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Quartararo in Portimao: Zwei Schrecksekunden - wieder starke Pace

Fabio Quartararo mag die Portimao-Pole nur geerbt haben, aber für das Rennen ist der Yamaha-Pilot laut Aussage eines Kollegen der Favorit

(Motorsport-Total.com) - Schnellster im MotoGP-Qualifying zum Grand Prix von Portugal in Portimao war eigentlich Ducati-Pilot Francesco Bagnaia mit klarem neuen Streckenrekord von 1:38.494 Minuten. Weil aber Bagnaia die Runde gestrichen wurde, hat Yamaha-Pilot Fabio Quartararo die Pole geerbt.

Fabio Quartararo

Yamaha-Pilot Fabio Quartararo gilt auch für den Portugal-Grand-Prix als Favorit Zoom

Auch Quartararos Zeit von 1:38.862 Minuten bedeutet neuen MotoGP-Streckenrekord in Portimao, da der Franzose ebenfalls - wenn auch knapp - schneller war als Miguel Oliveira auf seiner Pole-Runde im November 2020 (1:38.892 Minuten).

"Diese Pole fühlt sich nicht so an wie die anderen zuvor", sagt Quartararo sofort in Anspielung darauf, dass er auf der Strecke eigentlich satte 0,368 Sekunden langsamer war als Bagnaia. "Das Entscheidende aber war ohnehin, in die erste Reihe zu fahren. Das ist mir gelungen", so der Yamaha-Pilot.

Longrun-Pace freut den Polesetter mehr als Qualifying-Ergebnis

Mehr als über seine Rundenzeit im Qualifying freut sich Quartararo über sein Longrun-Tempo, das er im dritten und vierten Freien Training gezeigt hat. In beiden Sessions war er der Schnellste gewesen und sieht sich daher für das Rennen gerüstet: "Die Pace war großartig. Mit einem frischen Reifen wäre am Morgen [im FT3] sogar noch ein bisschen mehr möglich gewesen, aber wir wollen auf Nummer sicher gehen."

Fabio Quartararo

Nicht einfach zu fahren, aber schnell: Die 2021er-M1 mit Quartararo im Sattel Zoom

Wie Quartararo betont, kommt er mit der 2021er-Version der Yamaha M1 zwar noch nicht ganz so gut zurecht wie mit der 2019er, die er einst in seiner Rookie-Saison im Petronas-Team fuhr. Im Vergleich zur 2020er aber ist Yamaha mit den diesjährigen Upgrades ein Schritt nach vorn gelungen.

Zwei Schrecksekunden mit "anstrengender" 2021er-Yamaha

"Verglichen mit dem vergangenen Jahr fühle ich mich richtig gut auf dem Motorrad. Ich spüre das Bike einfach besser", sagt Quartararo, merkt aber gleichzeitig an: "Allerdings ist es auch deutlich anstrengender zu fahren als noch vor einem und auch vor zwei Jahren."

"Das 2019er-Bike", denkt Quartararo zurück, "war zwar nicht einfach zu fahren, weil ein MotoGP-Bike niemals einfach zu fahren ist. Es war aber, sagen wir mal, freundlicher zu fahren. Jetzt ist es anstrengender, eine schnelle Runde zu fahren und auch über die Distanz ein hohes Tempo zu halten. Aber es ist nun mal unser Job, dafür zu sorgen, dass wir richtig fit sind."

Prompt hatte Quartararo am Samstag mit der anstrengend zu fahrenden M1 gleich zwei Schrecksekunden zu überstehen. In Kurve 7 - dem schnellen Rechtsknick, in dem am Freitag Rückkehrer Marc Marquez um ein Haar gestürzt wäre und wo Rookie Jorge Martin am Samstagvormittag schwer gestürzt ist - hatte im Qualifying auch Quartararo einen Rutscher. Daraufhin kam er in Kurve 8 von der Strecke ab, die Runde war im Eimer.

"Im Qualifying geben wir alle natürlich alles. Aus Kurve 7 heraus befand sich mein Vorderrad genau zwischen der Linie und dem Randstein. Das Vorderrad blockierte kurz. Aber zum Glück konnte ich aufmachen und weit gehen, weil das Bike kaum noch in Schräglage war", erklärt der Yamaha-Pilot und merkt an: "Auch in der letzten Kurve hatte ich einen richtig langen Rutscher. Das passiert eben, wenn wir im Qualifying alle am Limit unterwegs sind und um die besten Plätze kämpfen."

Morbidelli: Quartararo ist der Favorit

Für das Rennen darf sich Quartararo dank seiner starken Longrun-Pace einiges ausrechnen. Das sieht nicht zuletzt auch sein Markenkollege und ehemaliger Teamkollege Franco Morbidelli so.

Fabio Quartararo

Grinst Fabio Quartararo auch am Sonntag nach dem Rennen in Portimao? Zoom

"Ich glaube, Fabios Potenzial ist hier ein bisschen größer als das der anderen. Seine Pace war richtig stark, ich würde sagen, zwei Zehntelsekunden schneller. Es wird interessant sein zu sehen, ob jemand bis morgen diese zwei Zehntelsekunden noch finden kann, um Fabio gefährlich zu werden", sagt Morbidelli.

Ob es für Quartararo am Sonntag tatsächlich zum Sieg reichen wird? Zur Erinnerung: Schon am zweiten Katar-Wochenende hatte er im Abschlusstraining mit starker Longrun-Pace überzeugt und tags darauf das Rennen gewonnen.

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