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Andrea Iannone: "Habe ein wenig mehr Reife als Alex Rins"

In seinem zweiten Jahr bei Suzuki will und muss Andrea Iannone sich beweisen - Wie er seine Chancen einschätzt und welche Rolle Teamkollege Alex Rins spielt

(Motorsport-Total.com) - Andrea Iannone musste nach seinem schwachen Einstand bei Suzuki viel Kritik einstecken. Der Italiener blieb hinter den eigenen Erwartungen und denen des Teams deutlich zurück. Auch weil man sich beim Motor verrannt hatte. Doch in den Wintertests für die MotoGP-Saison 2018 konnte Suzuki wieder aufzeigen. Allerdings stand Iannone dabei des Öfteren im Schatten seines jüngeren Teamkollegen Alex Rins.

Andrea Iannone

Andrea Iannone peilt in dieser MotoGP-Saison mit Suzuki Podestplätze an Zoom

Auch beim Saisonauftakt in Katar war er lange Zeit hinter Rins platziert, der in der Spitzengruppe mitkämpfte, dann allerdings stürzte und ausschied. Iannone wurde am Ende Neunter. Während sein ehemaliger Ducati-Teamkollege Andrea Dovizioso zum Sieg raste, muss er weiterhin kleinere Brötchen dabei. Noch vor zwei Jahren holte Iannone beim Großen Preis von Österreich den ersten Ducati-Sieg seit Jahren.

Eine seiner besten Erinnerungen? "Ja, mit Sicherheit, aber das ist Vergangenheit. Mit dem Wechsel von Ducati zu Suzuki ist es für mich jetzt etwas schwieriger. Aber wir arbeiten sehr hart daran, den Anschluss zu den Spitzenfahrern wiederherzustellen", sagt der Italiener. "Ich habe viele gute Erinnerungen in der MotoGP, einige Podestplätze mit Ducati, mein bester Sieg 2016, aber jetzt zählen die Gegenwart und die Zukunft."

Und für die sieht sich Iannone deutlich besser gerüstet als noch vor einem Jahr. Denn seit dem Aragon-Test im September zeigt die Formkurve bei Suzuki stetig nach oben. "Zum Ende der Saison hatten wir unseren Weg wiedergefunden und die Lücke zu den Top-Fahrern erheblich reduzieren können. Am Sonntag in Katar fehlten mir 12 Sekunden - das ist nicht wirklich viel, aber es ist viel in der MotoGP", weiß Iannone.


Fotos: Suzuki, MotoGP in Doha


Mit Blick auf seinen Teamkollegen analysiert er: "Alex blieb vor mir und war sehr nah an der ersten Gruppe. Am Ende stürzte er, weil man immer das Limit sucht, man riskiert viel. Ich denke, ich habe ein wenig mehr Reife im Moment. Wenn ich denke, dass die Situation nicht bei 100 Prozent ist, versuche ich, sie irgendwie zu meistern, das Rennen zu beenden, um zumindest ein paar Punkte zu sammeln. Das ist anders."

Dennoch hofft natürlich auch Iannone, bald in die Spitzengruppe vordringen und um Podestplätze kämpfen zu können. "Alles ist möglich. Ich denke, wir haben noch viel vor uns und ich versuche immer. mein Bestes, meine 100 Prozent zu geben. Sicher will das ganze Team das und wir versuchen dieses Jahr, ein paar Podestplätze zu bekommen." Das gelang zuletzt Maverick Vinales, der 2016 mit Suzuki sogar einmal siegte.

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