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Unwiderstehlich: Rossi siegt in Sepang

Valentino Rossi zieht in der Hitze von Sepang eine große Show ab: Souveräner Sieg vor Dani Pedrosa - Andrea Dovizioso endlich auf dem Podium!

(Motorsport-Total.com) - Die Temperaturen von über 40 Grad erforderten von den Piloten extrem viel Coolness. Und davon hatte wieder einmal Valentino Rossi am meisten zu bieten. Der achtfache Champion fuhr ein souverändes Rennen in Malaysia und feierte am Ende seinen neunten Saisonsieg. Polemann Dani Pedrosa begnügte sich mit Rang zwei und Andrea Dovizioso konnte als Dritter erstmals aufs Podest fahren. Bevor man sich allerdings in die Hitzeschlacht in Sepang stürzte, herrschte jedoch für einmal absolute Stille im weiten Rund in Sepang. Mit einer Gedenkminute würdigte man den gestern verstorbenen Dieter Stappert.

Valentino Rossi

Valentino Rossi feierte in Sepang seinen neunten Sieg der aktuellen Saison Zoom

Beim Start ließ Polesetter Dani Pedrosa nichts anbrennen. Der Honda-Werkspilot zig unwiderstehlich in Führung, dahinter presste sich Andrea Dovizioso auf die zweite Position, gefolgt von Valentino Rossi und Nicky Hayden. An dessen Hinterrad klebte bereits nach wenigen Metern Casey Stoner. Mit einem Raketenstart hatte sich Shinya Nakano von Platz 15 auf Rang sechs nach vorne gewuchtet. Jorge Lorenzo fiel sofort auf Platz sieben zurück.#w1#

Yamaha: Zwischen Glück und Pech liegen wenige Sekunden

Im hinteren Feld machte auch Toni Elias beim Start viele Plätze gut, doch der Alice-Ducati-Mann hatte einen lupenreinen Frühstart hingelegt und verlor bei der fälligen Durchfahrtsstrafe alle Aussichten auf gute Punkte. In Runde drei sorgte James Toseland mit einem kurzen Ausritt für ein frühes Ende seines Rennens. Vorne hatte Rossi keine Geduld, er wollte schnell an Dovizioso vorbei. Mit einem Gewaltmanöver schob sich der Italiener an seinem Landsmann vorbei und machte danach Jagd auf Pedrosa.

Nur zwei Umläufe später hatte der Yamaha-Superstar den Kontakt hergestellt, es bildeten sich drei Pärchen an der MotoGP-Spitze: Vorne Pedrosa und Rossi, dahinter Dovizioso und Hayden, eine Sekunde zurück rangelten Stoner und Nakano. Der Champion von 2007 ließ sich jedoch nicht durch den Japaner aufhalten und zog sich immer näher an das voranfahrende Duo heran. Im Mittelfeld bildeten der unauffällige Lorenzo gemeinsam mit Loris Capirossi und Colin Edwards ein Dreierpack.

Dann die Runde elf: Freude und Schock für die FIAT-Yamaha-Mannschaft zugleich. Zunächst zog Rossi in unwiderstehlicher Manier am führenden Dani Pedrosa vorbei, nur Sekunden später rutschte Lornezo über das Vorderrad und legte seine Maschine in den Kies. Der Spanier konnte sich jedoch wieder aufrappeln weiterfahren, allerdings waren auf Platz 16 sofort alle Podiumschancen dahin. Lorenzo hatte kurze Zeit später ein Einsehen und stellte sein B ike in der Box ab.

Rossi zieht souverän auf und davon

Vorne feuerte unterdessen Rossi ein weltmeisterliches Feuerwerk ab. Mit mehreren schnellen Runden in Folge konnte er Pedrosa abschütteln. Augenscheinlich profitierte der Italiener - nicht zum ersten Mal - davon, dass er im Gegensatz zum Konkurrenten einen harten Hinterreifen gewählt hatte, der deutlich mehr Haltbarkeit an den Tag legte. Pedrosa fand sich mit Rang zwei ab und begann mit der Verwaltung seines Sieben-Sekunden-Vorsprungs auf Dovizioso.


Fotos: MotoGP: Rennwochenende in Sepang


Der JiR-Scot-Pilot kam jedoch immer mehr unter den Druck von Hayden - er hatte also ausgerechnet seinen Vorgänger im Honda-Werksteam im Nacken. Die beiden lieferten sich anschließend eine tolle Jagd - hart, aber jederzeit fair. Beide rutschten immer mal wieder wild am Kurvenausgang, doch alle Angriffe wurden von Dovizioso mit Bravour pariert. Im Hintergrund ließ Nakano Stoner stehen und robbte sich ans Hinterrad von Nicky Hayden.

Regen drohte Teams und Fahrern

Sechs Runden vor Schluss brachte Petrus neue Brisanz ins Rennen. An der Strecke wurden plötzlich weiße Flaggen wegen schwarzer Wolken geschwenkt - ein Signal, dass es den Piloten von nun an jederzeit erlaubt ist, das Motorrad im Zweifel zu wechseln. In der Boxengasse herrschte Aufregung. Alle Mannschaften bereiteten die Ersatz-Motorräder vor, um möglichst gut für den aufziehenden Regenguss gerüstet zu sein.

Doch es blieb bei den Vorbereitungen, denn der Himmel hielt bis zum Schluss dicht. Die Entscheidung war zu diesem Zeitpunkt längst gefallen. Rossi hatte sich ein Polster von vier Sekunden auf Pedrosa herausgearbeitet, dahinter klaffte nach wie vor eine Lücke von sieben Sekunden bis zum Dreierpack um Andrea Dovizioso. Casey Stoner spielte derweil im Kampf der absoluten Spitze als Sechster überhaupt keine Rolle mehr, trotz perfektem Topspeed seiner Ducati auf den langen Geraden.

Das Duell zwischen Dovizioso und Hayden um den letzten Podestplatz hielt die Zuschauer bis zum letzten Meter in ihrem Bann. Der Italiener wehrte sich mit allen Mitteln, da die Angriffe des Amerikaners immer intensiver wurden. In der letzten Runde zeigte sich der Werkspilot immer wieder neben dem Satelliten-Mann, doch es reichte einfach nicht mehr: Dovizioso erfüllte sich seinen großen Traum in seiner Debütsaison und fuhr hinter Rossi und Pedrosa als Dritter auf das Podest!

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