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Ex-Teamchef sieht Michael van der Mark nicht in der MotoGP

Ronald ten Kate traut Michael van der Mark den Aufstieg in die MotoGP nicht zu: Hat sich der 24-Jährige mit dem Wechsel zu Yamaha verpokert?

(Motorsport-Total.com) - Ex-Supersport-Weltmeister Michael van der Mark galt jahrelang als potenzieller MotoGP-Aufsteiger, doch Hondas Interesse nahm über die Jahre immer mehr ab. Schlussendlich entschied sich der schnelle Holländer im Sommer 2016 für einen Wechsel zu Yamaha und schielt seitdem auf die Plätze bei Tech 3. Die starken Leistungen von Johann Zarco und Jonas Folger dürften aus van der Marks Sicht aber keine Hilfe sein.

Michael van der Mark

Michael van der Mark gelang mit der Yamaha R1 noch kein Podium Zoom

Wechselte van der Mark zu Yamaha, um bessere Chancen zu haben, in die MotoGP aufzusteigen? "Vielleicht war es ein Grund für ihn", grübelt Crescent-Yamaha-Teamchef Paul Denning im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Natürlich möchte er seine Karriere voranbringen. Er ist noch sehr jung. Ich bin gespannt, ob er sich in den kommenden Jahren zum dominanten Fahrer in der Superbike-WM entwickelt und dann von Yamaha eine Chance bekommt. Das wäre toll für ihn. Aber es dürfte im Moment nicht sein größtes Ziel sein."

Ohnehin möchte der langjährige Honda-Pilot den möglichen Aufstieg in die MotoGP nicht als Motivation für den Wechsel zu Yamaha gelten lassen. "Meine Motivation war eine andere", stellt er klar. "Ich wollte mit anderen Leuten zusammenarbeiten und suchte eine neue Herausforderung. Ich fuhr sehr viele Jahre für das Ten-Kate-Team und wollte einen Neustart hinlegen. Ich war vom Potenzial der Yamaha überzeugt. Ich hatte das Gefühl, etwas Neues starten zu müssen."


Fotos: Superbike-WM in Assen


"Als Fahrer muss man sich immer darauf konzentrieren, Rennen und Meisterschaften zu gewinnen. Ich möchte hier Rennen gewinnen und um die Meisterschaft kämpfen. Doch wenn sich eine sehr gute Chance bietet, dann würde ich natürlich gern in die MotoGP wechseln. Ich hoffe, dass ich zuerst in der Superbike-WM erfolgreich sein kann und danach eine MotoGP-Chance erhalte", berichtet uns der Holländer.

Michael van der Mark

Michael van der Mark sprach mit Yamaha über einen möglichen MotoGP-Test Zoom

Teamkollege Alex Lowes durfte im vergangenen Jahr die Yamaha M1 testen und kam später durch die Verletzung von Bradley Smith zu drei Gaststarts in der MotoGP. Konkrete Planungen für einen MotoGP-Test mit van der Mark gab es aber noch nicht. "Wir haben uns darüber unterhalten. Es gibt Möglichkeiten, doch bisher wurde noch nichts bestätigt. Im Moment haben wir viel zu tun, um die R1 an die Spitze zu bringen. Ich habe den MotoGP-Test vorerst zur Seite geschoben. Doch wenn sich eine Chance bietet, dann werde ich sie nutzen", kommentiert van der Mark.

Ex-Teamchef Ronald ten Kate ist überzeugt, dass van der Mark in der MotoGP keine besonders guten Aussichten hat. Auf unsere Nachfrage, ob der 24-Jährige in die MotoGP gehört, antwortet ten Kate entschlossen: "Nein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass einer der aktuellen Superbike-Piloten in der MotoGP erfolgreich sein kann."

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