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Texas-Vorschau: Spannung vor zweitem Oval-Rennen 2013

Jede Menge Favoriten und zwei neubesetzte Cockpits: Gibt es auf dem Texas Motor Speedway den siebten Saisonsieger im achten IndyCar-Lauf des Jahres?

(Motorsport-Total.com) - Die IndyCar-Serie präsentiert sich derzeit spannend wie schon lange nicht mehr. Sechs verschiedene Sieger bei den ersten sieben Rennen der laufenden Saison und zwei Fahrer, die punktgleich an der Spitze der Gesamtwertung liegen. Helio Castroneves (Penske-Chevrolet) und Marco Andretti (Andretti-Chevrolet), die beide noch auf ihren ersten Saisonsieg warten, kommen mit jeweils 206 Punkten auf dem Konto zum achten Saisonlauf. Dieser steigt in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf dem Texas Motor Speedway in Fort Worth.

Texas Motor Speedway bei Nacht

Das Firestone 550 auf dem Texas Motor Speedway wird unter Flutlicht gefahren Zoom

Marco Andretti beschreibt das zu erwartende Renngeschehen auf dem schnellen 1,5-Meilen-Oval mit den Worten: "Du musst hier wirklich auf der Hut sein, denn die Dinge passieren unglaublich schnell. Das liegt vor allem an den hohen Geschwindigkeiten." Die Pole-Position auf dem für IndyCar-Verhältnisse extrem überhöhten Oval (24 Grad Banking) ging im Vorjahr mit einem Schnitt von 215,691 Meilen pro Stunde (umgerechnet 347 km/h) weg. Nur auf den beiden Superspeedways in Indianapolis und Fontana sind die IndyCars noch einen Tick schneller unterwegs.

Angesichts der aktuellen Ausgeglichenheit im Feld ist die Gruppe potenzieller Siegfavoriten für die diesjährige Ausgabe das Firestone 550 groß. Neben den beiden in dieser Saison noch sieglosen Tabellenführern gehört der amtierende IndyCar-Champion Ryan Hunter-Reay - mit seinem Andretti-Chevrolet aktuell Dritter der Gesamtwertung - ebenso dazu wie die beiden Ganassi-Piloten Scott Dixon und Dario Franchitti. Auch Indy-500-Sieger Tony Kanaan, dessen KV-Chevrolet an diesem Wochenende erstmals im Gelb/Blau des neuen Sponsors Sunoco erstrahlt, gehört zu den Anwärtern auf den Sieg im "Lone Star State".

Graham Rahal auf Wiedergutmachung aus

Graham Rahal, Justin Wilson

Im Vorjahr führte Graham Rahal bis kurz vor Schluss, doch Justin Wilson gewann Zoom

Der eigentlich als Straßenkursspezialist bekannte Will Power (Penske-Chevrolet) kam in jüngster Vergangenheit auf dem Texas Motor Speedway ebenfalls gut zurecht. Im Jahr 2011 gewann der Australier eines der beiden Rennen im Rahmen des damaligen Double-Header-Events. Im Vorjahr warf Power den möglichen Texas-Sieg mit einem in Führung liegend vorgetragenen Blockademanöver gegen Kanaan selbst weg. Erstmals seit dem Brasilien-Gastspiel Ende April schickt Penske nur zwei Autos ins Rennen. A.J. Allmendinger, der bei fünf der bisherigen sieben Saisonrennen den dritten Penske-Chevy steuerte, geht an diesem Wochenende wieder einmal seinen NASCAR-Aufgaben nach und startet für Phoenix Racing im fernen Pocono in Pennsylvania.

Das IndyCar-Rennen auf dem Texas Motor Speedway im Juni 2012 war nicht nur aufgrund des lebhaften Racings im gesamten Feld ein denkwürdiges. Als unter Flutlicht abgewinkt wurde, stand Justin Wilson in der Victory Lane und feierte den zweiten IndyCar-Sieg für die kleine Mannschaft von Dale Coyne Racing. Es war ein klassischer Abstaubersieg für den Briten nachdem Graham Rahal seinen Ganassi-Honda drei Runden vor Schluss in Führung an der Mauer angelehnt hatte und Wilson damit den Weg freigab. Noch heute hat Graham Rahal, der inzwischen für das Team seines Vaters Bobby an den Start geht, am knapp verpassten zweiten Sieg seiner IndyCar-Karriere schwer zu knabbern.

Was würde besser passen, als wenn ihm die Wiedergutmachung ein Jahr später an Ort und Stelle gelingen würde? "Dieser Sieg ging mir durch die Lappen. Ich habe mich mit einem schlecht liegenden Auto wohl selbst zu stark unter Druck gesetzt", glaubt der 24-jährige Sohn des dreifachen IndyCar-Champions Bobby Rahal heute und meint: "Das macht meine Motivation, es in diesem Jahr besser zu machen, nur noch größer." Da es sich beim Titel Firestone 550 um die Distanzangabe in Kilometern, nicht in Meilen handelt, müssen der Rahal-Pilot und alle anderen Fahrer im Feld "nur" 228 Runden lang die Konzentration behalten.

