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Scott Redding: "Aprilia hat mir mein Feuer zurückgegeben"

Die MotoGP-Saison 2018 wird Scott Redding erstmals als Werksfahrer bestreiten und fühlt sich nicht nur mit der Aprilia RS-GP, sondern auch im Team besser denn je

(Motorsport-Total.com) - In seinem fünften Jahr in der MotoGP hat Scott Redding endlich den Sprung in ein Werksteam geschafft. Die Saison 2018 wird der Brite auf einer Aprilia an der Seite von Aleix Espargaro bestreiten. Kein leichtes Unterfangen, denn der Spanier fuhr die RS-GP bereits ein Jahr und ist ein starker Gegner. Redding hingegen fing in den Wintertests nach zwei Jahren auf einer Ducati quasi bei Null an. Doch die Umstellung fiel ihm nicht schwer.

Scott Redding

Neuzugang Scott Redding glaubt an das Potenzial der Aprilia RS-GP Zoom

"Ich fühle mich viel besser mit diesem Motorrad, es hat ein natürlicheres Handling. Bei Ducati hatte ich immer zu kämpfen, das Bike umzulegen. Mit der Aprilia kann ich die Kurve vorbereiten, das Tempo mitnehmen und den Vorteil spüren", sagt Redding. "Ich bin am Limit und kann das Limit fühlen, sodass ich immer noch mehr geben kann. Das ist beeindruckend und für mich ein wirklich großer Schritt nach vorn im Vergleich zum Vorjahr."

Auch wenn Aprilia zuletzt noch die nötige Power fehlte, weil sich der neue Motor verzögerte, und der Abstand zur Werkskonkurrenz daher größer ausfiel als erhofft, glaubt Redding an das Potenzial des Motorrads. "Wir haben sowohl in Sepang als auch in Thailand einige Vergleichstests mit dem alten Modell durchgeführt, die den Fortschritt des neuen Motorrads gegenüber dem Vorgänger bestätigten", lobt Redding die Entwicklung.

Redding merkt Unterschied zum Satellitenteam

Er erklärt: "Wir haben anfangs die Einstellungen für 2017 auf dem neuen Bike verwendet, aber im Gegensatz zu Aleix hat es bei mir nicht funktioniert. Er hat viel mehr Erfahrung mit der Aprilia, während ich, zum Teil wegen meines Körperbaus, eher einen anderen Fahrstil habe. Also begannen wir zu experimentieren, denn in dieser ersten Phase ist es mir wichtig, alle Richtungen zu erforschen, um die richtige Entwicklungslinie zu finden."


Aprilia präsentiert die MotoGP-Maschine für 2018

Dank der harten Arbeit habe er sich in vielen Bereichen steigern können, etwa auf der Bremse und in der Kurvenmitte. "Früher war ich oft zu hart auf der Bremse, habe den Scheitelpunkt verpasst und den Kurvenausgang dann nicht richtig gekriegt. Aber wenn ich jetzt anderen folge, kann ich genau das machen, was sie tun. Wenn sie eine engere Linie nehmen, wenn sie das Bike aufrichten, dann tue ich das auch", freut sich der Aprilia-Neuzugang.

Dabei funktioniere die Zusammenarbeit mit dem Team sehr gut, sein Feedback werde schnell und erfolgreich umgesetzt. Auf den Unterschied zwischen einem Satelliten- und einem Werksteam angesprochen, gibt Redding offen zu: "Ich habe keinen solchen Unterschied erwartet. Ich habe erwartet, dass es ähnlich ist, aber es ist völlig anders. Es ist das, was ich brauchte, um weiterhin das Feuer für den Rennsport zu haben."

Aprilia-Neuling peilt für 2018 Top-8-Ergebnisse an

Die letzten drei Jahre seien für ihn oft "demoralisierend" gewesen, weil er sein Potenzial nicht habe ausschöpfen können. "Für mich ist das Beste in einem Werksteam, dass du das Motorrad mitentwickelst, damit du dich während der ganzen Saison verbesserst. Du bleibst nicht auf der Stelle stehen", betont der Brite. "Das reizt mich so sehr. Schon in der Vorbereitung auf diese Saison haben wir große Fortschritte gemacht."

Mit ein paar Rennen auf der Uhr und mehr Daten im Computer hofft er, sich im Verlauf des Jahres weiter verbessern zu können. Zum jetzigen Zeitpunkt seien Prognosen zwar schwierig, weil er sich erst noch weiter an die RS-GP gewöhnen müsse. Dennoch hält er Top-8-Ergebnisse für durchaus realistisch: "Das ist sehr gut möglich, denn insbesondere in der Rennsimulation sind wir mit dem Motorrad sehr schnell und sehr stark."

"Wir müssen noch ein bisschen die Geschwindigkeit des Motorrads verbessern und das Gewicht reduzieren - das könnte auch beim Tempo helfen", erklärt Redding weiter. Er selbst habe fünf Kilogramm abgespeckt, um beste Voraussetzungen zu schaffen. Auch mental ist er startklar: "Ich bin motiviert, fühle mich stark im Kopf. Ehrlich gesagt ist es das erste Jahr, in dem ich vor dem ersten Rennen sagen kann, dass ich wirklich bereit bin."

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