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"Mehr Schmerzen als erwartet": Joan Mir lässt Aragon und auch Japan aus

Suzuki-Pilot Joan Mir muss sein Comeback in Aragon vorzeitig abbrechen - Seine Knöchelverletzung braucht noch mehr Ruhe, sodass er auch in Japan fehlen wird

(Motorsport-Total.com) - Schon nach dem ersten MotoGP-Trainingstag in Alcaniz gab es Zweifel, ob Joan Mir seine Teilnahme am Grand Prix von Aragon fortsetzen würde. Zu viele Probleme bereitete dem Suzuki-Piloten sein rechter Knöchel, den er sich bei einem Highsider im Rennen von Spielberg am 21. August verletzt hatte.

Joan Mir

Joan Mir muss nach Misano auch die Rennen in Aragon und Japan auslassen Zoom

Zwar ging Mir im dritten Freien Training am Samstag erneut auf die Strecke. Doch danach fiel die Entscheidung, den Rest des Wochenendes auszusetzen. Gleichzeitig gab Suzuki bekannt, dass der Spanier auch beim Heimspiel des Herstellers in Japan fehlen wird.

"Die Diagnose einer Verletzung des Taluskopfes und der Bänder seines rechten Knöchels erforderte eine absolute Ruhepause, die offenbar die Schmerzen gelindert und seine Kraft erhöht hat", heißt es in einem Statement. Deshalb habe Mir von seinen eigenen Ärzten und jenen an der Rennstrecke die Startfreigabe erhalten.

"Er war zuversichtlich, dass er fahren kann, aber nach den ersten drei Freien Trainings stellte er einen starken Mangel an Beweglichkeit und zunehmende Schmerzen fest." Zu seiner eigenen und der Sicherheit der anderen Fahrer habe sich Mir daher entschlossen, dieses Rennen und den Japan-Grand-Prix auszulassen.

Mir: Es fehlt an Flexibilität und Sensibilität

Der Spanier selbst, der bereits in Misano pausieren musste, erklärt: "Ich habe es versucht, aber es hat keinen Sinn, weiterzumachen. Ich habe nicht die Flexibilität und Sensibilität, um richtig zu fahren. Außerdem habe ich etwas mehr Schmerzen als erwartet."

"Ich bin enttäuscht, denn ich dachte, ich könnte ohne Probleme fahren, aber nach den ersten beiden Trainings habe ich gemerkt, dass das nicht der Fall ist. Ich habe mich über Nacht ausgeruht und es heute Morgen im dritten freien Training noch einmal versucht, aber die Probleme wurden nicht besser."

"Die Ärzte und Physiotherapeuten haben mir geraten, mich auszuruhen, und ich akzeptiere diese Entscheidung. Es tut mir leid für das Team, das wie immer alles getan hat, um mir zu helfen. Das Wichtigste ist jetzt, dass ich mich darauf konzentriere, so schnell wie möglich zurückzukommen", blickt Mir voraus.

Suzuki baut Hinterradbremse für Mir extra um

Tatsächlich hatte Suzuki die Hinterradbremse für ihn extra anpasst, wie sein Crewchief Frankie Carchedi erklärt: "Er hatte gestern sehr zu kämpfen. Wir haben also versucht, das Motorrad über Nacht so umzubauen, dass er sich besser fühlt und weniger Schmerzen hat. Das brachte auch eine kleine Verbesserung."

"Wir haben eine andere Hinterradbremse verwendet und sie so angepasst, dass man weniger Kraft aufwenden muss. Aber nach zwei Runs kamen die Schmerzen wieder und es wurde härter und härter. Da muss man dann einfach vernünftig sein", so Carchedi.

Auf die Frage, ob man darüber nachgedacht habe, auf eine Daumenbremse umzurüsten, um die Hinterradbremse zu betätigen, sagt er: "Teil des Problems ist, dass man so viele Dinge am Motorrad hat, insbesondere auf der linken Seite - Devices, Elektronik etc."

"Da lässt sich nicht einfach schnell etwas Neues einpassen. Alles hat seinen angestammten Platz. Und für jemanden, der sonst keine Daumenbremse nutzt, wäre es ohnehin schwierig gewesen, sich sofort umzustellen." Man habe sich daher für die genannten Änderungen entschieden, wenn auch ohne erhofften Erfolg.

Suppo hofft auf Rückkehr von Mir in Thailand

Suzuki-Teammanager Livio Suppo weiß, wie sehr Mir auf sein Comeback in Aragon hingefiebert hatte. "Natürlich tut es uns sehr leid für Joan, und wir wissen, dass er sich sehr darauf gefreut hat, hier in Spanien auf einer Strecke zu fahren, die er liebt", betont er.

"Aber die Sicherheit geht vor, und da die Ärzte vorgeschlagen haben, die Verletzung nicht weiter zu belasten, um weitere Schäden zu vermeiden, unterstützen wir diese Entscheidung natürlich. Wir hoffen, dass er nach zehn weiteren Tagen Physiotherapie in Thailand wieder dabei sein kann und wünschen ihm alles Gute."

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