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Nach Marini-Highsider: Quartararo über Verletzungsrisiko im WM-Kampf

Fabio Quartararo ließ es am Freitag in Le Mans ob der schwierigen Bedingungen bewusst ruhig angehen - An Tagen wie diesen "kann man die WM leicht verlieren"

(Motorsport-Total.com) - WM-Leader Fabio Quartararo beendete den MotoGP-Trainingsfreitag in Le Mans relativ abgeschlagen auf dem elften Platz. 1,133 Sekunden fehlten dem Petronas-Yamaha-Piloten am Ende auf die Bestzeit von Jack Miller (Pramac-Ducati).

Fabio Quartararo

Fabio Quartararo wollte bei wechselhaftem Wetter in Le Mans nicht zu viel riskieren Zoom

Der Rückstand war vor allem den Bedingungen und Quartararos Herangehensweise geschuldet. Denn auf nasser Strecke am Morgen und abtrocknender Strecke am Nachmittag wollte es der Franzose nicht übertreiben - vor allem mit Blick auf das Verletzungsrisiko. "Ich bin heute kein Risiko eingegangen", erklärt er.

"Bei solchen Bedingungen bin ich vorsichtig. Denn es kann einen großen Unterschied machen. Man hat es an Marinis Crash im FT2 gesehen", erinnert Quartararo an den Highsider von Moto2-Pilot Luca Marini zu Beginn der Nachmittagssession. Er war in Kurve 4 böse abgeworfen worden, als die Strecke noch einige feuchte Stellen hatte.

Quartararo: "Versuche, keine dummen Fehler zu machen"

Wegen des Verdachts auf eine Knöchelfraktur wurde der Halbbruder von Valentino Rossi anschließend im Krankenhaus durchgecheckt. Glücklicherweise bestätigte sich der Verdacht nicht und Marini wird versuchen, am Samstag wieder zu fahren.

Allerdings klagt der Italiener über Schmerzen. Wie sehr diese ihn in Le Mans und darüber hinaus beeinträchtigen werden, bleibt abzuwarten. "Es ist ein Problem. Denn wir haben drei Rennen in Folge. Und mit dem linken Fuß schaltet man", urteilte Rossi, noch bevor klar war, dass eine Fraktur ausgeschlossen werden kann.

Quartararo sieht sich angesichts des Vorfalls in seinem Ansatz bestätigt: "Wenn solche schwierigen Bedingungen herrschen und wir wissen, dass es am nächsten Tag besser wird, bleibe ich lieber ruhig und versuche, keine dummen Fehler zu machen. Deshalb bin ich es heute langsam angegangen und ich denke, das war genau das Richtige. Denn bei solchen Bedingungen kann man die WM ganz leicht verlieren."

Direkter Q2-Einzug hat für Samstag oberste Priorität

"Wir müssen nicht Dinge tun, die uns unsere Titelchancen kosten könnten", fügt der Franzose hinzu. "Wir müssen uns über unser Potenzial bewusst sein, und das ist, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. Es stimmt, dass ich von Rennen zu Rennen denke. Aber unter Umständen wie heute gehe ich lieber keine großen Risiken ein."

Das falle ihm zwar nicht leicht, wie er zugibt, "denn ich möchte immer schnell sein, ich möchte immer als Erster rausgehen, aber heute kam es darauf an, ruhig zu bleiben". Dass er es damit nicht in die Top 10 schaffte, sorgt Quartararo mit Blick auf morgen nicht.

"Wir haben uns die Daten mit dem Team angesehen, aber ich wusste schon vorher genau, wo ich Zeit verliere. Am Morgen waren wir mit einem anderen Setting unterwegs als die anderen Yamahas. Wir waren ein wenig verloren, wissen aber warum. Am Nachmittag hatte ich ein gutes Gefühl mit dem Bike. Insgesamt bin ich zufrieden, morgen sollte es - auch was das Wetter betrifft - besser laufen", so die Prognose.

Auch Morbidelli kalkuliert Risiko: Hauptsache Top 10

"Das Wichtigste wird sein, an unserer Pace zu arbeiten und direkt in Q2 einzuziehen", erklärt der Petronas-Pilot weiter. "Aber wir haben das Potenzial, auch wenn es nicht einfach wird. (...) Ich weiß, dass ich, wenn ich ans Limit gehen muss, schnell sein werde."


MotoGP in Le Mans

Das teaminterne Duell entschied am Freitag Franco Morbidelli für sich, der als Siebter zwar deutlich vor Quartararo rangierte. Was die Rundenzeit angeht, lagen beide aber nur 0,120 Sekunden auseinander. Ähnlich wie sein Teamkollege hält auch Morbidelli fest: "Heute lagen diejenigen, die am meisten riskiert haben, vorn."

"Ich selbst bin heute genug Risiko gegangen, um es in die Top 10 zu schaffen. Das war wichtig, denn einige Prognosen sagen, dass es morgen trocken bleibt, andere sagen, dass es nass wird. Insofern weiß man nie...", so der Italiener, der auf bessere, aber vor allem klare Bedingungen hofft - also komplett trocken oder nass.

Das erste Mal in diesem Jahr im Regen bewertet Morbidelli mit gemischten Gefühlen: "Ich war schnell, aber es hat eine Weile gedauert, bis ich schnell war. In dem Punkt müssen wir uns verbessern: Wir müssen versuchen, früher auf Tempo zu kommen. (...) Aber es war schwierig, am Bike zu arbeiten, weil die Bedingungen so wechselhaft waren."

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