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Startproblem: Marcel Schrötter betreibt Schadensbegrenzung in Australien

Von Startplatz zwei bis ganz ans Ende des Feldes: Marcel Schrötter erlebt einen desaströsen Start in Australien - Aufholjagd bis auf Rang sieben zeigt Potenzial

(Motorsport-Total.com) - Schon vor dem Start des Moto2-Rennens auf Phillip Island waren alle Sieghoffnungen von Marcel Schrötter verflogen. Der Deutsche konnte seine Kalex-Maschine nicht starten, musste von Startplatz zwei in die Boxengasse und dem Feld in der ersten Runde hinterherjagen. Das technische Problem hielt ihn von einer beeindruckenden Aufholjagd nicht ab. Schrötter beendete das Rennen als Neunter, sechs Sekunde hinter Sieger Brad Binder.

Marcel Schrötter

Von ganz hinten schafft Marcel Schrötter noch Position neun Zoom

"Keiner weiß genau, warum das Motorrad nicht anging. Diese Startprobleme gibt es immer wieder in der Moto2, auch in den Trainings, wie gestern bei Oliveira. Es ist uns schon lange nicht mehr passiert, dass das Motorrad nicht angesprungen ist. So etwas passiert ganz selten oder nie in den Trainings und dann passiert es ausgerechnet im Rennen", ärgert sich der 25-Jährige über das Missgeschick.

Er spricht von "großem Pech" und Enttäuschung, denn für das Startproblem könne er niemandem die Schuld zuweisen. "Das hat man kaum unter Kontrolle. Man versucht das Problem und die Gefahr so minimal wie möglich zu halten, aber es passiert." Vom aussichtsreichen zweiten Startplatz wurde er in nur wenigen Minuten vor dem Start ans Ende des Feldes gespült.

Startproblem wird zu Befreiungsschlag: "Druck fällt ab"

Schrötter ist bekannt für seine schwache Startphase, die ihm zuletzt auch in Japan wieder ein Podium kostete. Diesmal wirkte das Chaos vor dem Erlöschen der Ampel jedoch fast wie ein Befreiungsschlag. "Wenn man dann von ganz hinten startet, ist es ein komplett anderes Rennen. Man hat nichts zu verlieren, der Druck fällt ab, aber dann will man es erst recht beweisen und das habe ich auch versucht." Schon in der ersten Runde hatte der Intact-Pilot zehn Positionen aufgeholt.

Nach zehn Runden war er bereits auf dem Weg in die Top 10. Er lieferte sich ein hartes Duell mit den WM-Kontrahenten Miguel Oliveira und Francesco Bagnaia. "Ich glaube, ich war auf einem guten Weg, aber dann ist mir ein Fehler passiert, weil ich ein Problem mit dem Getriebe hatte und der Gang nicht reingegangen ist. Das ist ausgerechnet in einer der schnellsten Kurven, Ende Start-Ziel, passiert. Gott sei Dank bin ich auf der Strecke geblieben." Dadurch verlor er viel Zeit und zwei Positionen.

"Hätte ich diese vier Sekunden nicht verloren, wäre ich irgendwo inmitten der vorderen Gruppe gewesen. Selbst mit diesem Startplatz hätten wir noch mehr herausholen können, aber der eine Fehler ist eben passiert", bedauert Schrötter. Er kann nach Trainingsbestzeiten und der Schadensbegrenzung im Rennen ein dennoch positives Resümee ziehen: "Nichtsdestotrotz hatten wir wieder ein gutes Rennwochenende und ich bin mir sicher, dass wenn wir so weiter machen, es auch an einem Sonntag mal wieder klappt."

Intact-Teammanager Jürgen Lingg durfte sich nicht nur über Rang sieben von Schrötter sondern auch den dritten Platz von Xavi Vierge freuen. Es war das zweite Podium des Spaniers in dieser Saison. "Bei Marcel war es schade, weil er die gleiche Pace hatte, was man auch von den Rundenzeiten her gesehen hat. Leider ist das Motorrad nicht angesprungen beim Start. So etwas kann passieren, das sieht man immer wieder und jetzt hat es uns erwischt. Das ist natürlich sehr ärgerlich, aber das müssen wir abhaken und uns auf Malaysia konzentrieren." Nachsatz: "Da wird das Motorrad wieder anspringen und dann machen wir das wieder gut."

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