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Honda: Wie aussagekräftig ist die Marquez-Bestzeit?

Honda macht Fortschritte mit neuem Motor und Elektroniksetup - Seine Bestzeit will Marc Marquez nicht überbewerten, aber Valentino Rossi hält ihn für die Referenz

(Motorsport-Total.com) - Im Honda-Werksteam liegt auch beim MotoGP-Wintertest in Australien der Fokus auf dem Motor und der Elektronik. "Wir konzentrieren uns auf eine der beiden Motorvarianten, die wir in Sepang mit Dani und Marc testeten", so Teamchef Livio Suppo bei 'MotoGP.com'. Während in Malaysia noch zwei Spezifikationen verglichen wurden, arbeiten Marc Marquez und Dani Pedrosa nun mit einer Variante. "Beide Maschinen sind damit ausgerüstet. Wir versuchen, die Software an den neuen Motor anzupassen und beschäftigen uns jetzt mit der Abstimmung", so Suppo.

Marc Marquez, Maverick Vinales

Marc Marquez war am Mittwoch schneller als Yamaha und der Rest Zoom

Die beiden Werksfahrer drehten am Mittwoch insgesamt 123 Runden. Und auch Cal Crutchlow im LCR-Team ist in die Entwicklung eingebunden: "Cal testet eine neue Motorvariante, die etwas anders ist als die, die Jack verwendet", sagt Suppo über die beiden Kundenteams. "Wir arbeiten in die gleiche Richtung." Eine neue Verkleidung wird auch in Australien nicht zu sehen sein: "Wir beschäftigen uns momentan mit anderen Dingen", stellt der Teammanager klar.

Insgesamt hinterließ Honda auf Phillip Island einen besseren Eindruck, wobei es im Gegensatz zu Sepang kaum Kurven gibt, wo aus niedriger Geschwindigkeit beschleunigt wird. Die erste Beschleunigungsphase am Ausgang von langsamen Kurven war bisher die größte Baustelle. Rundenzeiten standen nicht im Fokus, obwohl Marquez mit 1:29.497 Minuten Bestzeit aufstellte und der Konkurrenz zeigte, dass man Honda nie abschreiben darf.


Fotos: Honda, MotoGP-Test in Phillip Island, Mittwoch


Der Weltmeister sagt über sein Arbeitspensum: "Wir arbeiteten viel mit dem Motor, der anders ist als jener, den wir im Vorjahr in Phillip Island verwendet haben. Das bedeutet, dass wir am Vormittag alles neu einstellen mussten und ich viel Zeit an der Box verbrachte. Am Nachmittag fanden wir dann eine Basis für die Elektronik, aber in diesem Bereich müssen wir noch mehr arbeiten", mahnt Marquez seine Ingenieure.

Rossi: Marquez ist die Referenz

Im Yamaha-Lager wurde der Speed des Weltmeisters genau beobachtet. Valentino Rossi meint, dass Marquez sehr konstant fährt und viel mit einem gebrauchten Reifen für die Renndistanz arbeitet. "Ich denke, er ist die Referenz", schätzt Rossi seinen Gegner ein. Marquez äußert sich auf alle Fälle positiver als noch vor zwei Wochen: "Ich bin schnell, aber so wie in Malaysia wollen wir alle Bereiche doppelt überprüfen. Wir arbeiteten auch am Setup und es war insgesamt ein positiver Tag."

Für Teamkollege Pedrosa ist der Test eine Rückkehr nach Phillip Island, denn im vergangenen Oktober war er verletzungsbedingt nicht in Australien. "Deshalb benötigte ich ein paar Runden, um mich einzustellen, aber das erste Gefühl war gut genug", berichtet der Routinier. "Heute haben wir nicht so viel an der Elektronik gearbeitet, sondern uns mehr auf die Einstellung der Vordergabel konzentriert. Morgen widmen wir uns der Elektronik, damit ich ein gutes Basissetup finde. Ich hoffe, wir machen einen weiteren Fortschritt, weil uns das auf jeder Strecke helfen wird."

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