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MotoGP Sachsenring FT3 2022: Bagnaia bei Jagd nach Rundenrekord Schnellster

Zum ersten Mal wird auf dem Sachsenring eine 1:19er-Zeit gefahren - Francesco Bagnaia vor Aleix Espargaro Schnellster - Lockeres Visier bei Fabio Quartararo

(Motorsport-Total.com) - Die Rekordjagd setzte sich auch im dritten MotoGP-Training auf dem Sachsenring (Deutschland) fort. Fünf Fahrern gelangen Rundenzeiten von 1:19 Minuten. Das Duell lautete wieder Ducati gegen Aprilia. Francesco Bagnaia (Ducati) markierte mit 1:19.765 Minuten neuen Rundenrekord.

Francesco Bagnaia

Francesco Bagnaia stellte in FT3 neuen Rundenrekord auf Zoom

Erster Verfolger war Aleix Espargaro mit der (Aprilia). Aber Ducati belegte vier der ersten fünf Plätze. Weltmeister Fabio Quartararo (Yamaha) musste seine Zeitattacke wegen eines losen Visiers abbrechen, ist aber sicher in Q2.

Gleich zu Trainingsbeginn verbremste sich Quartararo vor Kurve 1 und fuhr geradeaus ins Kiesbett. Er blieb sitzen und setzte das Training fort. In seinem ersten Run flog Rookie Marco Bezzecchi (VR46-Ducati) am Ausgang von Kurve 12 ab. Er machte sich zu Fuß auf den Weg an die Box.

Bei Halbzeit des Trainings führte Miguel Oliveira das FT3-Klassement an. KTM schien etwas gefunden zu haben, denn Brad Binder war Fünfter. Beide hatten früh einen weichen Hinterreifen verwendet. Man arbeitete an der Qualifying-Schwäche.

In der letzten Viertelstunde begann dann die richtige Zeitenjagd für die Q2-Plätze. Der Rundenrekord wurde abermals gebrochen. Aleix Espargaro legte vor, wurde in seiner schnellsten Runde aber in der Zielkurve von Franco Morbidelli (Yamaha) etwas aufgehalten.

Die Rennkommissare wollten sich diese Situation genauer ansehen. Anschließend drehte Ducati auf. Bagnaia und Jorge Martin fuhren die ersten 1:19er-Zeiten auf dem Sachsenring. Bagnaia bestätigte das in seiner zweiten fliegenden Runde und wurde mit 1:19.765 Minuten gestoppt.

Lockeres Visier bei Fabio Quartararo

Es blieb aber spannend, denn Aleix Espargaro legte noch einmal nach und kam Bagnaias Bestmarke bis auf 0,064 Sekunden nahe. Als Quartararo angriff, musste er seinen Versuch abbrechen. Es gab ein Problem mit dem Visier, das sich auf der linken Seite gelockert hatte.

Der Weltmeister versuchte das Visier wieder zu fixieren, aber er schaffte es nicht und rollte langsam zurück an die Box. Gleichzeitig gab es gelbe Flaggen, denn für das LCR-Honda-Team endete das Training in einem Desaster. Alex Marquez stürzte in Sektor 3 und Takaaki Nakagami in Kurve 1.

Damit war die Zeitenjagd beendet. Bagnaia blieb vor Aleix Espargaro Schnellster. Dann folgten die Ducatis von Jack Miller, Johann Zarco und Martin. Quartararo landete auf dem sechsten Rang. Nach seinem Boxenstopp, um den Helm zu richten, ging sich kein weiterer Versuch mehr aus.

KTM scheitert knapp am Q2-Einzug

Joan Mir schaffte mit der Suzuki als Siebter den Q2-Einzug. Auch Luca Marini (VR46-Ducati), Nakagami und Maverick Vinales (Aprilia) haben sich direkt für den zweiten Qualifying-Abschnitt qualifiziert. Marini schaffte die Top 10 mit seiner Freitagszeit.

KTM scheiterte erneut an Q2, es war aber knapp. Oliveira landete auf Platz elf. Auf Vinales fehlten lediglich 0,020 Sekunden. Ein bisher schwieriges Wochenende setzte sich für Enea Bastianini (Gresini-Ducati) fort, denn der dreimalige Saisonsieger belegte Platz 18.

Auch das Honda-Werksteam wird geschlossen in Q1 dabei sein. Pol Espargaro wurde 14. und Lokalmatador Stefan Bradl 21. Der Ersatzfahrer von Marc Marquez hatte eine Sekunde Rückstand. Das unterstrich die engen Zeitabstände in der Königsklasse.

Das vierte Training beginnt um 13:30 Uhr, gefolgt vom Qualifying ab 14:10 Uhr.

Direkt für Q2 qualifiziert sind:
Francesco Bagnaia (Ducati)
Aleix Espargaro (Aprilia)
Jack Miller (Ducati)
Johann Zarco (Pramac-Ducati)
Jorge Martin (Pramac-Ducati
Fabio Quartararo (Yamaha)
Joan Mir (Suzuki)
Luca Marini (VR46-Ducati)
Takaaki Nakagami (LCR-Honda)
Maverick Vinales (Aprilia)

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