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  • 15.02.2013 · 17:05

Alt in Valencia: Leidenszeit im Hotelzimmer

Der Kiefer-Pilot lag mit einer fiebrigen Mittelohrentzündung flach - Stallgefährte Toni Finsterbusch freut sich, dass die neue KTM für seine Größe besser passt

(Motorsport-Total.com) - In den letzen drei Tagen fand für Kiefer Racing der erste Schlagabtausch bei den offiziellen IRTA-Tests der Klasse Moto3 im spanischen Valencia statt. Nachdem man mit Toni Finsterbusch und Florian Alt kurz zuvor in Cartagena einen privaten Rollout absolviert hatte, war man darauf gespannt, wo man im direkten Vergleich mit den Gegnern stand. Technisch lief es besser als noch beim Rollout. Die ersten Kinderkrankheiten waren bewältigt. Allerdings erwischte es diesmal einen der Fahrer.

Florian Alt

Florian Alt hatte es in Spanien gesundheitlich mächtig gebeutelt Zoom

Florian Alt fuhr zwar am ersten Tag zwar noch mit seiner neuen Kalex-KTM, aber schon gegen Mittag stellte sich heraus, dass es nicht weitegeht. Er kämpfte noch immer mit einer Erkältung, die er mit nach Spanien gebracht hatte. Daher beschloss Kiefer, ihn an den zwei folgenden Tagen nicht auf das Motorrad zu setzen. Für einen jungen Fahrer wie ihn trotz Einsicht die Höchststrafe. Alt hofft nun auf die nächsten Tests am kommenden Dienstag bis Donnerstag in Jerez de la Frontera.

Finsterbusch plagten Getriebeprobleme

Der zweite Mann im Team, Finsterbusch, kam allerdings um einiges mehr zum Fahren. Er absolvierte in drei Tagen 108 Runden auf seiner neuen Kalex-KTM und konnte sich so einen ersten Überblick über das Potential seines Motorrades verschaffen. Natürlich hätte man mit zwei Fahrern sicher noch einiges mehr an Abstimmungsdaten herausgearbeitet, aber daraus wurde nichts. Das ganze Team hofft auf den nächsten Test und darauf, dass die neue Saison endlich mal reibungslos starten kann.

Am dritten Tag zeigte sich bei steigenden Außentemperaturen auch ganz deutlich, dass die Rundenzeiten im Gegensatz zum letzten Jahr um einiges schneller wurden. Den Hauptanteil dabei wird man der Weiterentwicklung der Moto3-Maschinen zuschreiben können, welche aktuell in die erst zweite Saison gehen. "Der Test war in Ordnung, wir haben viel gelernt. An den ersten zwei Tagen kamen wir nicht so viel zu fahren, da hatten wir ein paar Probleme mit dem Getriebe, das kostete etwas Zeit", bilanziert Finsterbusch.

Der Leipziger weiter: "Dann lief es problemlos und ich fuhr mehr als an den beiden Tagen zuvor. Dabei haben wir verschiedenes am Fahrwerk ausprobiert und ich bin eigentlich ganz zufrieden. Ich habe keine extra schnelle Rundenzeit gejagt und kann ganz glücklich sein. Das Motorrad ist für mich mit meiner Größe viel angenehmer als die, die ich bisher gefahren bin. Es macht Spaß und es steckt noch einiges an Potential drin. Jerez kenne ich nicht so besonders gut, aber dennoch werden wir versuchen, ein paar Schritte nach vorne zu machen."

Alt braucht dringend Fahrpraxis

Alts zieht eine gemischte Bilanz: "Cartagena war ganz gut, ich war da zwar auch krank, aber es hat ganz gut geklappt. Jetzt habe ich leider eine Mittelohrentzündung und Fieber. Das Hotel ist einen Kilometer weg und ich höre die ganze Zeit die Motoren und das ist ziemlich blöd", spricht die Nachwuchshoffnung über die Sehnsucht nach seinem Bike. Er hadert wegen seines Gesundheitspechs: "Die Tests wären sehr wichtig gewesen, das Wetter war optimal, das ist echt schade."


Fotos: Moto3 in Valencia


"Das Motorrad fühlt sich bisher sehr gut an, auch der Motor läuft sehr gut. Wir hatten ein paar kleine Probleme mit dem Getriebe, aber ich denke das bekommen wir hin", so Alt, der schon mit den Hufen scharrt: "Jetzt kann ich die Tests nächste Woche in Jerez gar nicht erwarten." Stefan Kiefer erklärt: "Insgesamt war das kein so leichter Test für uns. Florian ist schon seit Cartagena richtig krank und war hier nicht in der Lage zu fahren. Gerade bei ihm, wo er als Moto3-Neuling doch dringend Kilometer benötigt."

Positiver sieht der Teammanager den Tests Finterbuschs: "Toni dagegen kommt reichlich zu fahren. Wir sind bei ihm mit der Rundenzeit zwar noch im hinteren Mittelfeld, aber wir haben den Anschluss nach vorne. Da bin ich zuversichtlich, dass es noch etwas vorwärts geht. Die Technik funktioniert soweit, das Motorrad läuft ganz gut. Jetzt hoffe ich, dass wir nächste Woche in Jerez dort weitermachen. Aber vor allem, dass Florian wieder fit ist und auch er richtig loslegen kann", sendet Kiefer Genesungswünsche.

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