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Regenrennen in Katar: Fahrer besorgt über Sichtverhältnisse

Im Falle von Regen sollen die MotoGP-Fahrer einschätzen, ob unter Flutlicht gefahren werden kann - Dunlop bringt im letzten Moment Regenreifen für Moto2 und Moto3

(Motorsport-Total.com) - Die Wetterprognose für den MotoGP-Saisonauftakt an diesem Wochenende in Doha verheißt weiterhin nichts Gutes. Am Mittwoch war es tagsüber zwar trocken, doch am Donnerstag und Freitag soll es regnen. Dafür prognostizieren die Wetterdienste für den Samstag und Sonntag wieder bessere Bedingungen und trockene Tage. Seit 2008 wird in Katar am Abend bei Flutlicht gefahren. Bei Regen blieben die Motorräder immer an der Box, 2009 musste das MotoGP-Rennen auf Montag verschoben werden.

Losail Circuit

Der Test der kleinen Klassen war am vergangenen Wochenende verregnet Zoom

Nun musste Michelin auch nach Doha Regenreifen liefern. Kurzfristig zieht Dunlop, der Einheitsreifenausrüster der Klassen Moto2 und Moto3, nach. Am Mittwoch hieß es, dass Dunlop nun doch Regenreifen zur Verfügung stellen wird. Sie sollen am Donnerstag pünktlich für das erste Freie Training an der Strecke ankommen. Dennoch bleiben Zweifel, ob tatsächlich im Regen gefahren wird. Zumindest im Freien Training sollen die Fahrer einige Runden drehen und Erfahrung sammeln.

"Alle Fahrer hoffen auf gutes Wetter", sagt Valentino Rossi klipp und klar. "Sollte es hier regnen, dann ist es keine normale Situation. Schon in der vergangenen Woche war beim Test der Moto2 und Moto3 das Wetter schlecht. Abgesehen vom Regen war auch der Wind sehr stark. Dadurch wird auch viel Sand auf die Strecke geweht. Niemand weiß, was bei Regen in einem Nachtrennen passieren wird. Ich hoffe, dass wir ein schönes Wochenende haben."

Sichtverhältnisse können problematisch sein

Vorjahressieger Jorge Lorenzo stimmt dem Italiener zu: "So wie Valentino sagt, hoffen wir alle, dass wir nicht bei schlechtem Wetter auf dieser Strecke fahren müssen. Wir wissen nicht, wie die Sicht im Regen sein wird. Auch der Sand bereitet uns Sorgen", spricht er entscheidende Aspekte bezüglich der Sicherheit an. "Hoffentlich ist die Wettervorhersage diesmal falsch", lächelt Lorenzo abschließend.


Michelin: Vorschau auf Katar

Reifenhersteller Michelin blickt auf das erste MotoGP-Rennen 2017 in Katar. Weitere Motorrad-Videos

Seit 2004 gastiert die Motorrad-WM auf dem Losail-Circuit. Da die Strecke in der Nähe der Wüste liegt, ist es tagsüber extrem heiß und es war für die Fahrer eine enorme Anstrengung. Sollte es am Abend regnen, wäre es dann besser, wenn man wieder am Tag fährt? "Ich glaube nicht, denn sie wollen hier in der Nacht fahren", denkt Rossi nicht, dass das eine Möglichkeit wäre. "Niemand weiß, wie die Sichtverhältnisse im Regen sind, weil wir es nie probiert haben."

Sicherheitskommission entscheidet

Abermals stimmt Lorenzo in der Pressekonferenz seinem ehemaligen Teamkollegen zu: "Sollte es regnen, dann wäre es besser, wenn wir am Tag fahren. Aber ich glaube nicht, dass das möglich sein wird, weil sie ein Nachtrennen planen." Ein verregnetes Wochenende wäre ein großer Zufall, denn statistisch gesehen regnet es in Doha nur an 8,8 Tagen pro Jahr! Dennoch ist der März mit durchschnittlich 1,8 Regentagen und maximal 16,1 Millimetern Regen der zweitfeuchteste Monat im Jahr.

Losail Circuit

Am Mittwoch herrschte auf dem Losail Circuit gutes Wetter Zoom

Sollte es dennoch an den Trainingstagen nass sein, dann hat man sich vor Ort darauf verständigt, dass die Fahrer auf die Strecke fahren. Ihre Meinung wird dann von der Sicherheitskommission angehört. Erst dann wird entschieden, ob das Protokoll geändert wird und auf einer nassen Strecke gefahren werden kann. Sollte es nur am Renntag regnen, dann wird es für die MotoGP-Fahrer ein zusätzliches Training geben. Anschließend würde entschieden werden, ob man fahren kann oder das Rennen auf Montag verschoben werden muss.

Michelin hat nach Katar weiche und harte Regenreifen mitgebracht. "Man hofft, dass die Fahrer die Reifen testen, wenn es regnen sollte", meint Michelin-Manager Piero Taramasso. "Dann wird man sehen, ob es sicher genug ist, um ein Rennen zu fahren. Es gab hier noch nie ein Regenrennen. Sollte es nass sein und die Fahrer stimmen zu, dann könnte es ein unglaubliches Spektakel unter Flutlicht werden."