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Starker Dritter: Alex Rins lässt Suzuki in Argentinien jubeln

Suzuki-Pilot Alex Rins bestätigt seine starke Form in Termas de Rio mit seinem ersten Podestplatz in der MotoGP - Vertragsverlängerung angeblich schon fix

(Motorsport-Total.com) - Bereits mit einer starken Performance in Katar hatte Alex Rins gezeigt, dass mit ihm und Suzuki in dieser MotoGP-Saison zu rechnen ist. Konnte er seine GSX-RR damals nicht bis ins Ziel bringen, gelang dem Spanier beim Großen Preis von Argentinien ein sensationeller dritter Platz. Für Rins war es der erste Podestrang in seiner noch jungen MotoGP-Karriere - und für Suzuki der Befreiungsschlag nach einer langen Durststrecke.

Alex Rins

Alex Rins hatte nach seinem ersten Podestplatz allen Grund zu jubeln Zoom

Denn der letzte Podestplatz des Herstellers datiert auf den Grand Prix in Australien 2016, damals wurde Maverick Vinales Dritter. Im vergangenen Jahr war Suzuki von dieser Form weit entfernt, zudem erlebte Rins in seiner Rookie-Saison einige verletzungsbedingte Rückschläge. Doch nun scheint der Knoten geplatzt. Schon im Qualifying zeigte er mit Startplatz fünf auf - und ergatterte trotz chaotischer Bedingungen schließlich ein Podium.

"Ich freue mich sehr über diesen Podestplatz, meinen ersten in der MotoGP", kommentiert Rins seinen Erfolg. "Wir haben in der Vorsaison hart gearbeitet - mit Suzuki und in der Fabrik, mit meinem Team und auch ich an mir selbst. In Katar hatte ich einen kleinen Fehler und stürzte, aber ich dachte, dass ich vielleicht unter den ersten fünf oder sechs landen könnte. Daher sind wir hier am Freitag mit viel Optimismus gestartet."

Rins sammelt erste Führungskilometer

Zwar sei er am Rennsonntag aufgrund der Verzögerung am Start ein wenig nervös gewesen, gibt der Suzuki-Pilot zu. "Doch ich versuchte, von Anfang an ruhig zu bleiben und lag fast das ganze Rennen direkt hinter Jack (Miller; Anm. d. R.)." Der Pramac-Ducati-Fahrer hatte das Rennen nach Marc Marquez' Strafe über weite Teile angeführt, fiel im finalen Kampf um die Podestplätze dann aber zurück und wurde letztlich Vierter.

Zuvor stellte sich Miller aber als harter Gegner für Rins heraus: "Als er der Erste war, war ich Zweiter, und ich dachte, wenn ich überhole, kann ich vielleicht eine kleine Lücke öffnen, weil ich ihm sehr leicht folgen konnte. Ich versuchte drei oder vier Mal zu überholen, aber die Streckenbedingungen waren sehr schlecht und es gab viele nasse Stellen abseits der Strecke." Mehrere Male tauschten die beiden Positionen.

In Runde 16 gelang es Rins dann, die Spitze zu übernehmen und erste Führungskilometer zu sammeln. "Als ich mitten im Rennen führte, machte ich jedoch einen kleinen Fehler. Ich versuchte, Ruhe zu bewahren und weiter um das Podest oder den Sieg zu kämpfen", blickt er zurück. Am Ende kam der Spanier mit 2,5 Sekunden Rückstand auf Rennsieger Cal Crutchlow (LCR-Honda) als Dritter ins Ziel und jubelte wie bei einem Sieg.

Suzuki nicht weit vom ersten Sieg entfernt

Rins ist zuversichtlich, dass er es in diesem Jahr noch ganz oben aufs Treppchen schaffen wird: "Wir haben große Fortschritte gemacht und ich habe mehr Erfahrung als im vergangenen Jahr. Ich bin glücklich, denn wir sind auf einem guten Weg. Ich weiß nicht, wann der erste Sieg kommen wird, aber wir sind mit Sicherheit nah dran." Die Vertragsverlängerung des Spaniers bei Suzuki dürfte unter diesen Vorzeichen reine Formsache sein.


Fotos: Suzuki, MotoGP in Termas de Rio Hondo


Spanische Medien berichten bereits, dass Rins für zweite weitere Jahre unterschrieben habe. Offiziell bestätigt wurde das aber noch nicht. Angesichts der Lobeshymnen, die Teammanager Davide Brivio auf seinen Schützling singt, besteht jedoch kein Zweifel. "Ich bin sehr glücklich, nicht nur wegen des Podiums, sondern auch weil Alex sehr konkurrenzfähig war und das ganze Rennen über an der Spitze kämpfte", schwärmt er.

"Trotz schwieriger Bedingungen, die Strecke hatte feuchte Stellen und es war schwer, die richtige Linie zu halten, hat er sich sehr gut geschlagen, und das während des kompletten Wochenendes. So haben wir es geschafft, aus einem schwierigen Wochenende ein glänzendes Podium zu machen. Ich denke und hoffe, dass wir mehr Tage wie diesen haben können. Wir waren in Katar und hier konkurrenzfähig, also versuchen wir, diesen Trend beizubehalten."

Mit Blick auf Andrea Iannone, dem Rins einmal mehr den Schneid abkaufte, äußert sich Brivio verhaltener. "Es tut mir leid für Andrea, da er während des Rennens nicht sehr hart durchgreifen konnte, und jetzt müssen wir verstehen, wie wir sein Gefühl verbessern können und wie wir arbeiten können, um ihn näher an die Spitze zu bringen", sagt der Teammanager. Iannone kam fünf Plätze hinter Rins als Achter ins Ziel.

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