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Brad Binder: Guidotti bringt positive Energie ins Team

KTM-Pilot Brad Binder spricht über den Einfluss von Neuzugang Francesco Guidotti und verrät, warum er sich mit der RC16 in dieser Saison mehr denn je zutraut

(Motorsport-Total.com) - Francesco Guidotti ist noch nicht allzu lange Teil des KTM-Werksteams in der MotoGP. Gemeinsam konnte man aber schon sehenswerte Erfolge feiern. Brad Binder startete in KTM mit einem Podestplatz in die noch junge Saison. Miguel Oliveira gewann den darauffolgenden Grand Prix von Indonesien.

Brad Binder

In Katar jubelten Brad Binder (vorne) und Francesco Guidotti (hinten links) über P2 Zoom

Auch wenn erst vier gemeinsame Rennwochenende unter Guidotti als neuem Teammanager hinter ihm liegt, erkennt Binder schon jetzt einen positiven Effekt. "Francesco ist ein erstaunlicher Kerl", sagt er über den Neuzugang, der zuvor bei Pramac tätig war.

"Er ist ein wirklich freundlicher Mensch und bringt eine so positive Energie in das Team. Ich glaube, er ist auf der einen Seite ein sehr ernsthafter Mensch, aber auf der anderen Seite knüpft er persönliche Verbindungen zu jedem im Team. Ich denke, dass er definitiv eine Menge Nutzen für uns bringt und es ist eine Freude, ihn im Team zu haben", beschreibt Binder Guidottis Ankunft bei KTM.

Binder: "Fühle mich bei KTM zu Hause"

Für ihn selbst ist der österreichische Hersteller längst zu einer Art Heimat geworden. "Ja, ich bin glücklich bei KTM", betont der Südafrikaner im Gespräch mit 'Motorsport.com'. "Ich fahre seit 2015 für KTM und wir haben zusammen eine Weltmeisterschaft gewonnen, in der Moto2 um eine gekämpft und sie knapp verpasst."

"In der MotoGP habe ich meinen ersten Sieg mit KTM errungen und natürlich auch ihren ersten Sieg. Ich fühle mich bei KTM wirklich zu Hause. Ich liebe das Leben hier und dass wir das gleiche Ziel haben, nämlich eines Tages die Meisterschaft zu gewinnen."

Davon ist man zwar noch ein Stück weit entfernt, mit dem Start in die Saison 2022 ist Binder aber zufrieden. "Ja, ich bin wirklich glücklich darüber, wie es in Katar gelaufen ist. Ich fühlte mich auf Anhieb stark und konnte den zweiten Platz belegen. Ein Podium zum Saisonauftakt war also großartig", blickt er zurück.

Was ist in Europa für KTM möglich?

"In Indonesien lief es auch sehr gut. Wir waren das ganze Wochenende stark. Ich hatte mein bestes Qualifying in der MotoGP hatte. Leider gab es im Rennen kleine Probleme, aber wir haben es trotzdem geschafft, Achter zu werden - also ein wirklich gutes Ergebnis für uns, besonders bei nassen Bedingungen."


Fotos: Brad Binder, MotoGP: Grand Prix der USA (Austin) 2022


Nach einem sechsten Platz in Argentinien lief es am vergangenen Rennwochenende in Austin durchwachsen. Doch Binder ist überzeugt, dass er noch auf viele Strecken stark sein kann. "Normalerweise ist das erste Rennen für mich immer etwas schwierig", erinnert er sich. "Und sobald ich nach Europa zurückkehre, fange ich an, mich zu verbessern oder in den Schwung der Dinge zu kommen."

Nach den frühen Erfolgen, die man in dieser Saison feiern konnte, sei jetzt jeder im Team umso motivierter, sich weiter zu verbessern", versichert der 26-Jährige. "Ich bin sehr zufrieden mit der harten Arbeit, die KTM in der Vorsaison geleistet hat, und sie haben uns ein wirklich konkurrenzfähiges Paket gegeben."

Binder sieht mit RC16 "eine solide Basis"

Angesprochen auf die diesjährige KTM RC16 sieht Binder im Vergleich zu den Vorjahren eine etwas andere Herangehensweise: "Wir arbeiten einfach ein bisschen genauer an dem, was wir brauchen, anstatt ständig neue Dinge auszuprobieren."

"Ich denke, wir haben bereits einen guten Job gemacht und eine solide Basis gefunden, mit der wir auf den meisten Strecken arbeiten. Aber natürlich müssen wir nach Europa und auf ein paar andere Strecken zurückkehren, um zu bestätigen, dass es wirklich besser ist. Aber mein allgemeines Gefühl ist, dass ich jetzt in der Lage bin, vor allem über eine Runde schneller zu sein als noch im Vorjahr."

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