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Paolo Ciabatti: Ducati-Sieg in Katar wertvoller als im Vorjahr

Für Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti zählt der Sieg beim MotoGP-Auftakt 2019 in Katar noch mehr als vor einem Jahr - Neue Aero-Regeln kosten Ducati Topspeed

(Motorsport-Total.com) - Auch wenn der Protest gegen Ducatis Hinterradflügel den Sieg von Andrea Dovizioso beim MotoGP-Rennen in Katar überschattet, hat der italienische Hersteller mit diesem Auftakt-Erfolg deutlich gemacht, dass er auch in diesem Jahr an vorderster Front um den WM-Titel kämpfen will und kann. Dabei hatte es beim letzten Test der Vorsaison an gleicher Stelle noch nicht danach ausgesehen.

Andrea Dovizioso

Paolo Ciabatti feierte gemeinsam mit Andrea Dovizioso im Parc ferme Zoom

"In Katar zu gewinnen, beim Saisonauftakt und nach einem nicht sehr erfreulichen Test einige Tage zuvor... Dieser Triumph ist eine große Genugtuung. Zumal wir gegen Marquez in der letzten Kurve gewonnen habne, was uns noch glücklicher macht", schwärmt Ducati-Sportdirektor Paolo Ciabatti im Gespräch mit 'Motorsport-total.com'.

Er verrät: "Andrea reiste mit einigen Zweifeln an, aber zusammen mit seiner Mannschaft konnte er eine gute Strategie erarbeiten." Der Italiener, in den vergangenen zwei Jahren jeweils Vize-Weltmeister, hat laut Ciabatti eine sehr gute Beziehung zu seinen Crewmitgliedern. "Sie finden immer die beste Lösung für jedes Problem und arbeiten mit sehr viel Ruhe."


Fotos: MotoGP In Doha, Rennen


Im Vergleich zum Vorjahr, als Dovizioso das Zielduell gegen Marc Marquez (Honda) in Katar schon einmal knapp gewinnen konnte, gab es jedoch einen entscheidenden Unterschied, wie der Ducati-Sportdirektor erklärt. "Damals ist Dovi ohne Winglets gefahren und das macht einen höheren Topspeed möglich." Doch diesmal fuhr er mit der Aero-Verkleidung.

Paolo Ciabatti

Paolo Ciabatti traut seinem Team in dieser Saison viel zu - auch gegen Honda Zoom

"Wegen der neuen Regeln mussten wir eine Verkleidung mit Winglets homologieren und du darfst nichts abmontieren für einige spezielle Strecken. Aus diesem Grund war die maximale Geschwindigkeit unseres Motorrads beeinträchtigt", so Ciabatti. Tatsächlich stellte den besten Topspeed-Wert im ersten Rennen der Saison ein anderer auf.

Mit 352 km/h war Marquez in diesem Punkt der Schnellste. Dank des neuen Motors hat Honda gegenüber Ducati aufgeholt. "Wir wissen, dass Honda sich immer weiterentwickelt und seine Motorräder verbessert", sagt Ciabatti mit Blick auf die Konkurrenz aus Japan, die im Vorjahr die Triple Crown mit dem Fahrertitel sowie Platz eins in Team- und Herstellerwertung holte.

Das will Ducati in dieser Saison verhindern - auch mit Hilfe von Danilo Petrucci, der vom Kundenteam Pramac ins offizielle Werksteam aufgestiegen ist. In Katar belegte der Italiener den sechsten Platz. Für Ciabatti ein zufriedenstellender Einstand. "Das Rennen hat bestätigt, dass Danilo perfekt in dieses Team passt und gute Arbeit leistet", lobt er Petrucci.

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