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Neue MotoGP-Regeln: Rossi und Lorenzo sind nicht ganz unschuldig daran

Die Regelhüter der MotoGP haben den Maßnahmenkatalog angepasst und dabei auf jüngste Vorkommnisse reagiert - Flaggensignal, Frühstart, Knieschleifer betroffen

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Großen Preis von Österreich hat die Grand-Prix-Kommission, bestehend aus Vertretern der Dorna, FIM, IRTA sowie der Herstellervereinigung MSMA, einige neue Regeln beschlossen. Sie betreffen sowohl die MotoGP als auch die kleineren Klassen Moto2 und Moto3.

Valentino Rossi

Valentino Rossi sorgte mit seiner Fahrweise trotz Defekt jüngst für Kritik Zoom

Flaggensignal erweitert: Bei schwarzer Flagge mit orangefarbener Scheibe sind die Fahrer nicht mehr nur dazu aufgefordert, die Strecke unverzüglich zu verlassen. Sie dürfen auch erst wieder auf diese zurückkehren, wenn sie von einem Offiziellen dazu autorisiert wurden. Diese Regelung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Sie ist vermutlich eine Reaktion auf Valentino Rossis Motorproblem in Brünn. Er hatte die Strecke daraufhin nicht sofort verlassen, sondern war selbstständig - teilweise auf der Ideallinie - zurück an die Box gefahren, was für Kritik sorgte.

Neue Strafe für Frühstarts: Wer einen Frühstart hat, muss ab der kommenden Saison zur Strafe nicht mehr durch die Boxengasse fahren, sondern zwei Mal die sogenannte "Long Lap Penalty" absolvieren. Sie war bisher insbesondere dann zum Einsatz gekommen, wenn Fahrer wiederholt Track-Limits missachteten.

Die verlängerte Runde, die auf jeder Strecke in einer anderer Kurve - je nach verfügbarer Auslaufzone - platziert ist, muss innerhalb von fünf Runden nach der Benachrichtigung des Fahrers über die Strafe gefahren werden.

Reifen der Moto2 und Moto3: Ab dem kommenden GP-Wochenende in Silverstone erhält jeder Fahrer, der im Qualifying 1 antreten muss und es ins Qualifying 2 schafft, einen zusätzlichen Vorderreifen. Bisher stand diesen Piloten bereits ein extra Hinterreifen zu Verfügung.

Material für Knieschoner: In der jüngsten Vergangenheit kamen vereinzelt Knieschleifer zum Einsatz, die Metalleinlagen enthielten und bei Kontakt mit dem Asphalt entsprechend Funken schlugen. Weil das nachfolgende Fahrer optisch beeinträchtigen kann, sind Schoner mit derartigen Materialien ab sofort verboten.

Honda-Pilot Jorge Lorenzo hatte in Argentinien Knieschleifer getestet, die mit einigen Schrauben verstärkt waren und für Funkenflug sorgten. Die Regelhüter klärten das Team schon damals über ihre Sicherheitsbedenken auf.

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