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Vorschau: Die Rallye Monte Carlo feiert 100. Geburtstag

Die Rallye Monte Carlo feiert rundes Jubiläum - Aus diesem Anlass müssen die 120 Teilnehmer zahlreiche schwierige Prüfungen bewältigen

(Motorsport-Total.com) - Der Saisonauftakt der neuen Intercontinental Rallye Challenge Saison beginnt gleich mit einem Höhepunkt: Zum insgesamt 100. Mal wird die Rallye Monte Carlo ausgetragen. Die Organisatoren haben sich einiges einfallen lassen, um das Jubiläum stilgerecht zu feiern. Die insgesamt 120 Starter müssen keine Antrittsgebühr zahlen. Viel wichtiger ist aber der Streckenverlauf. Einige der klassischen Abschnitte feiern ein Comeback.

Die Rallye Monte Carlo prüft Mensch und Material zum 100. Mal Zoom

Petter Solberg, Toni Gardemeister, Juho Hänninen, Andreas Aigner und Co. müssen zahlreiche Herausforderungen meistern, damit am Ende der Beste von ihnen feiern darf. Die Sieganwärter pilotieren 300 PS starke S2000-Boliden. Von dieser Kraft konnte Henri Rougier im Jahr 1911 nur träumen. Damals produzierte sein Turcat-Mery 25 PS. Das war trotzdem für den Gesamtsieg ausreichend.

Obwohl Rougier die heutigen Rallye-Fahrzeuge fremd wären, auf den Strecken würde sich der Franzose bestens zurechtfinden. Am Mittwoch den 19. Januar finden die ersten vier von 13 Wertungsprüfungen statt. Dabei stehen gleich die zwei längsten WPs auf dem Programm. Zuerst die 36,87 Kilometer lange Strecke von Le Moulinon nach Antraigues. Anschließend folgen 41,06 Kilometer von Burzet nach St. Martial. Beide Abschnitte feiern nach jahrelanger Abwesenheit ein Comeback.

Am zweiten Tag müssen zwei Bergprüfungen nordöstlich von Valence absolviert werden. Dazwischen findet ein Servicehalt in der Stadt statt. Beide Prüfungen werden zweimal absolviert. Freitag geht es in der Früh von Montauban Sur L'Ouveze nach Eygalayes. Danach haben die verbliebenen Mannschaften einige Stunden Pause, bis die Entscheidung um den Gesamtsieg in den Nachstunden fällt.

Entscheidung in der Nacht

Nur die 60 bestplatzierten Fahrer dürfen die schwierigen Straßen von Moulinet nach La Bollene Vesubie (23,41 Kilometer) und von Lantosque nach Luceram (18,81 Kilometer) in Angriff nehmen. Der Sieger wird in der Nacht auf Samstag gegen 0:30 Uhr erwartet, bevor die Siegerehrung schließlich im Place du Palais um 11:00 Uhr stattfindet.

Abgesehen von der Rallye ist Monaco für den Glamour und die Casinos berühmt - die Teams stehen aber vor dem größten Poker der Saison. Die Reifenwahl ist zu dieser Jahreszeit immer knifflig und kann über Sieg und Niederlage entscheiden. Eine typische Prüfung startet am Fuße eines Hügels und klettert diesen dann hinauf. Temperaturen um den Gefrierpunkt ändern den Untergrund auch während einer WP.

Großes Starterfeld

Mehr als 300 Interessenten hatten sich in die Nennliste eingeschrieben. Der Automobilclub von Monaco (ACM) musste eine Auswahl für die ursprünglich 100 Startplätze, die dann um 20 erweitert wurden, treffen. Zahlreiche Toppiloten werden beim Jubiläum mit dabei sein. Allen voran der amtierende IRC-Champion Hänninen (Skoda Fabia). Der Finne wird sich 2011 auf die S-WRC konzentrieren und nur in Monaco starten. Im vergangenen Jahr wurde er hinter Mikko Hirvonen Zweiter.

"Natürlich will ich gewinnen, aber es hängt stark von den Streckenbedingungen ab. Auch davon, wie schnell die französischen Fahrer sein werden. Wenn der Asphalt trocken ist, dann könnte es sehr schwierig für mich werden. Bei Schnee und Eis rechne ich mir größere Chancen aus."

Neben Hänninen werden noch einige weitere Skoda-Piloten am Start stehen. Vizemeister Jan Kopecky, Nicolas Vouilloz und Freddy Loix sollen den Siegerpokal für die Tschechen erobern. Für Skoda UK wird Andreas Mikkelsen ins Lenkrad greifen, während Skoda Deutschland den 23-Jährigen Mark Wallenwein ins Rennen schickt.

