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Danilo Petrucci unzufrieden: KTM kompakt wie eine Moto3-Maschine

KTM-Neuzugang Danilo Petrucci verlässt Katar ohne einen WM-Punkt: Nach dem Sturz beim Saisonauftakt wird der Italiener beim zweiten Rennen nur 19.

(Motorsport-Total.com) - Tech-3-KTM-Pilot Danilo Petrucci erlebte einen enttäuschenden Start in die MotoGP-Saison 2021. Der ehemalige Ducati-Werkspilot war beim Saisonauftakt das erste Sturzopfer und kam beim zweiten Katar-Rennen auf der 19. Position ins Ziel. Petrucci beklagt, dass die KTM RC16 zu kompakt für seine Größe ist.

Danilo Petrucci

Danilo Petrucci kritisiert die Kompaktheit der KTM RC16 Zoom

"Vielleicht bin ich zu groß für das Motorrad", grübelt Petrucci. "Ich sah mir einige Bilder an und erkannte, dass es wie auf einer Moto3-Maschine aussieht. Für ein paar Runden ist es okay, doch ich kann mich nicht mal im Windschatten der anderen Fahrer behaupten. Das ist ein Problem im Rennen, vor allem wenn der Kurs so eine lange Gerade hat wie diese Strecke."

"Wir ahnten, dass das Rennen schwierig werden könnte. Doch wir wussten nicht, dass es so schwierig wird", erklärt Petrucci. "Alle überholten mich auf der Geraden. Ich bin zu langsam. Und das ist ein Problem. Verglichen zu den anderen KTM-Piloten verlor ich immer drei Zehntelsekunden auf der Geraden."

Danilo Petrucci

Danilo Petrucci wünscht sich eine auf ihn angepasste Verkleidung Zoom

"Selbst wenn man schneller fahren kann als der Fahrer vor einem, verliert man beim Beschleunigen immer wieder Meter. Auf der Bremse musste ich immer wieder hart attackieren, um etwas Zeit aufzuholen. Doch es war für mich unmöglich, zu überholen", bemerkt der Tech-3-Pilot.

"Es war ein sehr schwieriges Rennen. Bereits im Training erkannten wir, dass ich die Reifen überhitze. Im Rennen musste ich mit dem Motorrad kämpfen", berichtet Petrucci. Doch mit einem Blick in die Topspeed-Wertung sieht die Situation gar nicht so hoffnungslos aus.


Fotos: MotoGP in Doha


Mit 347 km/h war Petrucci sogar 1 km/h schneller als Tech-3-Teamkollege. Und auch Sieger Fabio Quartararo (Yamaha) landete in der Topspeed-Wertung hinter Petrucci. Doch der Italiener ist überzeugt, dass KTM nachlegen muss. "Ich weiß nicht, ob wir eine andere Verkleidung homologieren lassen können", grübelt er.

In der Schlussphase des Doha-Grand-Prix kam es zu einer Kollision mit Honda-Pilot Takaaki Nakagami. Teile von Petruccis KTM lagen auf der Ideallinie. "Ich versuchte, ihn zu überholen", erinnert sich Petrucci an die Szene. "Taka war mit Ausnahme der Geraden langsamer als ich. Ich überholte ihn, doch auf der Geraden wurde ich immer wieder überholt. Dann machte er in der Kurve zu und ich fuhr mir meinen Winglet ab."

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