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Vorschau: Pocono und die doppelten Punkte

Im Vorjahr holte das Ganassi-Team in Pocono einen Dreifacherfolg, 2014 gibt es doppelte Punkte: Wie sieht nach den 500 Meilen das Gesamtklassement aus?

(Motorsport-Total.com) - So etwas erlebt der so erfolgsverwöhnte Teamchef Chip Ganassi auch nicht jeden Tag: Scott Dixon, Charlie Kimball und Dario Franchitti sorgten in Pocono vor Jahresfrist für einen Ganassi-Dreifacherfolg. Es war der Startschuss für Dixons Aufholjagd, denn der Neuseeländer gewann anschließend auch in beiden Toronto-Rennen. Am Ende der IndyCar-Saison 2013 stand bekanntlich sein dritter IndyCar-Titel, mit dem vor dem Pocono-Wochenende kaum noch jemand gerechnet hatte.

Marco Andretti

Am Wochenende fahren die IndyCars wieder auf dem "Tricky Triangle" Zoom

Und es war ein Comeback-Rennen, das viel Beachtung erhielt. Selbst NASCAR-Star Jeff Gordon ließ es sich nicht nehmen, den IndyCars am Sonntag einen Besuch abzustatten. In den 1970er und 1980er Jahren war das Pocono-Event ein Fixpunkt im IndyCar-Kalender, das die versammelten US-Motorsportgrößen wie A.J. Foyt, Mario Andretti, Rick Mears oder Bobby Rahal irgendwann einmal in der Victory Lane sah. Dixon reihte sich sozusagen nahtlos in diese prominente Liste ein.

Das riesige, 2,5 Meilen lange Tri-Oval liegt in den Wäldern von Pennsylvania, etwa 100 Kilometer westlich von New York City. Weil es nur drei Kurven gibt, die sich jedoch in ihrer Form allesamt unterscheiden, lautet sein Spitzname "Tricky Triangle". Für die Rennfahrerfamilie Andretti ist es das Heimrennen, denn deren Anwesen in Nazareth befindet sich nur wenige Kilometer südlich der Pocono Mountains. Marco Andretti holte sich 2013 passenderweise die Pole-Position und dominierte die erste Rennhälfte.

Am Ende hatte er im Benzinkrimi aber keine Chance gegen die damalige Ganassi-Flotte und deren sparsame Honda-Motoren. Andretti wurde enttäuschender Zehnter. Diese Vorzeichen haben sich 2014 geändert: Nun fährt das Andretti-Team mit Japan-Power, die Ganassi-Truppe kommt mit den Chevy-Motoren. Aber: 2013 war die Renndistanz nur 400 Meilen oder 160 Runden. In dieser Saison gehört Pocono zu den 500-Meilenrennen mit 200 Runden. Das bedeutet natürlich auch eine ganz andere Sprit-Strategie.

Doppelte Punkte in Pocono

Scott Dixon

Juli 2013: Scott Dixon schafft in Pocono den Wendepunkt seiner Saison Zoom

Und es gibt doppelte Punkte. Der Pocono-Sieger kann sich also, analog zum Indy 500, 100 Zähler gutschreiben lassen, was das Gesamtklassement mit einem Schlag auf den Kopf stellen könnte. Graham Rahal (Rahal-Honda) erklärt die Rennstrategie: "Vor allem brauchst du Geduld. Du musst über die gesamte Renndistanz ein solides Auto haben, nicht nur über ein paar hundert Meilen. Der Schlüssel zum Erfolg ist es, die ganze Zeit ruhig und entspannt zu bleiben. So holst du dir ein gutes Resultat."

