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Vinales grübelt nach Platz 14: "War von der ersten Runde an unmöglich"

Im Warm-up noch Zweiter bricht Maverick Vinales beim MotoGP-Rennen in Brünn völlig ein und sucht nach Erklärungen - "Hatte Glück, noch Vierzehnter zu werden"

(Motorsport-Total.com) - Nach zwei zweiten Plätzen in Jerez wollte Maverick Vinales auch beim Grand Prix von Tschechien im Kampf um die Podestplätze und den Sieg ein Wörtchen mitreden. Doch für den Yamaha-Piloten entwickelte sich das Rennen zum Super-Gau. Von Position fünf gestartet fiel er im Verlauf der 21 Runden bis auf Platz 14 zurück.

Maverick Vinales

Maverick Vinales kämpfte am Sonntag in Brünn mit stumpfen Waffen Zoom

Nach dem Desaster zeigte sich der Spanier ratlos: "Es ist schwierig zu erklären. Selbst für uns. Noch morgens im Warm-up fühlte ich mich so gut mit dem Motorrad. Ich fuhr auf Anhieb 1:57.0 und ich konnte viele 1:57er schaffen, selbst mit 15 Runden alten Reifen. Aber dann im Rennen, von der ersten Runde an, war es unmöglich."

Er habe von Anfang an unter Wheelspin gelitten, der mit jeder Runde schlimmer geworden sei, berichtet Vinales: "Am Ende war es sehr unsicher, das Motorrad zu fahren." Zum Rennen war der Yamaha-Pilot mit dem harten Vorder- und dem weichen Hinterreifen angetreten. Markenkollege Franco Morbidelli wurde damit Zweiter.

Vinales: Nicht die richtige Abstimmung?

"Wir arbeiten sehr hart mit allen Jungs zusammen, um zu verstehen, welcher der beste Reifen für das Rennen ist", sagt Vinales. "Sicherlich sind einige Reifen schwieriger als die anderen, aber normalerweise sind die Reifen recht gut. Ich denke, das hatte hier mit Sicherheit mehr mit dem Motorrad als mit den Reifen zu tun."

Der Spanier mutmaßt: "Vielleicht haben wir nicht herausgefunden, wohin wir gehen sollen oder welche Abstimmung wir verwenden müssen. Es war schwierig, das Motorrad zu fahren, aber wir wissen, dass wir Potenzial haben. Und wir werden versuchen, es auszuschöpfen und uns zu verbessern. Das ist das Wichtigste."


Fotos: Maverick Vinales, MotoGP in Brünn


Um das Problem in Brünn zu verstehen, werde man die gesammelten Daten genau analysieren, kündigt Vinales an. "Denn in Österreich sind die Reifen meiner Meinung nach sehr ähnlich wie hier. Wir müssen also sehr hart kämpfen, um vorne dabei zu sein." An sein Potenzial und das des Motorrads glaubt der Yamaha-Pilot fest.

Titelkampf: Auch die Gegner schwächelten

"Normalerweise kann man im Training sehen, dass ich großartig bin, dass ich ganz vorne dabei bin. Ich versuche das im Rennen, und es klappt nicht. Das ist etwas, was mir immer wieder passiert. Ich kann also nicht pushen und für mich selbst das Maximum herausholen. Genau daran müssen wir arbeiten und das werden wir auch tun."

Mit Blick auf die WM ließ Vinales in Brünn freilich viele Punkte liegen. Doch er sieht das Glas halb voll: "Ich hatte Glück, noch Vierzehnter zu werden und überhaupt zu punkten. Diese zwei Zähler können in der Meisterschaft den Unterschied machen. Deshalb habe ich nicht aufgegeben und versucht, weiter Druck zu machen."

Zudem merkt der Spanier in Bezug auf die Herausforderer an: "Fabio (Quartararo; Anm. d. R.) wurde Siebter und Dovi (Andrea Dovizioso) lag drei Plätze vor mir." Auch sie hatten in Brünn zu kämpfen. In der Gesamtwertung hält Vinales Platz zwei 17 Punkte hinter Quartararo und elf Punkte vor Morbidelli, Dovizioso ist Vierter.

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