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"Gigi ist der Boss": Die Rollenverteilung im MotoGP-Programm von Ducati

Davide Tardozzi mag das Ducati-Programm in der Motorrad-WM als Teammanager leiten, der eigentliche Anführer ist für ihn aber einer, der eigentlich Techniker ist

(Motorsport-Total.com) - Wenn die TV-Kameras bei einem MotoGP-Rennen in die Ducati-Box schwenken und dort Szenen des Jubels oder aber der Enttäuschung einfangen, sind häufig drei Personen zu sehen: Paolo Ciabatti, Davide Tardozzi und Luigi "Gigi" Dall'Igna. Wie aber sind die Rollen der Ducati-Führungskräfte eigentlich genau verteilt?

Paolo Ciabatti, Davide Tardozzi, Luigi "Gigi" Dall'Igna

Das Ducati-Dreigestirn Paolo Ciabatti, Davide Tardozzi, Gigi Dall'Igna, mit Jack Miller Zoom

Ist Ciabatti, der als Ducati-Sportdirektor tätig ist, der eigentliche Boss? Oder ist es Tardozzi, der es in seiner aktiven Karriere als Rennfahrer auf fünf Siege in der Superbike-WM (WSBK) gebracht hat und der seit Jahren das MotoGP-Projekt von Ducati auf dem Posten des Teammanagers leitet? Oder ist es Dall'Igna, der Leiter von Ducatis Rennabteilung, die weltweit als Ducati Corse bekannt ist?

Für Tardozzi (im Titelbild in der Mitte) ist die Rollenverteilung klar. "Wir sind zu dritt, aber Gigi ist der Boss. Er ist der Manager des Ganzen, obwohl er eigentlich ein Techniker, ein Ingenieur, ist. Er konzentriert sich vor allem auf die technische Entwicklung des Bikes", erklärt der Ducati-Teammanager im offiziellen MotoGP-Podcast 'Last on the Brakes'.

Luigi

Luigi "Gigi" Dall'Igna Zoom

"Paolo", spannt Tardozzi den Bogen zu Ciabatti, "ist als Sportdirektor derjenige, der sich um die Verträge, um die Kommunikation und um das Marketing kümmert. Verträge, sowohl mit Sponsoren als auch mit Fahrern, laufen über ihn".

Paolo Ciabatti

Paolo Ciabatti Zoom

Und was macht Tardozzi selbst? "Ich kümmere mich mehr um das Team, das heißt um die Mechaniker, um Reiseangelegenheiten und um was auch immer im Umfeld des Teams anfällt".

Davide Tardozzi

Davide Tardozzi Zoom

Vereinfacht ausgedrückt erklärt Tardozzi die Rollenverteilung bei Ducati so: "Ich bin der Kerl in der Box. Paolo ist derjenige, der sich um das Geld kümmert. Und Gigi ist derjenige, der es uns erlaubt, dieses oder jenes zu tun. Er ist der Boss, vor allem aber der technische Leiter. Unterm Strich aber sprechen wir alle zusammen. Gigi ist der Boss, aber wir alle teilen unsere Eindrücke."

Übrigens: Tardozzis aktuelle Amtsphase als Ducati-Teammanager in der MotoGP-WM ist nicht seine erste in Bologna. Einige Jahre nach dem Ende seiner aktiven Rennfahrerkarriere war er als Ducati-Teammanager in der Superbike-WM tätig und federführend an mehreren WM-Titeln beteiligt. Zwischen seinen zwei Amtszeiten bei Ducati war Tardozzi in der Superbike-WM als BMW-Teammanager tätig.

Seine fünf Rennsiege als Fahrer in der Superbike-WM erzielte Tardozzi aber weder auf einer Ducati noch auf einer BMW. Die fünf Siege kamen allesamt 1988, in der ersten WSBK-Saison der Geschichte, auf einer Bimota zustande. Den Anfang machte dabei der Triumph am 3. April in Donington, beim ersten Rennen überhaupt in der Geschichte der Superbike-WM.

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