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Moto2-Rennen Assen: Fernandez gewinnt, Schrötter stürzt in Führung liegend

Augusto Fernandez triumphiert eine Woche nach seinem Sieg am Sachsenring auch in Assen und schließt in der WM auf - Marcel Schrötter versenkt die Siegchance im Kies

(Motorsport-Total.com) - Back-to-Back-Sieg für Augusto Fernandez: Der Kalex-Pilot aus dem Ajo-Team hat nach dem Sachsenring auch das Moto2-Rennen in Assen gewonnen. Für den Spanier ist es der dritte Saisonsieg. In der WM zog er mit Celestino Vietti gleich: Beide stehen nach der ersten Saisonhälfte bei 146 Punkten.

Augusto Fernandez

Augusto Fernandez hat die Lücke zu Celestino Vietti in der WM geschlossen Zoom

"Das war ein hartes Stück Arbeit! Das Rennen hat Spaß gemacht, aber einfach war es nicht", gibt Fernandez zu. "Ich wollte eigentlich früh eine kleine Lücke aufmachen, aber das war nicht möglich. Die Jungs waren so schnell. Ich habe dann einfach auf den richtigen Moment gewartet und mir einen nach dem anderen geschnappt."

Das Podium in Assen komplettierten Ai Ogura - in der WM nur einen Punkt zurück - und Jake Dixon. Marcel Schrötter, der das Rennen zwischenzeitlich anführte, stürzte.

Schrötter mit starker Startphase

Auf trockener Strecke hielt sich beim Start in die 24 Rennrunden zunächst Polesetter Dixon an der Spitze, gefolgt von Teamkollege Albert Arenas. Sam Lowes, gestartet von Platz drei, kam in Kurve 1 von der Strecke ab und reihte sich Ende des Feldes ein.

Noch im Verlauf der ersten Runde überholte Boscoscuro-Pilot Alonso Lopez das Aspar-Duo und ging in Führung. Schrötter reihte sich nach einer starken Startphase an vierter Stelle ein. Ogura, zunächst direkt dahinter, fiel nach einem Beinahe-Crash zurück.

Nach drei Runden bildete sich hinter den Top 4 bereits eine erste Lücke. Doch Fernandez konnte den Anschluss rasch wiederherstellen. Für Arenas ging es in dieser Phase rückwärts: Er fiel hinter Schrötter zurück, der sich kurz darauf auch Platz zwei von Dixon schnappte und damit erster Verfolger von Lopez war.

Traum vom deutschen Sieg zerplatzt

Vietti musste sich nach einem schlechten Start von Platz elf erst wieder vorkämpfen. Nach fünf Runden drang der Italiener erstmals in die Top 10 vor. Auf die Spitze hatte er da aber bereits mehr als drei Sekunden Rückstand.

Dort übernahm Schrötter in Runde acht die Führung. Er zog eine Gruppe von sieben Fahrern hinter sich her, darunter auch Lokalheld Bo Bendsneyder, der sich bei seinem Heim-Grand-Prix auf Platz sechs in Schlagdistanz hielt.

Schrötter blieb bis Runde zwölf vorn, rutschte dann aber in Kurve 5 übers Vorderrad weg und musste seine Hoffnung auf den ersten Grand-Prix-Sieg begraben. Arenas, zu dem Zeitpunkt Schrötters erster Verfolger, übernahm die Führung, mit Lopez, Fernandez, Dixon und Bendsneyder im Schlepptau.

Auch Beaubier und Arenas stürzen

Dahinter waren auch Tony Arbolino und Cameron Beaubier Teil der Spitzengruppe. Vietti kam ihnen mit jeder Runde näher. Und auch Ogura hatte aufgeholt und war dran.

Bei acht verbleibenden Runden wechselte die Führung von Arenas auf Fernandez. Beide konnten sich etwas absetzen, auch weil dahinter hart um die Positionen gekämpft wurde. Doch Dixon gelang es, die Gruppe wieder heranzuführen.

Vier Runden vor Rennende stürzte Beaubier in Kurve 1 und verabschiedete sich aus dem Kampf ums Podium. Fernandez hielt sich an der Spitze und konnte einen Vorsprung aufbauen, während Dixon, Ogura, Arenas, Vietti und Bendsneyder allesamt noch Chancen auf einen der restlichen Podestplätze hatten.

Im vorletzten Umlauf machte sich Arenas diese Chance mit einem Sturz dann aber zunichte. Fernandez blieb hingegen fehlerlos und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Dahinter wurde es zwischen Ogura, Dixon und Vietti noch einmal richtig eng.

Im Ziel trennten die Drei nur eine Zehntelsekunde. Vietti verpasste das Podest am Ende um drei Hundertstel. Bendsneyder beendete sein Heimrennen als starker Fünfter. Lopez musste in der Schlussphase deutlich abreißen lassen und wurde Sechster.

Tony Arbolino, Joe Roberts, Manuel Gonzalez und Filip Salac komplettierten die Top 10. Insgesamt 22 Fahrer kamen ins Ziel. Zu den Sturzpiloten zählte auch Lowes, der nur wenige Runde nach seinem schlechten Start im Kiesbett landete. Für den Briten war es bereits der sechste Ausfall in dieser Saison.

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