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Reglement 2017: Helme für die Boxencrew

Im Rahmen des Tschechien-Grand-Prix einigt sich die Grand-Prix-Kommission auf interessante Änderungen: Die Sicherheit bei Flag-to-Flag-Rennen steht im Fokus

(Motorsport-Total.com) - Beim diesjährigen Tschechien-Grand-Prix in Brünn trafen sich die Verantwortlichen der Dorna, der FIM (Motorradweltverband), der IRTA (Teamvereinigung) und der MSMA (Herstellervereinigung), um Modifikationen am Reglement vorzunehmen. In der Grand-Prix-Kommission wurden hauptsächlich Änderungen beschlossen, die sich auf die kommende Saison beziehen. Im Fokus stand die Sicherheit und Ordnung bei Flag-to-Flag-Rennen. In Assen und am Sachsenring beobachteten die Verantwortlichen genau, was verbessert werden kann und zogen ihre Schlüsse.

Titel-Bild zur News: Valentino Rossi

Die Motorradwechsel sollen ab der kommenden Saison sicherer werden Zoom

"Aus Sicherheitsgründen und zur Begrenzung der Mitarbeiter in der Boxengasse beim Motorradwechsel darf jeder Fahrer nur von vier Mechanikern betreut werden", heißt es im Bericht der Grand-Prix-Kommission. "Diese Mechaniker müssen einen geprüften Helm tragen, der gleichzeitig dabei hilft, die Mitarbeiter zuzuordnen."

Verwirrung gab es zuletzt beim Thema Gang einlegen. Es ist aus Sicherheitsgründen verboten, dass ein Mechaniker bereits den ersten Gang einlegt, um den Wechsel zu beschleunigen. Bei Marc Marquez hielt ein Mechaniker aber die Kupplung, was am Sachsenring für Kontroversen sorgte. Die Grand-Prix-Kommission beschloss nun eine Änderung, die für mehr Sicherheit sorgen soll, wenn ein Fahrer beim Sprung auf die Maschine aus Versehen auf den Schalthebel kommt.

"Der Mechaniker darf beim Motorradwechsel den Kupplungshebel halten, sollte versehentlich eine Fahrstufe eingelegt werden. Der Gang darf aber nur durch den Fahrer eingelegt werden", besagt das Reglement für 2017. "Die Daten der ECU zeigen, wenn diese Regel gebrochen wird. Das führt zu einer automatischen Disqualifikation."

Marc Marquez

Ab 2017 dürfen maximal vier Mechaniker beim Wechsel der Motorräder helfen Zoom

Um beim Betanken der Maschinen keine Feuerunfälle zu riskieren, wurde die Sicherheit in diesem Bereich verschärft: "Die Teams müssen antistatische Matten verwenden Armbänder tragen, die geerdet sind. Zum Befüllen und Ablassen des Kraftstoffs müssen spezielle Gerätschaften verwendet werden. Dieses Equipment muss von Technischen Direktor geprüft werden."

Die Teams der Moto2 und Moto3 erhalten im November mehr Freiheiten für Testfahrten. "Durch die Reduzierung der Testtage bei den offiziellen Tests zählt der Zeitraum zwischen dem letzten Rennen der Saison und Ende November nicht mehr zu den begrenzten Testtagen", beschloss die Grand-Prix-Kommission.


Fotos: MotoGP in Brünn, Girls


Zudem wurde festgelegt, dass die Hersteller in der Moto3 sechs bis 14 Fahrer ausrüsten müssen. Die Motoren und Getriebe werden nicht länger verkauft sondern werden von den Herstellern gemietet. Weiterhin wurde abgestimmt, dass der Technische Direktor Ausnahmen machen darf, wenn das Mindestgewicht oder die vorgeschriebene Lautstärke durch eine Beschädigung des Motorrads nicht mehr eingehalten werden. Diese Regel gilt ab sofort.