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Jack Miller bremst Aprilia-Duo in Assen unfreiwillig aus und wird bestraft

Jack Miller wird nach einem Quali-Sturz in Assen für Maverick Vinales zum Hindernis und erhält eine Strafe - Auch Aleix Espargaro wird durch die Ducati ausgebremst

(Motorsport-Total.com) - Am Sachsenring fuhr Jack Miller trotz einer Long-Lap-Penalty im Rennen aufs Podest. In Assen kann der Ducati-Pilot unter Beweis stellen, ob er erneut dazu in der Lage ist. Denn der Australier kassierte die zweite Long-Lap-Penalty in Folge.

Jack Miller

Jack Miller stürzte im Qualifying und wurde zurück auf der Strecke zum Hindernis Zoom

"In Q2 der MotoGP wurde Miller am Ausgang von Kurve 5 dabei beobachtet, wie er langsam auf der Linie fuhr, den Fahrer #12 störte und ein Sicherheitsrisiko darstellte", heißt es in einem offiziellen Statement der Rennkommissare, die die Strafe einige Stunden nach dem Qualifying am Samstag aussprachen.

"Dies ist das zweite Mal in dieser Saison, dass er beobachtet wurde, wie er langsam auf der Linie fuhr und einen anderen Fahrer störte. Er wurde mit einer Long-Lap-Penalty für das MotoGP-Rennen in Assen belegt." Vor einer Woche war Miller aber nicht deshalb, sondern für einen Sturz unter Gelb bestraft worden.

Miller steht nach Quali-Sturz Vinales im Weg

Diesmal ging dem Vergehen ein eigener Sturz des Australiers voraus, der in der langsamen Kurve 5 übers Vorderrad weggerutscht war. Er hob seine Ducati wieder auf und fuhr zurück auf die Strecke, wobei er jedoch Maverick Vinales in die Quere kam.

Der Aprilia-Pilot war gerade auf seiner letzten fliegenden Runde unterwegs und konnte den Kontakt mit Miller nur knapp vermeiden. Noch bevor die Strafe fix war, wurde er auf die Möglichkeit einer solchen angesprochen, betonte aber: "Ich hoffe nicht, dass ich eine Strafe bekomme, denn ich habe nichts falsch gemacht."

"Ich tat alles, was ich konnte. Ich bin weit nach links rüber gefahren und blickte mich um, aber da kam schon Vinales und ich konnte nicht mehr viel machen", erklärt Miller die Situation. "Ich entschuldigte mich danach bei ihm, weil ich natürlich weiß, dass das blöd gelaufen ist. Viel mehr konnte ich nicht tun."

Unmittelbar nach dem Zwischenfall ärgerte sich Vinales zwar und gestikulierte in Richtung Miller, gab sich wenig später aber schon wieder entspannt. "Er hat sich noch umgeschaut und sah mich. Aber ich kam sehr schnell auf ihn zu", räumt der Spanier ein.

Letzten Endes spiele das auch keine Rolle mehr, da ihm die Runde ohnehin gestrichen worden wäre, weil er durch einen Sektor mit gelber Flagge gefahren war, erklärt er weiter. Das Qualifying beendete Vinales mit 0,920 Sekunden Rückstand auf Platz elf.

Aleix Espargaro leidet unter gelben Flaggen

Auch sein Aprilia-Teamkollege Aleix Espargaro war Leidtragender des Miller-Sturzes. Denn er fuhr direkt hinter dem Australier, als der Crash passierte, und musste seine letzte Runde daraufhin ebenfalls abbrechen. "Ich hatte Pech", resümiert Espargaro, der unter diesen Umständen nicht über Platz fünf hinauskam.

"Ich sprach danach mit Jack, weil er dachte, dass ich ihn beschuldige. Aber das war nicht der Fall. Ich habe mich einfach geärgert, weil er gestürzt ist und ich auf dem Monitor sah, dass nur noch 41 Sekunden waren. Ich hatte also keine Zeit mehr und es war meine zweite verlorene Runde wegen gelber Flaggen", so Espargaro.


Fotos: MotoGP: Grand Prix der Niederlande (Assen) 2022, Qualifying


"Ich konnte keine weitere Runde fahren und war einfach sauer wegen der Situation an sich. Denn heute war mein Potenzial größer als der fünfte Platz im Qualifying." Für das Rennen sieht sich der Aprilia-Pilot gut gerüstet. Er will wieder ums Podium kämpfen.

"Meine Pace im vierten Freien Training war überraschend schnell. Der Reifen (soft hinten; Anm. d. R.) baute nicht ab und ich konnte viele Runden im Bereich von 1:32 fahren. Aber es sieht so aus, als würde der harte Reifen etwas mehr Stabilität geben. Ich habe ihn noch nicht ausprobiert. Das werde ich im Warm-up nachholen."

"Ich denke, Pecco (Bagnaia), Fabio (Quartararo) und ich sind in Sachen Pace etwas schneller als der Rest. Aber Martin und Bezzecchi hatten ein starkes Qualifying, insofern werden die ersten Runden für mich ein wenig stressiger werden", blickt Espargaro voraus. Die genannten Fahrer starten allesamt vor dem Spanier.

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