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Aki Ajo: Danny Kent vergeudet sein Talent

Vom MotoGP-Kandidat zum Moto2-Hinterbänkler: Der ehemalige Moto3-Weltmeister fiel nach der Saison 2015 in ein Loch und sucht 2018 den Anschluss

(Motorsport-Total.com) - Die Karriere von Danny Kent verlief holprig. Nach einer soliden Moto3-Saison 2012, in der er zwei Rennen gewann, führte der Weg in die Moto2, in der er überhaupt nicht zurechtkam. Nach der Rückkehr in die Moto3 suchte Kent 2014 den Anschluss und überraschte 2015 seine Kritiker mit dem WM-Titel. Kent bekam Angebote aus der MotoGP, lehnte diese aber ab. Er wollte es noch einmal in der Moto2 versuchen und danach in die Königsklasse aufsteigen. Doch eine weitere enttäuschende Saison schreckte die MotoGP-Manager ab.

Danny Kent

Die Karriere von Danny Kent gleichte zuletzt einer Achterbahnfahrt Zoom

Kent beendete die Moto2-Saison 2016 auf Position 22 der Fahrerwertung. Obwohl der Brite im Gegensatz zum ersten Anlauf in der Moto2 Spitzenmaterial erhielt, verfehlte er die gesteckten Ziele deutlich. Ursprünglich wollte der Brite in der zweiten Saisonhälfte Rennen gewinnen. In 17 Rennen sammelte er magere 35 WM-Punkte. Doch Kiefer bot ihm 2017 eine weitere Chance. Diese nutzte Kent nicht, denn bereits beim dritten Rennevent der Saison verkündete er noch vor dem Rennstart die Trennung. Im späteren Saisonverlauf kam der ehemalige Moto3-Champion als Ersatzfahrer in der Moto3 und in der Moto2 zum Einsatz, konnte sich aber nicht besonders stark in Szene setzen.

In der neuen Saison greift Kent erneut in der Moto2 an. Er wird für Speed Up antreten. Es könnte seine letzte Chance auf der WM-Bühne sein. Meistermacher Aki Ajo weiß aus der gemeinsamen Zeit bei KTM und Husqvarna, wie Kent tickt. Der Finne verfolgt die Karriere seines ehemaligen Schützlings sehr genau und bedauert, dass Kent momentan in einem Tief steckt.

Danny Kent

Danny Kent gewann 2015 die Moto3-WM und liebäugelte bereits mit der MotoGP Zoom

"Zuerst einmal muss ich betonen, dass Danny ein riesiges Naturtalent ist. Man sieht, dass es in Dannys Karriere immer wieder Höhen und Tiefen gab. Vermutlich ist das seine Schwachstelle", grübelt Ajo im Gespräch mit 'Crash.net'.

"Er zeigte nie eine komplett gute Saison. Selbst in dem Jahr, in dem er Weltmeister wurde, war er zu Beginn unglaublich gut, doch am Ende der Saison nicht mehr. Das ist wohl Dannys Schwäche", stellt Ajo fest, der 2015 mit Miguel Oliveira gegen Kent kämpfte.

"Ich kenne den Grund nicht, doch ich hoffe, dass er eines Tages konstant sein wird und Woche für Woche und Rennen für Rennen ein Level erreicht, das seinem Talent entspricht. Dann wird er schwer zu schlagen sein", prophezeit Ajo.

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