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KTM möchte sich nicht mit Suzuki und Aprilia vergleichen

Das Grand-Prix-Debüt der RC16 steht bevor: Vor dem Wildcard-Start in Valencia möchten die KTM-Verantwortlichen keinen unnötigen Druck aufbauen

(Motorsport-Total.com) - Nach über einem Jahr Testfahrten misst sich KTM beim Saisonfinale der MotoGP in Valencia zum ersten Mal unter Rennbedingungen mit der Konkurrenz. Erste Vergleichswerte konnte KTM bereits beim Test im Juli auf dem Red-Bull-Ring sammeln, als man sich die Strecke mit der Konkurrenz von Ducati, Yamaha, Honda und Aprilia teilte.

Mika Kallio

Testfahrer Mika Kallio wird beim Saisonfinale in Valencia für KTM antreten Zoom

"Wir sehen es nicht als Rennen Nummer eins an. Viel mehr ist es Rennen Nummer null für die RC16. Es ist ein weiterer Test, nicht nur für die technischen Aspekte", betont Technikdirektor Sebastian Risse und erklärt: "Es ist der erste echte Test für das Rennteam. Wenn die Lichter in Valencia erlöschen, dann erfahren wir, wo wir hinsichtlich der Technik und der Teamarbeit stehen. Es gibt keinen besseren Test als ein Rennen."

"Vor etwas mehr als einem Jahr existierte das Motorrad nur auf dem Papier", betont Risse. "Es ist eine Klasse, in der alle mitmischen. Ich habe sehr großen Respekt vor allen Herstellern und Fahrern, die in der MotoGP antreten. Natürlich haben die anderen Hersteller mehr Erfahrungen als wir. Jeden Fahrer, den wir hinter uns lassen können, wäre ein Bonus und als Erfolg zu werten."

Im Sommer lag KTM etwa zwei Sekunden hinter den Spitzenreitern zurück. In Valencia wird sich zeigen, ob die Entwicklung schnell genug stattfindet. "Ich bin zum ersten Mal in solch ein Projekt involviert. Ich habe keine Vergleichswerte", kommentiert Mike Leitner das Entwicklungstempo und erinnert sich an seine Zeit bei HRC: "Natürlich ist es eine andere Geschichte, wenn man mit einem Hersteller zusammenarbeitet, der 20 oder 30 Jahre Erfahrung im Grand-Prix-Sport hat."

"Die Luft wird dünner, sobald man dieses Level erreicht und um Siege und Titel kämpft. Dann wird es richtig schwierig. Wenn man aber mit zwölften, zehnten oder achten Plätzen zufrieden ist, dann ist es anders, als wenn man sich nur mit Siegen zufrieden gibt", weiß Leitner, der bei KTM als "Vice President Onroad bei KTM Motorsport" angestellt ist.


KTM präsentiert das MotoGP-Bike RC16

KTMs MotoGP-Maschine ist im MotoGP-Feld ein wahrer Exot: Als einziger Hersteller setzt KTM auf einen Gitterrohrrahmen aus Stahl. Alle anderen Hersteller rüsten ihre Motorräder mit Aluminium-Profilrahmen aus. "Das Motorrad veränderte sich natürlich seit dem Start des Projekts. Aber das ursprüngliche Konzept hinsichtlich des Rahmens und des Motors war nicht schlecht. Wir sahen, dass wir beim Test auf dem Red-Bull-Ring im Juli nur zwei Sekunden von den Spitzenreitern entfernt waren, die sehr viel Erfahrung haben. Es ist ein richtiges Entwicklungsmotorrad, ein echter Prototyp", erklärt Leitner.

Es liegt auf der Hand, dass sich KTM bereits beim Wildcard-Einsatz in Valencia mit der Konkurrenz messen lassen muss. Aprilia und Suzuki sind die direkten Rivalen. "Suzuki zähle ich nicht zu den Newcomern", stellt Leitner klar und begründet: "Sie zogen sich aus der Serie heraus, weil sie nicht ein Motorrad entwickeln und parallel bei den Rennen konkurrenzfähig konnten. Sie haben sich neu aufgestellt, sind zurückgekommen und haben sich gut geschlagen."

"Aprilia blickt auf eine sehr erfolgreiche Vergangenheit in der 125er-WM, der 250er-WM und in der Superbike-WM zurück. Sie sind also keine Anfänger", betont Leitner. "Natürlich waren wir in der Moto3, aber auch in der 125er-WM und in der 250er-WM erfolgreich. Es ist aber das erste Mal in der Königsklasse. Einerseits wird es sehr schwierig, andererseits steht uns eine interessante Zeit bevor."

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