaft. Aufgrund seiner Körpergröße wurde die Moto3 für Marini zu klein und er wechselte in die Moto2. Somit gab es 2015 in der Moto2-Europameisterschaft eine komplette Saison.

Außerdem war er 2015 in Misano in der WM mit einer Wildcard dabei, verpasste aber klar die WM-Punkteränge. Der nächste Schritt war der komplette Einstieg in die Moto2-WM. 2016 und 2017 fuhr Marini für das Forward-Team.

Erste Erfolge stellten sich aber erst ab 2018 ein, denn er wechselte ins VR46-Team. Während sein Teamkollege Francesco Bagnaia Weltmeister wurde, zeigte auch Marini eine deutliche Steigerung. Im Sommer folgten auf dem Sachsenring, in Brünn und in Spielberg die ersten Podestplätze.

Im Herbst feierte Marini in Sepang seinen ersten Grand-Prix-Sieg. 2019 fuhr Marini seine bisher konstanteste Saison und war immer in den Top 10 zu finden. In Thailand und Japan gab es Siege. Im WM-Kampf spielte er aber keine Rolle.

Das änderte sich 2020. Marini zählte zu den WM-Anwärtern und sah im Sommer teilweise wie der Favorit aus. Im Oktober folgten aber drei schwierige Rennen und er verlor im Titelkampf mit mehreren Fahrern wieder Boden.

Schlussendlich wurde Marini punktgleich mit Sam Lowes Vizeweltmeister. Platz zwei ging an den Italiener, weil beide zwar drei Siege hatten, aber Marini hatte mehr zweite Plätze erreicht. Der Rückstand auf Weltmeister Enea Bastianini betrug neun Punkte.

2021 ging es für beide Italiener in die Königsklasse. Marini und Bastianini fuhren im Esponsorama-Team eine Ducati Jahrgang 2019. Marini hatte mehr Mühe als Bastianini. Er kam zwar bei allen 18 Rennen ins Ziel, aber siebenmal außerhalb der WM-Punkteränge.

2022 wechselte er ins VR46-Ducati-Team und hatte ein aktuelles Bike zur Verfügung. In seiner zweiten Saison machte Marini einen Schritt nach vorne. Er war regelmäßig in den Top 10 zu finden, verpasste aber mehrmals knapp seinen ersten Podestplatz. In Sepang hatte er seinen ersten einzigen Ausfall in zwei Jahren.

In seiner dritten MotoGP-Saison gelangen Marini seine ersten großen Erfolge. In Austin eroberte er mit Platz zwei seinen ersten Podestplatz. Es folgte noch ein dritter Rang in Katar. Außerdem raste er zweimal auf die Poleposition.

Als im Herbst Marc Marquez seinen Abschied von Honda verkündete, witterte Marini seine Chance. Am Tag nach dem Saisonfinale in Valencia wurde er schließlich offiziell als neuer Honda-Werksfahrer vorgestellt. Marini hat einen Zweijahresvertrag unterschrieben.