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  • 05.11.2011 20:27

Bradl holt die Moto2-Krone nach Deutschland

Vier Siege und sieben weitere Podestplätze haben gereicht: Stefan Bradl ist neuer Moto2-Weltmeister - Teammanager Stefan Kiefer kann es kaum glauben

(Motorsport-Total.com) - Stefan Bradl und das Kiefer-Team sind Weltmeister in der Moto2-Klasse. Zum ersten Mal hat damit seit 1993 im Grand-Prix-Sport wieder ein Deutscher die Startnummer 1 eingefahren. Bradl steht bereits am Samstag als Weltmeister fest, da sein einzig verbliebener Konkurrent, Marc Marquez, den Start beim Saisonfinale in Valencia zurückziehen musste.

Stefan Bradl

Vier Siege und sieben Podestplätze haben Stefan Bradl gereicht Zoom

Bereits beim vorletzten Lauf der Saison in Sepang/Malaysia musste Marquez auf den Start verzichten. Bei einem Trainingssturz hatte er sich Verletzungen zugezogen, welche die Sicht beeinträchtigten. Diese Probleme hielten bis zum aktuellen Wochenende an und das Monlau-Team entschied, Marquez nicht an den Start zu schicken.

Schon im Vorfeld des Wochenendes hatte es diesbezügliche Mitteilungen gegeben, doch erst am heutigen Samstag, um 15:55 Uhr, war mit Fallen der Zielflagge im Qualifying der Moto2-Klasse klar, dass Bradl den Titel sicher hat. Der 21-Jährige aus Zahling gewann in dieser Saison vier WM-Läufe (Katar, Portugal, Catalunya und Großbritannien) und stand sieben weitere Male auf dem Podest (Frankreich, Italien, Deutschland, Tschechische Republik, San Marino, Australien, Malaysia).

Das heutige letzte Qualifikationstraining der Moto2-Saison 2011 beendete Bradl als Vierter. Bei zunächst trockenen Bedingungen umrundete er den Circuit Ricardo Tormo in 1:37.870 Minuten. Nach wenigen Minuten des Qualifyings setzte Regen ein und es waren keine Zeitverbesserungen mehr möglich. Morgen möchte sich Bradl weltmeisterlich aus der Saison verabschieden und noch einen Sieg ins Visier nehmen.

Bradl dankt seinem Team

"Es dauert noch ein wenig, bis dass einmal richtig reingeht, bis ich etwas Zeit für mich habe, um das realisieren zu können", sagt Bradl. "Aber es ist unglaublich. Auf einen Schlag ist es da. Leider Gottes wurde das nicht auf der Rennstrecke entschieden, aber das ist einfach so. Ich bin sehr, sehr glücklich. Ich bedanke mich beim Team, bei den ganzen Sponsoren, bei allen, die mich unterstützt haben."

"Jetzt Weltmeister zu sein, nach so einer langen Durststrecke in Deutschland, ist natürlich etwas ganz besonderes für mich. Ich kann einfach nur Danke sagen, das ist so ein tolles Gefühl. Es wird noch etwas dauern, bis ich das realisiert habe. Es ist schade, dass Marc Marquez nicht starten konnte, das tut mir ehrlich leid. Die letzten zwei Rennen konnte er wegen seiner Verletzung nicht mitfahren."

"Ich habe aber die ganze Saison über immer auf mich geschaut und habe mich ganz gut und konstant unter den Top-Fahrern aufgehalten", findet der neue Champion. "Wir haben eine tolle Saison hingelegt. Am Schluss ist es natürlich immer das Beste, den Titel auf der Strecke einzufahren, aber es ist jetzt so wie es ist und ich hoffe morgen auf ein gutes Rennen. Das Ziel ist es, so weit wie möglich vorn anzukommen."

Kiefer blickt auch 30 Jahre Rennsport zurück

Teammanager Stefan Kiefer ergänzte: "Seit über 30 Jahren ist unsere Familie rennsportverseucht. Ich bin selbst Ende der 80er, Anfang der 90er Motorradrennen gefahren. Irgendwann haben wir uns dann entschlossen, junge Fahrer zu unterstützen. Das ging 1995 los. Zu dem Zeitpunkt haben wir gar nicht damit gerechnet oder es uns vorgenommen, Deutscher Meister oder Weltmeister zu werden."

"Wir haben einfach gesagt: Wir wollen jungen deutsche Talente fördern", fährt Kiefer fort. "So ging das dann Step-by-Step. Wir waren Deutscher Meister, Vize-Europameister und jetzt sind wir seit neun Jahren in der MotoGP und haben es geschafft, Weltmeister zu werden. Das hätten wir nie geglaubt, dass wir das je schaffen würden, ganz ehrlich. Ich kann das noch gar nicht richtig in Worte fassen, das ist auf jeden Fall ein super-schönes Erlebnis."

"Das ist das, wovon jeder träumt, und es gibt eigentlich nichts besseres", ist sich der Teammanager sicher. "Naja, vielleicht ein bisschen: MotoGP-Weltmeister. Aber was wir jetzt erreicht haben, das ist schon immens viel. Ich glaube, da können alle Motorradfahrer aus Deutschland sehr stolz sein und ich hoffe, dass das etwas Bewegung in die Sparte bringt."

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