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Platz acht in Spielberg: Miguel Oliveira lässt KTM beim Heimspiel jubeln

Rookie Miguel Oliveira fährt zum ersten Mal in der MotoGP in die Top 10 und ist damit in Spielberg der beste KTM-Fahrer - Der Portugiese macht Fortschritte

(Motorsport-Total.com) - Beim Grand Prix von Österreich sorgte MotoGP-Rookie Miguel Oliveira für das KTM-Highlight. Der Portugiese, der für das Satellitenteam Tech 3 an den Start geht, fuhr in Spielberg als Achter ins Ziel. Das war nicht nur Oliveiras persönlich bestes Ergebnis in der Königsklasse, sondern auch von Tech 3 in diesem Jahr. Und durch den frühen Ausfall von Pol Espargaro war Oliveira der bestplatzierte KTM-Fahrer. "Es gibt keinen besseren Ort, um mein bestes MotoGP-Ergebnis zu erzielen. Ich bin mit dem gesamten Wochenende sehr zufrieden", lacht der 24-Jährige.

Miguel Oliveira, Danilo Petrucci

Miguel Oliveira hielt Ducati-Werksfahrer Danilo Petrucci in Schach Zoom

"Mein Start war wegen eines technischen Problems nicht so gut. Aber dann fand ich meine gute Pace, die ich schon in FT4 gefahren bin. Es lief also alles nach Plan und ich konnte einige Jungs überholen", schildert Oliveira, der Leute wie Danilo Petrucci (Ducati), Takaaki Nakagami (LCR-Honda) und Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) in Schach halten konnte.

"Platz acht ist unser bisher bestes Ergebnis. Auch der Rückstand zum Sieger ist so gering wie noch nie zuvor. Insgesamt war es ein starkes Wochenende. Das Motorrad war gut und ich bin sehr gut gefahren. Es ist ein Schritt vorwärts. Hoffentlich können wir diese Konstanz und diese Performance auch bei den nächsten Rennen halten."

Regelmäßige WM-Punkte und Top 10 das weitere Ziel

In der WM ist Oliveira nach elf Saisonrennen 15. und drittbester Rookie hinter Fabio Quartararo (Petronas-Yamaha) und Joan Mir (Suzuki). "Als ich zu diesem Projekt hinzugestoßen bin, wusste ich nicht wirklich, was mich erwarten wird. Das Ziel ist es, jedes Rennen in den Punkterängen zu beenden. Das haben wir in der ersten Saisonhälfte meistens geschafft."

Miguel Oliveira

Der Portugiese entwickelt sich zum zweitbesten KTM-Fahrer neben Espargaro Zoom

"Das ist auch für die zweite Saisonhälfte das Ziel. Außer wir sehen, dass bei einem Rennen mehr möglich sein kann. Hier haben wir uns schon gedacht, dass wir um die Top 10 kämpfen können. Am Ende haben wir das auch gemacht", sagt der einzige MotoGP-Fahrer aus Portugal stolz. Technisch gesehen gibt es bei seiner KTM kaum noch Unterschiede zum Werksteam.

"Manche Strecken sind besser für unser Motorrad als andere. Wir hatten zuletzt weniger Probleme als normal. Das zeigt, dass wir das Motorrad mit kleinen Dingen bei der Verkleidung und beim Motor verbessert haben. Es ist schön, das wir das mit einem guten Ergebnis zeigen können", so Oliveira. In Brünn und in Spielberg hatte auch das Testteam eine Rolle gespielt, denn im Vorfeld wurde auf beiden Strecken getestet. "Das hat uns sehr bei der Abstimmung geholfen."

Oliveira: Unser Rückstand wird geringer

Deswegen ist ungewiss, wie sich KTM auf den kommenden Strecken wie Silverstone, Misano oder Aragon schlagen wird, denn von dort hat man aus dem Vorjahr fast nur die Daten von Bradley Smith zur Verfügung. Von der Performance her entwickelte sich Oliveira zuletzt zum zweitbesten KTM-Fahrer neben Pol Espargaro. Leistungen wie in Spielberg werden auch bei den KTM-Verantwortlichen wohltuend aufgenommen.

Johann Zarco, Miguel Oliveira

Johann Zarco gratuliert seinem Markenkollegen zum achten Platz Zoom

"Ich glaube, dass ich die Fähigkeiten habe und um Spitzenplätze kämpfen kann", demonstriert Oliveira breite Brust. Trotzdem hält er den Ball flach: "Unser Projekt entwickelt sich noch. Deshalb darf man das Ergebnis nicht überbewerten, denn es ist noch ein weiter Weg, bis wir wirklich um Spitzenplätze kämpfen können. Der Rückstand scheint aber geringer zu werden. Wir haben eine Richtung gefunden und müssen sie weiterverfolgen, damit wir in Zukunft erfolgreich sind."

Sein Tech-3-Teamkollege Hafizh Syahrin schied in Spielberg durch einen Sturz aus. Dabei hatte sich der Malaysier auch eine leichte Gehirnerschütterung zugezogen. KTM-Werksfahrer Johann Zarco kam neun Sekunden hinter Oliveira auf Platz zwölf ins Ziel.

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