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MotoGP-Test Valencia: Maverick Vinales bestätigt Bestzeit

Valencia-Test: Maverick Vinales stellt auch am Mittwoch die Bestzeit auf - Jorge Lorenzo arbeitet mit der 2017er-Ducati - Jonas Folger kommt der Spitze näher

(Motorsport-Total.com) - Der IRTA-Test in Valencia ging am Mittwoch mit einer weiteren Bestzeit von Yamaha-Neuling Maverick Vinales zu Ende. In erster Linie beschäftigten sich die Werksteams von Yamaha, Ducati und Honda mit Vergleichstests zwischen den gewohnten Motorrädern und dem neuen Material. Einen starken Eindruck hinterließ erneut MotoGP-Rookie Jonas Folger. Als Zehnter hatte er knapp weniger als eine Sekunde Rückstand auf die Spitze. (Fotos vom Test in Valencia!) Die Testzeit wurde bis 17:30 Uhr verlängert, um die verlorene Zeit von einer längeren roten Flagge zu Mittag zu kompensieren.

Maverick Vinales

Yamaha-Neuling Maverick Vinales legte auch am Mittwoch die schnellste Runde hin Zoom

Bereits nach einer Stunde musste der Test für rund 65 Minuten unterbrochen werden. Nach Stürzen der beiden neuen Suzuki-Fahrer Alex Rins und Andrea Iannone mussten die Reifenstapel am Ausgang von Kurve 12 repariert werden. Zusätzlich wurden Airfences aufgestellt. Rins verletzte sich bei seinem Crash und wurde in ein Krankenhaus in Valencia gebracht. Dort wurden zwei gequetschte Rückenwirbel festgestellt, das Rückenmark wurde aber nicht verletzt. Rins wird wohl ein Monat ausfallen und damit den Test in Jerez verpassen. Iannone blieb bei seinem Abflug unverletzt und glänzte später mit der viertschnellsten Zeit.

Yamaha: Rossi testet neuen Motor

Ins Rampenlicht fuhr sich wie am Vortag Maverick Vinales. Der Yamaha-Neuzugang stellte mit 1:29.975 Minuten die Bestzeit auf. Dass er keine Probleme bei der Umstellung auf die M1 hat, zeigt die Tatsache, dass das die drittschnellste je in Valencia gefahrene Runde war.

Valentino Rossi

Valentino Rossi evaluierte wieder den neuen Yamaha-Motor Zoom

Nur Jorge Lorenzo und Marc Marquez waren am vergangenen Samstag in Q2 schneller. Auch optisch machte Vinales den Eindruck, als würde er schon immer mit der M1 fahren. Vinales bestritt den Tag ohne Winglets. Auch bei Teamkollege Valentino Rossi waren keine Flügel montiert.

Der Italiener fuhr in erster Linie Vergleichstests zwischen dem gewohnten Motorrad von 2016, sowie dem 2016er-Chassis mit dem neuen Motor. Mit dem alten Chassis und dem neuen Motor stellte Rossi schließlich auch seine persönliche Bestzeit des Tages auf. 0,7 Sekunden fehlten dem Altmeister auf seinen neuen Teamkollegen. Das Yamaha-Werksteam wird in der kommenden Woche in Sepang (Malaysia) einen Privattest durchführen.

Ducati: Fokus auf neuem Motorrad

Im Ducati-Lager arbeitete Lorenzo am Mittwoch hauptsächlich mit der GP17. Außerdem testete der dreifache MotoGP-Champion eine neue Vordergabel von Öhlins, die optisch leicht zu erkennen war, da sie in schwarz und nicht in gewohnter goldener Farbe gehalten war. Teamkollege Andrea Dovizioso führte Vergleichstests zwischen der GP16 und GP17 durch.

Jorge Lorenzo

Am Mittwoch fuhr Jorge Lorenzo hauptsächlich mit der 2017er-Ducati Zoom

Beim neuen Motorrad sind viele Details anders, darunter das Chassis und Anpassungen beim Motor. Deswegen waren bei beiden Modellen die Wings montiert, um vernünftige Vergleichsdaten zu erhalten. Laut Aussage von Ducati ist das Turning beim neuen Motorrad besser, aber beide Fahrer wünschen sich in diesem Bereich noch Fortschritte.

Dovizioso fuhr seine persönliche Bestzeit mit der schwarzen GP17. In dieser Runde fehlten dem Sepang-Sieger vier Zehntel auf die Bestzeit von Vinales. Lorenzo beendete den Tag an der achten Stelle. Ducati betonte, dass man sich bei diesem Test hauptsächlich auf Vergleichstests konzentriert hat und man dann im nächsten Jahr eine Zeitenjagd startet. Lorenzo wird erst im Februar in Sepang wieder fahren, Dovizioso testet nächste Woche in Jerez.

Honda: Vergleich zwischen altem und neuem Triebwerk

Auch bei Honda wurde der neue Motor evaluiert. Interessant war, dass Marquez vor der Unterbrechung mit der schwarzen RC213V auf der Strecke war. Später wurde dieses Motorrad in den LKW hinter der Box geschoben. Marquez hatte dann ein 2016er-Bike in der Box und eines mit seinem gewohnten Chassis und dem neuen Motor. Auch dieses Motorrad war in Repsol-Lackierung gehalten.

