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Neuer MotoGP-Sicherheitschef: Wer ist Tome Alfonso Ezpeleta?

Tome Alfonso übernimmt ab 2023 die Aufgaben von Franco Uncini - Der Neffe von Carmelo Ezpeleta hat viel Erfahrung in den Bereichen Strecken und Sicherheit

(Motorsport-Total.com) - In der Sicherheitskommission der Motorrad-Weltmeisterschaft gibt es 2023 eine personelle Änderung. Ex-Weltmeister Franco Uncini verabschiedet sich. Neuer Sicherheitschef wird Tome Alfonso. Der 49-Jährige ist der Neffe von Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta.

Franco Uncini, Tome Alfonso

Tome Alfonso (re.) übernimmt von Franco Uncini die Rolle als FIM-Sicherheitsdirektor Zoom

Beim Saisonfinale in Valencia wurde Uncini verabschiedet und Alfonso offiziell als Nachfolger vorgestellt. Im Paddock sorgte das für Aufsehen, denn auf den ersten Blick übernimmt ein weiteres Mitglied der Ezpeleta-Familie eine wichtige Position.

Carmelos Sohn Carlos arbeitet seit 2013 im Fahrerlager und ist aktuell Sportdirektor. Carmelos Tochter Ana kümmert sich um die diversen Talent-Cups. Und nun gibt es einen weiteren Ezpeleta, der wichtige Entscheidungen treffen wird.

"Ich weiß, dass sein Nachname nicht professionell klingt, aber man muss ihm Zeit geben", hält Aleix Espargaro fest und betont: "Seine bisherige Arbeit war sehr gut. Ich kenne Tome. Er wohnt in Andorra und ich kenne ihn schon sehr lange."

Für Alfonso spricht seine Erfahrung mit Rennstrecken

Alfonso hat in Madrid Jura studiert und ist dem Motorsport schon lange verbunden. Er war in jungen Jahren Sportwart in Jarama. Später arbeitete er für die Zeitnahme in der Motorrad-Weltmeisterschaft, bevor er sich Rennstrecken widmete.

Er hat beim Bau des Losail-Circuits in Katar mitgewirkt und wurde 2008 Direktor vom MotorLand Aragon. Diese Rennstrecke wurde Ende 2009 eröffnet. Er wurde auch Mitglied der FIM Road-Racing-Kommission und arbeitete im FIM-Institut, wo an neuen Technologien geforscht wird.

2018 wurde Alfonso General Manager der Firma Racing Loop, die sich weltweit Rennstreckenprojekten widmet. Er wirkte unter anderem bei der neuen Sokol-Rennstrecke in Kasachstan mit, wo die MotoGP 2023 erstmals fahren wird.

"Er arbeitet in den Bereichen Sicherheit und an neuen Strecken", sagt Espargaro. "Er hat diesbezüglich Erfahrung. Wir müssen abwarten und ihm die Chance geben. Es ist nicht immer besser, wenn es ein Ex-Fahrer ist. Wir haben schon Loris [Capirossi], der sehr intelligent ist."

"Aber es gibt auch Personen, die viel Erfahrung haben und andere Standpunkte einbringen. Zum Beispiel hat er sich um die Sicherheit in Aragon gekümmert. Wir werden nächstes Jahr auch auf einer Strecke fahren, wo er beim Bau mitgeholfen hat."

Alfonso muss die Strecken im Vorfeld abnehmen

Alfonso wird bei jedem Grand Prix vor Ort sein und gemeinsam mit Capirossi kontrollieren, ob die Sicherheit gegeben ist - sollte es Zwischenfälle geben. Alfonso übernimmt von Uncini aber auch eine sehr wichtige Aufgabe im Hintergrund.

Er steht mit den Rennstrecken in Kontakt, wenn zum Beispiel ein neuer Asphalt gelegt wird, eine neue Schikane eingebaut wird oder Auslaufzonen beziehungsweise Kiesbetten verändert werden. Alfonso muss schon Wochen vor den Rennen zu den Strecken reisen, um alles zu checken.

Er ist dafür verantwortlich, einer Rennstrecke die FIM-Zertifizierung und das Okay zu geben, damit die MotoGP auf dieser Strecke fahren kann. Aufgrund seiner Erfahrung für die Anforderungen einer modernen, sicheren Rennstrecke ist er von der FIM für diesen Posten ausgewählt worden.

Tome Alfonso, Carmelo Ezpeleta

Tome Alfonso mit seinem Onkel Carmelo Ezpeleta Zoom

"Das ist keine kleine Sache, sondern sehr wichtig", hält Pol Espargaro fest. "Er ist derjenige, der die Strecken besucht, bevor wir dort sind. Er muss kontrollieren, ob alles korrekt ist. Er ist auch derjenige, dem wir Fahrer sagen, was sicherheitstechnisch vor sich geht."

"Er muss das dann für die Streckenchefs übersetzen. Das ist eine wichtige Aufgabe. Hoffentlich macht er es gut. Es sieht danach aus, dass wir in einigen Jahren weniger in Europa fahren. Deshalb hat er in den neuen Ländern, die wir besuchen werden, eine große Aufgabe vor sich."

"Neue Strecken wie Kasachstan oder Indien. Auf diesen Strecken müssen wir uns sicher fühlen, wenn wir dort zum ersten Mal fahren. Er wird seinen Job gut machen müssen, denn das ist wichtig." Denn die MotoGP will in Zukunft weitere neue Länder erschließen.

"Tome hat viel Erfahrung", betont auch Maverick Vinales. "Ich kenne ihn schon sehr lange. Er ist sehr clever und eine sehr gute Lösung." Und Alex Rins ergänzt: "Für diese Aufgabe ist es nicht wichtig, dass es ein ehemaliger Rennfahrer ist. Wichtig ist seine Erfahrung."

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