Servia springt bei Panther ein

Oriol Servia

Oriol Servia hat für zwei Rennen wieder einen Job: Der Spanier fährt bei Panther Zoom

Neben dem Fernbleiben des dritten Penske-Chevy gibt es im Vergleich zum vergangenen Wochenende zwei weitere Änderungen die Meldeliste betreffend. Im Panther-Chevy mit der Startnummer 4, der zweieinhalb Jahre lang von J.R. Hildebrand und in Detroit erstmals von Ryan Briscoe gefahren wurde, sitzt an diesem Wochenende der seit dem Dreyer&Reinbold-Aus arbeitslose Oriol Servia.

"Ich könnte nicht glücklicher sein. Zum einen, weil ich wieder einen Job habe. Zum anderen, weil es ein Team ist, mit dem ich in jüngster Vergangenheit sehr eng zusammengearbeitet habe", spricht Servia die technische Allianz zwischen seinem bisherigen Arbeitgeber Dreyer&Reinbold Racing und dem Panther-Team an. "Ich kenne alle Leute im Team und weiß, dass wir an diesem Wochenende die Chance auf den Sieg haben", so der Spanier voller Zuversicht.

Inzwischen steht fest: Auch am 23. Juni auf dem Iowa Speedway wird Servia für Panther an den Start gehen. Brisoce ist sowohl am Texas- als auch am Iowa-Wochenende aufgrund seiner Le-Mans-Verpflichtungen für Level 5 (Vortest und Rennwochenende) verhindert. Wie die Besetzung des Panther-Chevy mit der Startnummer 4 in Milwaukee (15. Juni) sowie in der zweiten Saisonhälfte aussieht, lässt Teambesitzer John Barnes offen: "Es kann gut sein, dass wir bis zum Saisonende noch ein paar andere Fahrer in unserem Auto sehen werden."

Pippa Mann mit zweiten Einsatz für Dale Coyne

Pippa Mann

Freude bei Pippa Mann: Die Britin ist nach Indy auch in Texas für Dale Coyne am Start Zoom

Die zweite Änderung auf der Meldeliste betrifft ausgerechnet eines der beiden Siegerautos des Detroit-Wochenendes. Da Mike Conway bekanntlich keine Lust mehr auf Oval-Rennen hat, wird der Sieger des Detroit-Samstagsrennens auf dem Texas Motor Speedway von Pippa Mann ersetzt. Die 29-jährige Britin kommt somit nach dem Indy 500, wo sie einen dritten Coyne-Honda steuerte, zu ihrem zweiten Einsatz für das Team von Dale Coyne und ist an diesem Wochenende die einzige Teamkollegin von Vorjahressieger Justin Wilson.

"Da der Monat Mai insgesamt positiv verlaufen ist, wusste ich schon unmittelbar nach dem Indy 500, dass ich eine Chance habe, in Texas wieder im Auto zu sitzen", sagt Mann, die beim IndyCar-Saisonhöhepunkt nach einem frühen Crash nicht ins Ziel kam, das Team mit ihrem Speed im Oval aber offenbar überzeugen konnte. Die endgültige Bestätigung für ihren Einsatz in Fort Worth erhielt die Britin vor wenigen Tagen.

Der Zeitplan für Fort Worth (MESZ):

Freitag, 7. Juni:
19:30 Uhr: Erstes Freies Training
22:30 Uhr: Qualifying

Samstag, 8. Juni:
01:45 Uhr: Zweites Freies Training

Sonntag, 9. Juni:
02:30 Uhr: Firestone 550 (228 Runden)

Die Meldeliste für Fort Worth:

01. 1 Ryan Hunter-Reay (Andretti-Chevrolet)
02. 3 Helio Castroneves (Penske-Chevrolet)
03. 4 Oriol Servia (Panther-Chevrolet)
04. 5 Ernesto Viso (Andretti-Chevrolet)
05. 6 Sebastian Saavedra (Dragon-Chevrolet)
06. 7 Sebastien Bourdais (Dragon-Chevrolet)
07. 9 Scott Dixon (Ganassi-Honda)
08. 10 Dario Franchitti (Ganassi-Honda)
09. 11 Tony Kanaan (KV-Chevrolet)
10. 12 Will Power (Penske-Chevrolet)
11. 14 Takuma Sato (Foyt-Honda)
12. 15 Graham Rahal (Rahal-Honda)
13. 16 James Jakes (Rahal-Honda)
14. 18 Pippa Mann (Coyne-Honda)
15. 19 Justin Wilson (Coyne-Honda)
16. 20 Ed Carpenter (Carpenter-Chevrolet)
17. 25 Marco Andretti (Andretti-Chevrolet)
18. 27 James Hinchcliffe (Andretti-Chevrolet)
19. 55 Tristan Vautier (Schmidt-Honda)
20. 67 Josef Newgarden (Fisher-Honda)
21. 77 Simon Pagenaud (Schmidt-Honda)
22. 78 Simona de Silvestro (KV-Chevrolet)
23. 83 Charlie Kimball (Ganassi-Honda)
24. 98 Alex Tagliani (Herta-Honda)

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