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  • 12.09.2015 19:43

  • von Ruben Zimmermann & David Emmett

Analyse: Dreikampf, Duell oder Lorenzo-Alleingang in Misano?

Jorge Lorenzo hat in Misano alle Trümpfe in der Hand - Wenn er nicht wegfahren kann, droht allerdings ein Dreikampf mit Marc Marquez und Valentino Rossi

(Motorsport-Total.com) - Der Große Preis von San Marino scheint nach dem Qualifying alle Zutaten für ein tolles Rennen zu bieten. Mit Jorge Lorenzo, Marc Marquez und Valentino Rossi stehen die drei Topfavoriten in der ersten Startreihe und auch das Wetter scheint einem spannenden Dreikampf dieses Mal keinen Strich durch die Rechnung zu machen. Die große Frage ist allerdings, ob es überhaupt zu einem Kampf um dem Sieg zwischen dem Spitzentrio kommen wird.

Denn wieder einmal scheint Jorge Lorenzo eine etwas bessere Rennpace als seine beiden Rivalen zu haben. Im vierten Freien Training (zum Ergebnis) konnte der Spanier als einziger Pilot tiefe 1:33er-Zeiten fahren. Marquez und Rossi führen lediglich mittlere 1:33er-Zeiten. "Jorges Pace scheint etwas besser zu sein und Marc und ich haben eine sehr ähnliche", ist sich auch Rossi bewusst.

"Zwischen heute und morgen kann sich allerdings alles verändern", weiß der Italiener jedoch. Nicht umsonst gilt der neunmalige Champion als "Sonntagsfahrer", der am Renntag gerne noch einmal das ein oder andere Zehntel finden kann. Marquez erklärt derweil: "Mein Rhythmus ist dem von Jorge sehr ähnlich. Ich werde also versuchen, dicht an ihm dranzubleiben."

Denn wenn sich an der Pace der drei Toppiloten nichts mehr ändern sollte, dann dürfte Lorenzo alle Trümpfe in der Hand halten. Der Spanier ist dafür bekannt, ein Rennen vom Start weg zu dominieren. Gewinnt er also den Start gegen Marquez und Rossi, könnte das Rennen bereits früh entschieden sein. Marquez ergänzt währenddessen: "Wir dürfen Dani nicht vergessen, sein Rhythmus ist gut."

Tatsächlich fuhr Dani Pedrosa in FP4 ähnliche Zeiten wie Marquez und Rossi, allerdings waren diese nicht so konstant. Daher bleibt abzuwarten, ob der Spanier am Sonntag schnell einen guten Rhythmus finden kann. Gelingt ihm dies, könnte er Marquez und Rossi ärgern - und möglicherweise sogar Lorenzo. "Wir haben eine Menge mit den Reifen gearbeitet und verschiedene Setups ausprobiert", berichtet Pedrosa.

"Wir müssen morgen noch an ein paar Kleinigkeiten arbeiten, aber ich denke, dass der Start morgen entscheidend sein wird", weiß der Honda-Pilot, der ebenfalls einen Alleingang von Lorenzo fürchtet. Außerdem könnte der Reifenverschleiß in Misano eine große Rolle spielen. Der Asphalt ist extrem aggressiv, was in dem langen Rennen vor allem bei Honda für Probleme sorgen könnte.

Trotzdem scheint für die Reifenwahl der Toppiloten bereits festzustehen: Hinten werden wohl alle auf den Medium-Pneu setzen, da die Performance des harten Reifens nicht gut genug ist. Lediglich beim Vorderreifen könnte es Unterschiede geben. Hier sind sowohl die Mischungen Medium als auch Hard im Rennen. Letztendlich werden wohl auch die Temperaturen eine wichtige Rolle bei der Wahl spielen.

Ducati wird mit der Vergabe der Podestplätze derweil wohl nichts zu tun haben. Andrea Dovizioso und Andrea Iannone starten nur von den Positionen sieben und acht und haben eine denkbar schlechte Ausgangsposition. Auch die Pace scheint nicht hoch genug zu sein, um mit den Top 4 mitzuhalten. Aus eigener Kraft wird man vor den heimischen Fans daher wohl nicht auf dem Podium feiern dürfen.

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