Marc Marquez

Marc Marquez testete den alten und den neuen Honda-Motor Zoom

Mehrmals wechselte der Weltmeister zwischen diesen Bikes, um Daten für den neuen Motor und die Elektronikabstimmung zu sammeln. Seine persönliche Bestzeit, die zweitschnellste des Tages, stellte Marquez mit seinem Rennbike vom Sonntag auf. Teamkollege Dani Pedrosa verfolgte ein ähnliches Programm. Mit 41 Runden legte der Routinier deutlich weniger Kilometer zurück als die meisten anderen Fahrer.

Ein kurioses Missgeschick gab es zu Mittag, als die Strecke nach der Unterbrechung wieder freigegeben war. Marquez verbremste sich vor Kurve 2 und fuhr geradeaus ins Kiesbett. Er hatte zunächst alles unter Kontrolle, aber als der Spanier zurück auf die Strecke fahren wollte, gab er scheinbar zu viel Gas und stürzte. Er ärgerte sich und musste mit einem Roller zurück an die Box fahren.

Aprilia: Aleix Espargaro schneller als Bradl & Bautista

Im Gresini-Aprilia-Team waren am Mittwoch zwei Fahrer im Einsatz. Sam Lowes verzichtete nach seinem gestrigen Sturz, bei dem er sich Prellungen zugezogen hat, auf den heutigen Tag. Somit waren nur Aleix Espargaro und Testfahrer Eugene Laverty auf der Strecke. Espargaro äußerte sich positiv überrascht über das Chassis und den Motor der RS-GP.


Fotos: MotoGP in Valencia, Girls


Mit 1:30,8 fuhr der Spanier auch um eine Sekunde schneller als Stefan Bradl und Alvaro Bautista im Qualifying. Außerdem war Espargaro auf die Tausendstel gleich schnell wie mit der Suzuki am vergangenen Samstag in Q2. Die neue Aprilila wird erst beim Sepang-Test im Februar debütieren.

Rookies: Jonas Folger verkürzt Rückstand zur Spitze

Eine starke Leistung zeigte erneut Jonas Folger. Der Deutsche fuhr mit der Tech-3-Yamaha 63 Runden und kam auf eine persönliche Bestzeit von 1:30.948 Minuten. Das bedeutete Platz zehn im Tagesklassement und einen Rückstand von 0,973 Sekunden auf die Spitze. Damit war Folger auch der beste Rookie des Tages, obwohl sein neuer Teamkollege Johann Zarco um weniger als eine Hundertstelsekunde langsamer war. Im Aspar-Team musste Rückkehrer Karel Abraham den Tag vorzeitig beenden, da ein größerer elektrischer Defekt an der Ducati aufgetreten war.

Jonas Folger

Rookie Jonas Folger steigerte sich am Mittwoch um rund eineinhalb Sekunden Zoom

Michelin nutzte den Test auch, um zwei neue Vorderreifen auszuprobieren. Die Konstruktion dieser Reifen war anders. Vinales und Dovizioso fuhren ihre persönlichen Bestzeiten damit. Die verfügbaren Hinterreifen entsprachen dem Kontingent vom Rennwochenende. Neben dem Suzuki-Duo und Marquez gab es noch einige weitere Stürze. Alvaro Bautista stieg zu Mittag von seiner Aspar-Ducati GP16 ab, Jack Miller stürzte in Kurve 1 und später hatten auch Scott Redding und Bradley Smith kleine Ausrutscher.

Der offizielle IRTA-Test ist damit zu Ende. Yamaha und das Tech-3-Team werden in der kommenden Woche zwei Tage in Sepang einen Privattest durchführen. Ducati und die anderen Hersteller machen sich von Valencia auf den Weg ins knapp 800 Kilometer entfernte Jerez de la Frontera, wo in der kommenden Woche drei private Testtage auf dem Programm stehen. Lediglich Lorenzo und Pol Espargaro dürfen in diesem Jahr nicht mehr fahren, Vinales wird für Yamaha in Sepang testen. Das Wintertestverbot tritt am 1. Dezember in Kraft.

Testzeiten Valencia - Tag 2:
01. Maverick Vinales (Yamaha) - 1:29.975 Minuten (76 Runden)
02. Marc Marquez (Honda) +0,196 Sekunden (78)
03. Andrea Dovizioso (Ducati) +0,468 (61)
04. Andrea Iannone (Suzuki) +0,624 (51)
05. Dani Pedrosa (Honda) +0,711 (41)
06. Cal Crutchlow (LCR Honda) +0,734 (63)
07. Valentino Rossi (Yamaha) +0,734 (69)
08. Jorge Lorenzo (Ducati) +0,769 (66)
09. Aleix Espargaro (Aprilia) +0,910 (61)
10. Jonas Folger (Tech-3-Yamaha) +0,973 (63)
11. Johann Zarco (Tech-3-Yamaha) +1,040 (61)
12. Jack Miller (Marc-VDS-Honda) +1,094 (59)
13. Scott Redding (Pramac-Ducati) +1,143 (48)
14. Alvaro Bautista (Aspar-Ducati) +1,211 (69)
15. Hector Barbera (Avintia-Ducati) +1,269 (59)
16. Michele Pirro (Pramac-Ducati) +1,841 (40)
17. Pol Espargaro (KTM) +1,878 (70)
18. Tito Rabat (Marc-VDS-Honda) +1,943 (61)
19. Loris Baz (Avintia-Ducati) +2,186 (52)
20. Bradley Smith (KTM) +2,563 (59)
21. Eugene Laverty (Aprilia) +2,593 (57)
22. Karel Abraham (Aspar-Ducati) +2,724 (41)
23. Takuya Tsuda (Suzuki) +3,330 (77)
24. Alex Rins (Suzuki) +3,786 (5)
25. Sam Lowes (Aprilia) - keine Runde

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