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Defekte sorgen für zwei Aprilia-Ausfälle - Kupplung verhagelt Starts von Vinales

Defekte am Ride-Height-System sorgen für Ausfälle von Aleix Espargaro und Raul Fernandez - Maverick Vinales kritisiert die Kupplung für seine schlechten Starts

(Motorsport-Total.com) - Technische Defekte trübten die Erfolgsaussichten von Aprilia beim Grand Prix von Amerika. Sowohl Aleix Espargaro als auch Raul Fernandez schieden mit Problemen am Ride-Height-System aus. Maverick Vinales hatte sowohl im Sprint als auch im Grand Prix schlechte Starts, die er auf die Kupplung zurückführte.

Titel-Bild zur News: Aleix Espargaro

Das Ride-Height-System sorgte für den Sturz von Aleix Espargao Zoom

Als erster Aprilia-Fahrer schied Espargaro aus. Das Rennen am Sonntag dauerte für den Spanier keine einzige Runde. "Ich bin den kompletten ersten Streckenabschnitt mit abgesenktem Ride-Height-System gefahren", bestätigt er den Defekt.

Nach dem Start hat sich das System beim Bremsvorgang zu Kurve 1 nicht deaktiviert. "Als ich dann aus Kurve 12 beschleunigt habe, ist mir das Vorderrad eingeklappt. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Raul hatte das gleiche Problem."

Bei Fernandez trat das Problem in der fünften Runde auf. Er fiel ans Ende des Feldes zurück und steuerte schließlich die Box an. "Ich habe nach Lösungen gesucht, aber leider keine gefunden. Deshalb musste ich in der Box aufgeben", lautet sein Kommentar.

Die beiden Defekte traten überraschend auf, wie Espargaro sagt: "Normalerweise passiert das, wenn es super heiß ist. Aber im Sprint ist nichts gewesen. Wir haben dieses System nicht komplett unter Kontrolle. Bei den Wintertests ist es passiert, aber nicht bei den ersten beiden Rennen."

Laut dem erfahrenen Spanier hat Aprilia das Ride-Height-System über den Winter etwas modifiziert. Aber der Defekt ist dann trotzdem beim Motorrad von 2022 und von 2023 aufgetreten. Das ist auch ein Sicherheitsaspekt, wie der Sturz von Espargaro gezeigt hat.

Zwei schlechte Starts von Maverick Vinales

Mit ganz anderen Problemen hatte Vinales zu kämpfen. Schon im Sprint verlor er durch einen schlechten Start zehn Positionen. Im Hauptrennen waren es nicht so viele, aber nach der ersten Runde war der Spanier dennoch nur Zehnter.

"Schade, weil wir das Potenzial hatten, um den Sieg zu kämpfen", seufzt Vinales. "Wir müssen die Starts verbessern. Das ist klar. Es geht um die Abstimmung der Kupplung. Daran müssen wir arbeiten."

Maverick Vinales

Maverick Vinales glaubt, dass er um den Sieg hätte kämpfen können Zoom

"Die Kupplung reagiert nicht aggressiv, aber wir müssen die korrekte Einstellung bei der Elektronik für die Motorleistung finden." Vinales arbeitete sich im Rennen schließlich noch auf den vierten Platz nach vor.

Nach drei Wochenenden ist er mit 45 Punkten als WM-Vierter auch der bestplatzierte Aprilia-Fahrer. Aber Vinales ist sich bewusst, dass er schon einige Zähler verschenkt hat und weniger als 19 Punkte Rückstand haben könnte.

"Der Regen Argentiniens hat viel ruiniert, aber wir haben viel gelernt. Wir müssen uns im Regen verbessern. Es ist gut, dass das passiert ist. Das gilt auch für den Start, denn die Saison ist noch sehr lang", will er die Probleme noch nicht dramatisch sehen.

"Wir machen uns keine Sorgen, weil wir den Speed haben. Nach diesen drei Rennen sind wir auf einem guten Level. Wir sind schneller als erwartet. Wir müssen bei Saisonhalbzeit und nach der Sommerpause sehr stark sein."

Bestes Austin-Ergebnis für Miguel Oliveira

Nach einem Rennwochenende Pause gab Miguel Oliveira in Austin sein Comeback. Der Portugiese kam direkt hinter Vinales als Fünfter ins Ziel. Auch im Sprint hat er als Achter WM-Punkte gesammelt.

"Es war nicht so schlecht", fasst Oliveira sein USA-Wochenende zusammen. "Es war ein schwieriges Rennen, weil man einfach stürzen konnte. Deshalb war ich zufrieden, dass ich auf dem Motorrad sitzen geblieben bin und wirklich konkurrenzfähig war."

Miguel Oliveira, Brad Binder

Bei seinem Comeback eroberte Miguel Oliveira den fünften Platz Zoom

"Das war nach meiner Verletzung wie ein kleiner Sieg. Vor allem auf einer Strecke, die mir eigentlich nicht gefällt. Platz fünf ist ein gutes Resultat." Es war sein bestes Ergebnis, denn mit der KTM hatte er es auf dem Circuit of The Americas nie in die Top 10 geschafft.

Die Bänderverletzung bei der rechten Hüfte, die er sich beim Rammstoß von Marc Marquez in Portimao zugezogen hat, spürte er dennoch: "Die Verletzung war da, aber ehrlich gesagt hatte ich am ganzen Körper Schmerzen. Das war einfach nur eine weitere Sache."

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