powered by Motorsport.com

Pol Espargaro kritisiert Johann Zarco für "absichtliche" Blockade

Zweimal geraten Pol Espargaro und Johann Zarco in Jerez 2 im Freitagstraining aneinander - Die Vorwürfe von Espargaro schmettert Zarco ab

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Freitagstraining für das zweite MotoGP-Rennen in Jerez gab es zwischen zwei ehemaligen Teamkollegen Stunk. Pol Espargaro (KTM) hatte das Gefühl, dass ihn Johann Zarco (Avintia-Ducati) zweimal behindert hat. Einmal wirft Espargaro dem Franzosen Absicht vor.

Pol Espargaro

Für das Manöver in FT1 wirft Pol Espargaro Zarco Absicht vor Zoom

"Ich hatte heute zwei Momente mit Zarco", macht Espargaro seinem Ärger Luft. "Am Vormittag fuhr er in der Mitte der Strecke, als ich von hinten schnell angefahren kam. Er hat sich war umgedreht, aber sich nicht wirklich gekümmert."

"Das war in der ersten schnellen Runde. Er hätte mich vorbeilassen können, aber er tat das nicht. Er wollte, dass ich dahinter bleibe. Dadurch hat er absichtlich meine schnellste Runde zerstört", ärgert sich der Spanier.

Etwas später im Training lief Espargaro auf Francesco Bagnaia (Pramac-Ducati) auf, wodurch er im letzten Sektor aufgehalten wurde und er seine Rundenzeit nicht verbessern konnte. Dem Italiener wirft Espargaro aber nichts vor.

"Bagnaia hat selbst gepusht, deswegen kann ich mich nicht beschweren. Er fuhr seine Runde, ich war schneller und blieb hinter ihm stecken. Er konnte nichts machen. Er wusste nicht, dass ich hinter ihm war. Deshalb war es mein Fehler, dass ich ihn schneller als gedacht eingeholt habe."

Johann Zarco

Johann Zarco sieht für das Manöver in FT1 kein großes Problem Zoom

"Aber Zarco wusste, dass ich hinter ihm war. Er hätte neben die Ideallinie fahren können", vergleicht Espargaro die beiden Situationen. "Bagnaia wusste nicht, dass ich dahinter war, also war es nicht sein Fehler."

"Ich habe keine Ahnung. Johann war hinter Quartararo. Ich wusste nicht, ob er pushen wollte oder mich vorbeilässt. Man muss ihn fragen, warum er in der Mitte der Strecke war. Er ist 1:40 gefahren, während ich auf einer schnellen Runde war."

"Er fuhr nicht schnell. Er hat sich sogar umgedreht und gesehen, dass ich schnell komme. Er ist aber nicht von der Ideallinie gefahren. Ich weiß nicht, warum er das gemacht hat. Das müsst ihr ihn fragen."

Zarco sieht die Sache naturgemäß anders und sieht keine Schuld bei sich: "Am Vormittag ist Pol 'Dovi' gefolgt. Er hat mich überholt. Vielleicht hat er dort Zeit verloren, weil ich nicht zu weit neben die Ideallinie gefahren bin."

Und was sagt Zarco zu dem Vorwurf von Espargaro, dass es eine absichtliche Blockade war? "Nein, das überrascht mich nicht, denn das ist typisch für Fahrer, dass sie jemanden brauchen, den sie kritisieren können."

Seltsamer Crash von Espargaro in FT2

Am Nachmittag gab es noch eine zweite Situation. Nachdem Espargaro zu diesem Zeitpunkt Bestzeit aufgestellt hatte, lief er zu Beginn der nächsten Runde in Kurve 2 auf Verkehr auf. Zarco war auch in dieser Gruppe. Jedenfalls fuhr Espargaro geradeaus und warf das Motorrad vor dem Aufprall in die Airfences um.

"Am Nachmittag war er neben der Ideallinie", sagt Espargaro zu dieser Situation mit Zarco. "Es war meine Schuld, weil ich zu weit draußen war. Ich hatte nicht genug Platz, um das Motorrad auf der Strecke abzubremsen. Er hätte weiter innen bleiben können, aber es war mein Fehler."

Für diesen Zwischenfall gibt es keine gegenseitigen Beschuldigungen, obwohl Zarco meint: "Ich habe es im Fernsehen gesehen. Er hätte mich fast berührt, obwohl ich in dieser Kurve ganz außen war. Ich weiß nicht mehr, wer vor mir war, aber auch dieser Fahrer hat verlangsamt."

"Als alle vor mir gebremst haben, bin ich auf die Außenseite gefahren und habe gewartet. Es ist seltsam, dass Pol überrascht war, denn er weiß, wann die Leute pushen und wann nicht. Vielleicht wollte er die Kurve optimal anbremsen, aber in diesem Moment konnte er das nicht und wollte geradeaus fahren. Da ich dort war, musste er die Linie wechseln und ist gestürzt."

Neueste Kommentare

Noch kein Kommentar vorhanden!
Erstellen Sie jetzt den ersten Kommentar