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"Endlich ein paar Punkte!": Aleix Espargaro atmet auf

Aprilia-Pilot Aleix Espargaro macht in Austin neun Plätze gut und wird Zehnter, Scott Redding kämpft mit Reifenproblemen - Privater Test soll weitere Fortschritte bringen

(Motorsport-Total.com) - Nach zwei Nullrunden in Katar und Argentinien fuhr Aleix Espargaro beim Großen Preis der USA nicht nur seine ersten WM-Punkte der Saison ein, sondern schaffte es als Zehnter auch unter die Top 10. Damit setzte sich der Spanier auf seiner Aprilia sogar gegen Ducati-Werkspilot Jorge Lorenzo durch. Und das, nachdem Espargaro von Startplatz 19 ins dritte Saisonrennen der MotoGP gehen musste.

Aleix Espargaro

Aleix Espargaro sammelte als Zehnter in Austin die ersten Punkte der Saison Zoom

"Dies ist eine Strecke, auf der größere Probleme haben als auf anderen. Am Samstag haben wir uns mit dem Set-up des Motorrads verrannt und sind am Sonntag deshalb wieder zum Standard-Bike zurückgekehrt", erklärt Espargaro. "Im Warm-up wurde ich Fünfter, ich war zwei Zehntelsekunden schneller als im Qualifying. Von so weit hinten zu starten, ist sehr schwierig, jeder ist im ersten Teil des Rennens sehr aggressiv."

Doch der Aprilia-Pilot bewahrte Ruhe, vermied Fehler und kämpfte sich Platz um Platz nach vorn. "Der Motor war heute supergut. Aber ich habe den Hinterreifen zerstört, als ich zu den Ducatis (von Tito Rabat und Jack Miller; Anm. d. R.) kam. Es war sehr schwierig, in der Gruppe zu bleiben, ich verlor viel in der Beschleunigung. Aber trotzdem ist Position zehn gut und bringt uns endlich ein paar Punkte", freut sich Espargaro.

Aprilia: Am Samstag in falsche Richtung gearbeitet

Auch Teamchef Romano Albesiano zeigt sich erleichtert: "Wir sind sehr glücklich, weil wir hier unser wahres Potenzial auf einer für uns traditionell schwierigen Strecke gezeigt haben. Nach den komplizierten Qualifikationsläufen gestern waren wir die einzigen, die den härtesten Vorderreifen gewählt haben, und die Entscheidung zahlte sich aus. Wir haben ein hervorragendes Motorrad und ein hervorragendes Team."


Fotos: Aprilia, MotoGP in Austin


Das Rennwochenende in Austin war für Espargaro dennoch voller Höhen und Tiefen. "Nach den ersten beiden Sessions hatte ich das Gefühl, dass uns auf dem Vorderrad Gewicht fehlt, weil ich zu wenig Stabilität verspürte", geht der Spanier ins Detail. "Wir arbeiteten in diese Richtung, bis wir merkten, dass es genau umgekehrt war. Wir haben zu viel am Vorderreifen gearbeitet. Manchmal ist es nicht einfach, den Unterschied zu spüren."

Mit einer besseren Ausgangsposition hätte Aprilia in Austin um einen Top-8-Platzierung kämpfen können, ist sich Espargaro sicher: "Das ist unser normales Potenzial." Zurück in Europa hofft er, dieses endlich ausschöpfen zu können. Vorher verlängert Aprilia aber seinen Aufenthalt in Amerika, um in Austin, noch einen privaten Test zu absolvieren und weiter am neuen Motor zu arbeiten. Diesen Lob Espargaro bereits jetzt.

Espargaro mit Kampfansage - Redding im Lernprozess

"Der Motor ist wirklich ein guter Schritt nach vorn. Es war das erste Rennen, bei dem ich mit maximaler Leistung kämpfen konnte. Das Motorrad ist nicht weit von den anderen entfernt. Ich konnte auf der Geraden überholen, bei den Yamahas, Hondas, Ducatis bleiben, der Unterschied war nicht sehr groß. Ich bin sehr gespannt, mit diesem Motorrad weiter zu fahren, weil ich mich stark fühle", betont der Spanier und blickt auf Jerez voraus.

"Es ist eine Strecke, die ich mag", sagt er über sein Heimrennen. "Ich kann es kaum erwarten, nach Europa zu reisen. Ich bevorzuge die europäischen Strecken, sie sind enger, haben einen anderen Asphalt. Ich bin mir sicher, dass Aprilia dort besser sein wird, und ich denke, das Niveau des Teams, des Motorrads und mein eigenes sind besser, als alle erwarten. Wir werden in den nächsten Rennen für Überraschungen sorgen."

Scott Redding

Scott Redding muss sich mit der Aprilia RS-GP erst noch anfreunden Zoom

Zu einer solchen Kampfansage lässt sich sein Teamkollege Scott Redding indes nicht hinreißen. In Austin kam er nur als Siebzehnter ins Ziel und stand damit deutlich im Schatten von Espargaro. Dass er im Rennen auf verlorenem Posten fuhr, führte Redding vor allem auf die Reifen zurück: "Ich war vorne und hinten mit der härtesten Mischung unterwegs. Sie hat am Vorderrad gut funktioniert, aber mir fehlte der Grip am Heck."

"Um ehrlich zu sein, ich habe mehr erwartet", gibt der Brite zu, "aber ich kann nicht enttäuscht sein: Aleix hat einen exzellenten Job gemacht und das zeigt, dass das Motorrad ein gutes Potenzial hat, ich muss mich nur weiter verbessern und lernen." Ähnlich äußert sich Teamchef Albesiano: "Scott befindet sich noch in einer Phase, in der er das Bike besser kennenlernen muss, um es in vollem Umfang nutzen zu können." Der Test soll dabei helfen.

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