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Kollision Rins/Miller: Unterschiedliche Linien in Sepang-Zielkurve möglich

Alex Rins fährt im Sepang-Rennen Jack Miller in die Seite - Die "seltsame" Charakteristik der Zielkurve ermöglicht solche Situationen - Keine Strafe gegen Rins

(Motorsport-Total.com) - Beim Grand Prix von Malaysia kam kurz vor Rennhalbzeit zu einer Kollision zwischen Alex Rins und Jack Miller. Schauplatz war die enge Haarnadel, die Zielkurve des Sepang-Circuits. "Viele sind in diesem Rennen ohne Grund in meine Seite gefahren", ärgert sich Miller. "Rins ist einfach in meine Seite gefahren. Ich bin auf meiner normalen Linie gefahren. Es war ein harter Aufprall. Mein Arm war komplett schwarz."

Jack Miller, Alex Rins

Kurz vor der Kollision: Alex Rins macht Druck auf Jack Miller Zoom

Beide konnten weiterfahren. Eine Strafe gab es für Rins nicht. Allerdings brachen bei der Suzuki die Winglets auf der rechten Seite ab. "Es ist Racing, Berührungen gehören dazu", winkt Miller ab. "Diese Kurve lädt zu solchen Manövern ein. Mit der Ducati müssen wir die äußere Linie nehmen, damit wir die Beschleunigung nutzen können."

Diese Haarnadel ist eine der besten Überholstellen der Strecke, sowohl im Motorradrennsport als auch für Automobile. "Er war etwas weiter außen. Ich bin nach innen gefahren, weil er nicht auf der Linie war. Dann ist er nach innen gezogen und wir haben uns berührt", sagt Rins aus seiner Sicht zu dieser Situation. In dieser Kurve 15 sind verschiedene Linien möglich.

Unterschiedliche Linien: Es liegt am Banking der Kurve

Eine gute Erklärung dafür liefert Andrea Dovizioso. "Als diese Strecke neu asphaltiert wurde, wurde das Banking dieser Kurve verändert", spricht er das etwas nach außen abfallende Gefälle an. "Das war ziemlich dumm, denn diese Kurve ist ziemlich schwierig zu fahren. Man kann dort also mehrere Linien mit dem gleichen Speed fahren."

"Dazu kommen die unterschiedlichen Charakteristika der Motorräder. Es ist eine sehr seltsame Kurve", findet Dovizioso. Die Ducati-Fahrer tendierten zu einem weiteren Bogen, um die Beschleunigung auf der Geraden nutzen zu können. Suzuki und Yamaha fuhren diese Kurve enger, um Schwung mitzunehmen. Diese unterschiedlichen Linien förderten die Kollisionsgefahr.

"Es hängt vom Motorrad ab", sagt Rins deshalb. "Valentino und ich sind mehr innen gefahren. Bei der Berührung mit Jack war er etwas weiter außen als normal. Deshalb bin ich hineingestochen und wir haben uns berührt. Diese Linie war für uns am besten." Deswegen wurde die Berührung auch als normaler Rennzwischenfall abgehandelt.

Rins kann nicht mehr um Podestplatz kämpfen

Rins glaubt auch nicht, dass er etwas falsch gemacht hat: "Nein, ganz sicher nicht. Wenn ich etwas falsch gemacht hätte, dann hätte ich eine Long-Lap-Penality bekommen. Ich denke, das ist Racing. Er hat die Türe offengelassen und ich habe versucht hineinzustechen. Das ist MotoGP." Kurz darauf konnte er Miller ohnehin überholen.

Schließlich schloss Rins zum Duo Dovizioso und Valentino Rossi auf, die um Platz drei kämpften. Rins konnte aber nicht attackieren und kam als Fünfter ins Ziel. Hatten die fehlenden Winglets einen großen Einfluss? "Ein wenig, aber nicht so viel, weil ich den Rhythmus halten konnte", sagt der Spanier. In der WM hat Rins Platz drei an Rennsieger Maverick Vinales verloren. Sieben Punkte beträgt sein Rückstand vor dem Saisonfinale in Valencia.

Miller hatte zwar eine starke Anfangsphase, aber dann ging es für den Australier rückwärts. Er hatte vorne und hinten den weichen Reifen gewählt. War das ein Fehler? "Dovizoso hatte die gleichen Reifen und ist auf das Podium gefahren", entgegnet Miller. "Ich hatte einen guten Start und habe in den ersten Runden nicht so sehr attackiert, denn es kann passieren, dass der Reifendruck zu schnell steigt. Deshalb habe ich versucht, die Pace zu kontrollieren."

Sein Plan ging aber nicht auf: "Ab Runde drei, vier bekam ich große Probleme mit dem Vorderreifen, vor allem in Rechtskurven." Später hatte er noch Glück, als Joan Mir und Johann Zarco unmittelbar hinter ihm in Kurve 14 kollidierten. "Ich bin in diese Kurve auf meiner normalen Linie gefahren und habe plötzlich ein Geräusch gehört. Er hat meinen Hinterreifen nur ganz knapp verfehlt", so Miller, der schließlich Achter wurde. "Es ist Racing. Es gibt Rennen wie vergangene Woche und Rennen wie jetzt."

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