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Überraschung in Texas: Power holt eine Oval-Pole

Will Power ist immer für eine IndyCar-Pole gut, seit neuestem auch auf dem Oval - Marco Andretti und Ryan Hunter-Reay in der Verfolgerrolle - Tony Kanaan sauer

(Motorsport-Total.com) - Wenn einer zum 31. Mal in seinem 109. IndyCar-Rennen auf der Pole-Position steht, dann ist das wirklich keine große Überraschung. Im Spezialfall Will Power schon, denn der Penske-Pilot holte diese Pole auf einem der superschnellen IndyCar-Ovale. Dies glückte dem Australier in seiner Karriere bisher nur ein einziges Mal: im Sommer 2010 auf dem Iowa Speedway. Dies wiederum ist aber kein High-Speed-Oval wie der 1,5 Meilen lange Texas Motor Speedway mit seiner Kurvenüberhöhung von 24 Grad, sondern ein 0.875 Meilen langer Short-Track.

Will Power

Will Power fuhr in Texas ausnahmsweise auf eine Oval-Pole Zoom

Insofern ist Powers Texas-Pole durchaus eine mittelgroße Überraschung - mehr noch: "Das Auto ist auch im Renntrimm gut genug für einen Sieg", lautete die deutliche Ankündigung des 32-Jährigen. "Für die Qualifikation haben wir alles richtig gemacht, auch die sechs Gänge haben alle gepasst." Und die Zeiten ebenfalls: Für seine beiden fliegenden Runden benötigte der dreifache IndyCar-Vizechampion 47,796 Sekunden oder 219,182 Meilen pro Stunde (352,739 km/h).

Es ist mittlerweile bekannt, dass der schnelle Australier seit über einem Jahr auf seinen 19. IndyCar-Sieg warten muss. Kommt dieser nun ausgerechnet auf einem Oval zustande? Immerhin gewann Power vor zwei Jahren eines der beiden Texas-Rennen. Oder versalzen ihm die starken Andretti-Boys die Suppe? Gut möglich, denn Marco Andretti (48,154; 2.) und Titelverteidiger Ryan Hunter-Reay (48,160; 3.) lauern direkt hinter dem Penske-Piloten.

Ganz zufrieden war man jedoch nicht. "Die zweite Runde war super, aber in der ersten Runde bin ich in den Limiter gefahren", schilderte Andretti sein Qualifying und orakelte: "Das kostet uns wahrscheinlich die Pole-Position." Vermutlich nicht ganz, denn während Polesetter Power in seinen beiden fliegenden Runden jeweils über der Marke von 219 Meilen pro Stunde blieb, kam Andretti auch in seiner schnelleren zweiten Runde nur knapp über die 218 Meilengrenze.

Kanaan stapft wortlos davon

Tony Kanaan

Tony Kanaan: Die neuen Farben bringen (noch) kein Glück Zoom

Rang vier ging an den besten Honda-Piloten im Feld und der hieß auf dem Texas Motor Speedway wieder einmal Dario Franchitti (48,165). Der Schotte zeigte sich mit zwei Runden von 217,520 und 217,488 Meilen pro Stunde extrem konstant und gewann damit nicht nur die interne Honda-Wertung: Auch seine beiden Ganassi-Teamkollegen Charlie Kimball (8.) und Scott Dixon (11.) blieben deutlich hinter der Franchitti-Marke zurück.

Ernesto Viso stellte den dritten Andretti-Chevy als erster Qualifikant auf Startplatz fünf neben Helio Castroneves (Penske-Chevrolet; 6.), der sich nach seinen beiden fliegenden Runden darüber wunderte, ob der erheblich schnellere Power "vielleicht bessere Teile" im Auto habe. Rang sieben ging an Josef Newgarden aus dem kleinen Sarah-Fisher-Team. Indy-500-Polemann Ed Carpenter stellte seinen Carpenter-Chevy auf Platz neun.


Fotos: IndyCars in Texas


Im KV-Lager behauptete sich etwas überraschend Simona de Silvestro mit Startplatz 12, während ihr Teamkollege Tony Kanaan (15.) stark enttäuschte. Der IndyCar-Routinier konnte überhaupt nicht an seine gute Oval-Vorstellung aus dem Freien Training anschließen und verlor vor allem auf seiner zweiten Runde massiv an Boden. Die Ursache ist noch ungeklärt: Sichtlich angefressen stapfte Kanaan wortlos in Richtung Debriefing.

Ganz hinten landete das Dale-Coyne-Duo Pippa Mann (21.) und Texas-Vorjahressieger Justin Wilson (22.), der nach wie vor kein gutes Fahrverhalten ins Auto bringt. Takuma Sato (Foyt-Honda; 23.) und Rookie Tristan Vautier (Schmidt-Honda; 24.) fuhren in der Qualifikation gar nicht auf die Strecke. Vor dem Firestone 550 (am frühen Sonntagmorgen) gibt es in der Nacht von Freitag auf Samstag ab 1:45 Uhr MESZ noch ein letztes Flutlichttraining.

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