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Crutchlow: Bradl ist ein guter Testfahrer, aber nicht gut genug für Comeback

Honda-Pilot Cal Crutchlow lobt Stefan Bradls Beitrag zur Entwicklung, traut ihm aber kein Comeback zu - Zudem rechnet er hart mit Teamkollege Takaaki Nakagami ab

(Motorsport-Total.com) - LCR-Honda-Pilot Cal Crutchlow äußerte sich nach dem Trainingsauftakt in Brünn kritisch zu seinen Markenkollegen Stefan Bradl und Takaaki Nakagami. In Bradls Fall lobte Crutchlow dessen Testfahrer-Fähigkeiten, zweifelte das Können des Zahlingers aber mit Blick auf ein mögliches Comeback als Stammfahrer an.

Stefan Bradl

Stefan Bradl ist laut Cal Crutchlow nicht gut genug für die MotoGP Zoom

Zu Teamkollege Takaaki Nakagami äußerte sich der Brite noch kritischer und stellte klar, dass der Japaner in der kommenden Saison keine Werks-Honda verdient hat.

"Stefan leistet gute Arbeit. Er ist schnell und testet gut. Er liefert Informationen. Er ist aber auch ein spezieller Fahrer", bemerkt Crutchlow und stellt klar, dass er dem Deutschen kein Comeback zutraut: "Er ist nicht so gut. Er ist gut als Testfahrer. Wenn er gut genug wäre, um ein Stammfahrer zu sein, dann hätte er einen Vollzeitjob."

Angespanntes Verhältnis zwischen Crutchlow und Nakagami

Am Donnerstag überraschte LCR-Teamkollege Takaaki Nakagami mit selbstbewussten Aussagen über seine Zukunft und sprach über den Wunsch, 2020 eine aktuelle Werks-Honda zu pilotieren. "Nein, das verdient er nicht", kommentiert Crutchlow. "Im Moment kann ich nichts Gutes über ihn sagen, weil meine Beziehung zu ihm nicht gerade toll ist. Doch es ist Hondas Entscheidung. Ich denke nicht, dass er es verdient. Er kann nach den bisherigen Rennen einen fünften Platz vorzeigen."

Cal Crutchlow

Cal Crutchlow nimmt wie gewohnt kein Blatt vor den Mund Zoom

"Er ist ein Japaner. Es ist gut für ihn, eine Honda zu fahren", weiß Crutchlow, der sich über Nakagamis Verhalten ärgert: "Er beschwert sich schon das ganze Jahr über sein Motorrad und beanstandet, dass es nicht die gleiche Version ist wie unsere Maschine. Ich glaube aber, dass er mit unserer Maschine langsamer wäre als jetzt. Das steht fest."

"Er muss verstehen, wie Honda arbeitet. Wenn er alles ablehnt, dann könnte er komplett ohne einen Platz dastehen, denn in der Moto2 gibt es gute Fahrer - einer von diesen Fahrern hat bereits einen Bruder in dieser Meisterschaft", spielt er den möglichen Aufstieg von Moto2-WM-Leader Alex Marquez an.

Crutchlow kritisiert Nakagamis Ergebnisse

Was sollte Nakagami erreichen, um eine Werksmaschine zu rechtfertigen? "An jedem Wochenende um einen Platz in den Top 6 kämpfen und aufs Podium fahren, was er noch nicht geschafft hat", so Crutchlow. "Ich muss aber festhalten, dass es für ihn und die anderen Rookies im vergangenen Jahr nicht einfach war."

"Doch wenn man sich die anderen Rookies wie Mir und vor allem Fabio (Quartararo) anschaut, dann erkannt man, dass sie ihn in ihrer Rookie-Saison besiegen und er fährt seine zweite Saison auf der Maschine, die im vergangenen Jahr die Meisterschaft gewann", stichelt der LCR-Pilot gegen seinen japanischen Teamkollegen.