Für Ryan Hunter-Reay geht es am Wochenende um mehr als nur Punkte: Der Andretti-Pilot gewann im Mai das Indy 500 und ist damit der einzige Fahrer, der noch für die "Triple Crown" in Frage kommt. Wer in Indy, Pocono und Fontana siegt, dem winken eine Million US-Dollar. Zwei Siege in diesen drei Rennen sind gleichbedeutend mit 250.000 US-Dollar. "Wir hatten hier einen guten Test", weiß Hunter-Reay. "Unser Ovalpaket ist besonders auf den großen Speedways sehr gut. Ich freue mich also auf das Wochenende."


IndyCars in Pocono

Besonderes Augenmerk bekommt die Zielkurve 3: "Es heißt ja nicht umsonst Tricky Triangle", meint der IndyCar-Champion des Jahres 2012. "In Kurve 3 gibt es nur ganz wenig Grip und wenn du im Verkehr fährt, dann hast du viel weniger Abtrieb als etwa in Indianapolis. Wir konzentrieren uns in Sachen Setup also auf Kurve 3, aber auch in Kurve 1 brauchst du eine gute Balance und beides richtig gut hinzubekommen, ist keine leichte Aufgabe."

Auf der Meldeliste hat sich nichts besonderes getan: Gemeldet sind alle 22 Vollzeitteams. Ed Carpenter übernimmt wie auf allen IndyCar-Ovalen wieder den Carpenter-Chevrolet. Der Pocono-Samstag steht ganz im Zeichen der beiden Freien Trainingseinheiten und der Qualifikation (zwei fliegende Runden im Einzelzeitfahren). Die 500 Meilen-Schlacht von Pennsylvania über 200 Rennrunden beginnt am Sonntagabend ab kurz nach 19:00 Uhr MESZ.

Der Zeitplan von Pocono:

Samstag:
16:00 - 17:00 Uhr: Erstes Freies Training
19:30 - 20:30 Uhr: Zweites Freies Training
23:00 Uhr - 00:30 Uhr: Qualifikation

Sonntag:
ab 19:00 Uhr: Pocono IndyCar 500

Die Meldeliste für Pocono:

01. 2 Juan Pablo Montoya (Penske-Chevrolet)
02. 3 Helio Castroneves (Penske-Chevrolet)
03. 7 Michail Aljoschin (Schmidt-Honda)
04. 8 Ryan Briscoe (Ganassi-Chevrolet)
05. 9 Scott Dixon (Ganassi-Chevrolet)
06. 10 Tony Kanaan (Ganassi-Chevrolet)
07. 11 Sebastien Bourdais (KV-Chevrolet)
08. 12 Will Power (Penske-Chevrolet)
09. 14 Takuma Sato (Foyt-Honda)
10. 15 Graham Rahal (Rahal-Honda)
11. 17 Sebastian Saavedra (KV-Chevrolet)
12. 18 Carlos Huertas (Coyne-Honda
13. 19 Justin Wilson (Coyne-Honda)
14. 20 Ed Carpenter (Carpenter-Chevrolet)
15. 25 Marco Andretti (Andretti-Honda)
16. 27 James Hinchcliffe (Andretti-Honda)
17. 28 Ryan Hunter-Reay (Andretti-Honda)
18. 34 Carlos Munoz (Andretti-Honda)
19. 67 Josef Newgarden (Fisher-Honda)
20. 77 Simon Pagenaud (Schmidt-Honda)
21. 83 Charlie Kimball (Ganassi-Chevrolet)
22. 98 Jack Hawksworth (Herta-Honda)

Alle Pocono-Sieger auf einen Blick:

1971 Mark Donohue
1972 Joe Leonard
1973 A.J. Foyt
1974 Johnny Rutherford
1975 A.J. Foyt
1976 Al Unser Sr.
1977 Tom Sneva
1978 Al Unser Sr.
1979 A.J. Foyt
1980 Bobby Unser
1981 A.J. Foyt
1982 Rick Mears
1983 Teo Fabi
1984 Danny Sullivan
1985 Rick Mears
1986 Mario Andretti
1987 Rick Mears
1988 Bobby Rahal
1989 Danny Sullivan
2013 Scott Dixon

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