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Zwei platte Reifen auf der Autobahn: Millers Pechsträhne setzt sich fort

Für Jack Miller hat sich der MotoGP-Ausflug nach Frankreich in mehrfacher Hinsicht nicht gelohnt - Für seine letzten Rennen im Pramac-Team hat er einen Traum

(Motorsport-Total.com) - Für Jack Miller hat sich das vergangene MotoGP-Wochenende rund um den Grand Prix von Frankreich in Le Mans in mehrfacher Hinsicht überhaupt nicht gelohnt. Sportlich musste der Australier im Rennen am Sonntag einen bitteren Ausfall verkraften. Auf Podestkurs liegend gab jene Pramac-Ducati, die er eigentlich im Rennen gar nicht fahren wollte, mit Motorschaden den Geist auf. Doch damit nicht genug.

Jack Miller

Jack Miller will die Gedanken an Frankreich in mehrfacher Hinsicht schnell vergessen Zoom

"Als ich am Sonntagabend die Strecke verließ, hatte ich nach etwa 100 Kilometern plötzlich ein Stück Metall in einem der Reifen meines Autos stecken. Letzten Endes wurden dadurch sogar zwei Reifen aufgeschlitzt", berichtet Miller, der als Ducati-Angestellter mit einem Audi RS 6 unterwegs war.

"Weil es Sonntagnacht irgendwo mitten in Frankreich keinerlei Chance auf Ersatzreifen gab, musste ich zwangsläufig dort übernachten", stöhnt Miller, der dann am Montag für seine weitere Heimreise nach Andorra in einen Mietwagen umstieg.

Und der Audi mit den zwei platten Reifen? "Das Auto steht momentan noch immer in Frankreich. Wir müssen irgendwie eine Möglichkeit finden, dass es mir nach Andorra gebracht wird", so Miller, der jenen 11. Oktober in Frankreich so schnell wie möglich vergessen will: "Das war mal definitiv überhaupt nicht mein Tag."

Aragon 1 als "notwendiger Wendepunkt"

An diesem Wochenende nun geht die MotoGP-Saison mit dem Grand Prix von Aragonien im Motorland Aragon in Spanien weiter. Miller, für den der bittere Motorschaden in Le Mans die dritte Nullnummer der Saison nach Jerez 2 (Sturz) und Misano 2 (Überhitzter Motor aufgrund des eingefangenen Abreißvisiers von Fabio Quartararo) war, liegt mit 40 Punkten Rückstand auf die Tabellenspitze nicht mehr in den Top 10.

Jack Miller

Aragon 2019: "Stoppie" von Miller in der Boxengasse nach P3 im Rennen Zoom

"Wenn wir überhaupt noch eine Chance [auf den WM-Titel] haben wollen, müssen wir schleunigst ein paar Rennen gewinnen", gibt "Jackass" die Marschrichtung für seine letzten fünf Rennen im Pramac-Team vor und bezeichnet das erste von zwei Aragon-Wochenenden in diesem Zusammenhang als "notwendigen Wendepunkt".

Nach Abschluss der Saison verlässt Miller das Ducati-Satellitenteam Pramac in Richtung des Ducati-Werksteams. Dort wird er 2021 auf einen bekannten Teamkollegen treffen. Denn Francesco Bagnaia vollzieht im Winter genau den gleichen Teamwechsel wie Miller.

Millers Traum: Zum Abschied der erste Sieg für Pramac

In bislang zweieinhalb Jahren als Pramac-Pilot fuhr Miller sieben Mal auf das Podest. Sein bislang einziger MotoGP-Sieg aber datiert aus der Saison 2016, als er noch für Marc-VDS-Honda fuhr. Liebend gerne würde der Australier vor dem Wechsel ins Ducati-Werksteam auch für das Pramac-Team ein Rennen gewinnen - zumal es für dieses Team der erste MotoGP-Sieg wäre.

Jack Miller

Im letzten seiner drei Jahre im Team will Miller Pramac den ersten Sieg schenken Zoom

"Wir versuchen alles. Es gibt aber auch Teams, die noch länger dabei sind und länger auf einen Sieg warten mussten. Ich denke da zum Beispiel an Tech 3", spricht Miller auf den denkwürdigen Grand Prix der Steiermark in Spielberg an.

Ein solches Szenario wünscht sich Miller bei Pramac: "Dass es dieses Team verdient, steht außer Frage. Ich glaube, wir haben bei den letzten Rennen eine gute Chance und ich hoffe einfach, dass ich ihnen noch ein Geschenk machen kann."

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