Solberg will ersten Monte-Sieg

Ein heißer Mitfavorit ist Petter Solberg. Der Weltmeister von 2003 hat sich für seinen Gaststart einen Peugeot 207 gesichert und hat bereits einige Testfahrten in Südfrankreich abgespult. Der Weltmeister hat den Sieg als klares Ziel ausgegeben. Große Unbekannte ist das Auto, denn der Norweger ist aus der WM kräftigere Motoren gewöhnt. Auch sein Bruder Henning (Ford Fiesta) steht auf der Startliste.

Petter Solberg

Petter Solberg nimmt erstmals seit 2008 bei der Rallye Monte Carlo teil Zoom

Bryan Bouffier, Stephane Sarrazin, Guy Wilks und Toni Gardemeister vertrauen ebenfalls auf den ausgereiften Peugeot. Der Italiener Giandomenico Basso konnte erst in letzter Sekunde das Geld für seinen Einsatz auftreiben. Anders als im Vorjahr wird er nicht mit einem Abarth Grande Punto unterwegs sein, sondern auch einen 207 einsetzen.

Proton schickt zwei Satria Neo nach Südfrankreich. Chris Atkinson und Per-Gunnar Andersson werden den überarbeiteten Boliden fahren. Der Hersteller aus Malaysia hat zuletzt viel Arbeit in die Entwicklung gesteckt, damit die Piloten das volle Potenzial nutzen können und eine Chance auf den Sieg haben.

Kubica nicht dabei

Obwohl Robert Kubica seinen Einsatz absagen musste, sind dennoch Formel-1-Piloten dabei. Alex Caffi feiert mit einem Skoda Fabia sein Monte-Carlo-Debüt. Adrian Tambay, der Sohn des ehemaligen Ferrari-Piloten Patrick Tambay, wird einen Peugeot steuern.

Andreas Aigner

Der Österreicher Andreas Aigner peilt den Sieg in der Gruppe-N an Zoom

Zum dritten Mal ist der Österreicher Andreas Aigner dabei. "Natürlich möchte ich mit meinem Gruppe-N-Mitsubishi so viele S-2000-Boliden als nur möglich hinter mir lassen." Der Steirer wird mit Startnummer 34, also als erstes Gruppe-N-Auto hinter den S2000-Boliden ins Rennen gehen.

Neben den Profis besteht das Teilnehmerfeld zum Großteil aus Amateuren. Diese enthusiastischen Mannschaften waren seit jeher das Rückgrat dieser Rallye. So stellt sich zum Beispiel der britische Fernsehkommentator Tony Jardin der Herausforderung. "Ich habe die Rallye immer im Fernsehen verfolgt und wollte einmal selbst teilnehmen."

Ältester Pilot ist Maurizio Verini mit 66. Der ehemalige Fiat-Werksfahrer feierte bereits einmal als Zweiter auf dem Podest. Diesmal steht der Spaß im Vordergrund: "Wir wollen nur eine gute Zeit haben, aber ich glaube, ich bin immer noch konkurrenzfähig. Ich möchte sehen, ob ich mit meinem Alter immer noch die physische Ehrausforderung bestehen kann. Es wird nicht leicht, aber meine Erfahrung sollte mir auf den längeren Prüfungen helfen."

Der Zeitplan im Überblick:

Mittwoch, 19. Januar
09.00 Start in Valence
10.05 SP 01 Le Moulinon - Antraigues (36,87 km)
11.40 SP 02 Burzet - St. Martial (41,06 km)
14.11 SP 03 St. Bonnet Le Froid - St. Bonnet Le Froid (25,22 km)
16.20 SP 04 St. Bonnet Le Froid - St. Bonnet Le Froid (25,22 km)

Donnerstag, 20. Januar
12.23 SP 05 St. Jean en Royans - Font d'Urle (23,05 km)
13.04 SP 06 Cimetiere de Vassieux - Col de Gaudissart (24,3 km)
16.07 SP 07 St. Jean en Royans - Font d'Urle (23,05 km)
16.48 SP 08 Cimetiere de Vassieux - Col de Gaudissart (24,3 km)

Freitag, 21. Januar
09.08 SP 09 Montauban Sur L'Ouveze - Eygalayes (29,89 km)
19.15 SP 10 Moulinet - La Bollene Vesubie (23.41 km)
19.58 SP 11 Lanosque - Luceram (18,81 km)
23.25 SP 12 Moulinet - La Bollene Vesubie (23,41 km)

Samstag, 22. Januar
00.08 SP 13 Lantosque - Luceram (18,81 km)

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