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Dixon siegt im kontroversen Toronto - Briscoe verletzt

Nur sechs Tage nach Pocono siegt Scott Dixon auch in Toronto - Verwirrung um Dario Franchitti - Helio Castroneves baut Führung aus - Ryan Briscoe verletzt

(Motorsport-Total.com) - Dreifachtriumph am vergangenen Wochenende in Pocono, beide Toronto-Poles und nun gleich noch ein Sieg. Kein Zweifel: Das IndyCar-Team von Chip Ganassi hat seinen überlangen Winterschlaf endlich beendet und ist im Juli 2013 wieder zum gewohnten IndyCar-Leben zurückgekehrt. Scott Dixon kann sich binnen einer Woche als Doppelsieger feiern lassen: Der 32-jährige Neuseeländer siegte nach Pocono nun auch im Auftaktrennen von Toronto.

IndyCar Podium Toronto

Das Podium von Toronto: Bourdais, Dixon, Franchitti in Begleitung Zoom

"Das ist, was wir gebraucht haben", kommentierte Scott Dixon seinen Sieg im ersten Rennen in Toronto. Der Ganassi-Honda-Fahrer hatte Sebastien Bourdais (Dragon-Chevrolet; 2.) in Runde 78 um die Führung erleichtert und war nach 85 Runden als Erster über die Ziellinie gefahren. Dario Franchitti (Ganassi-Honda) sah die Zielflagge hinter Dixon und Bourdais als Dritter, erhielt zunächst eine Strafe, die wenig später zurückgenommen wurde. Der vierfache IndyCar-Champion behielt damit seinen dritten Platz und machte in der Gesamtwertung einen großen Sprung auf Platz acht.

Die Verwirrung rund um Franchitti war groß: Dem von der Pole-Position gestarteten Ganassi-Piloten wurden nachträglich 25 Sekunden aufgebrummt, weil er kurz vor Schluss Will Power (Penske-Chevrolet; 15.) behindert haben soll. Nach dem Studium und der Auswertung des vorliegenden Bildmaterials nahm die Rennleitung die Strafe jedoch zurück. So blieb Marco Andretti (Andretti-Chevrolet) letztlich der vierte Platz, Position fünf ging an Tony Kanaan (KV-Chevrolet) vor dem IndyCar-Gesamtführenden Helio Castroneves (Penske-Chevrolet; 6.).

Letzterer baute seinen Vorsprung in der Fahrerwertung auf nun satte 39 Punkte aus, weil sein schärfster Verfolger, Ryan Hunter-Reay (Andretti-Chevrolet), nach diversen Problemen beim Anfahren in der Boxengasse und einem leichten Einschlag in die Reifenstapel in Runde 79 nicht über Rang 18 hinauskam. "Kein idealer Tag", meinte der amtierende IndyCar-Champion und Toronto-Titelverteidiger. "Es war frustrierend. Jetzt müssen wir uns was einfallen lassen." In der Tat: Hunter-Reay büsste am Samstag 16 wichtige Punkte ein.

Viel Turbulenz im letzten Renndrittel

Der Toronto-Auftakt war von Beginn an nervös. Nachdem der erste stehende Start in der Geschichte der IndyCar-Meisterschaft nicht wie geplant stattfinden konnte, weil Josef Newgarden (Fisher-Honda; 23.) sein Auto in der Startaufstellung abgewürgt hatte, wurde das Feld erst in eine neue Aufwärmrunde und dann per fliegendem Start auf die Reise geschickt. Am Sonntag soll nun im zweiten Rennen ein neuer Versuch der "Standing Starts" angegangen werden.

Sebastien Bourdais

Zum ersten Mal seit 2007: Sebastien Bourdais auf einem IndyCar-Podium Zoom

Dies war jedoch Polesitter Franchitti und 20 Runden später Bourdais herzlich egal: Die beiden IndyCar-Schwergewichte dominierten die Anfangsphase der 85 Runden, während das zweite Renndrittel ganz im Zeichen von Will Power stand. Dann kam Runde 65: Ryan Briscoe (Panther-Chevrolet) wurde in Kurve 5 in einen Zwischenfall mit Justin Wilson (Coyne-Honda; 11.) und Charlie Kimball (Ganassi-Honda; 21.) verwickelt. Briscoe brach sich dabei das rechte Handgelenk und muss am Sonntag ersetzt werden - vermutlich durch Carlos Munoz.

Vorne entwickelte sich ein Zweikampf zwischen Bourdais und Dixon, bei dem der Neuseeländer in Runde 79 das entscheidende Manöver setzte. Der Franzose gab sich letztlich mit seinem ersten IndyCar-Podium zufrieden: "Das war heute für uns wie ein Sieg, ich könnte nicht glücklicher sein", sagte Bourdais. "Wir haben das Rennen angeführt und unsere Stärke hat auch mich überrascht." Da machte es ihm auch nichts aus, dass er seinen Pokal für Platz zwei auf dem Podium aus den Händen gleiten ließ, worauf dieser in 1.000 Stücke zerbarst. "Das macht nichts", lächelte Bourdais. "Mein ganzer Schrank ist voller Trophäen."

Franchitti rehabilitiert

Dann kam der kontroverse Zweikampf Franchitti/Power, bei dem der Australier den kürzeren zog und der Schotte des Blockierens beschuldigt wurde. Franchitti begründete seinen Protest wie folgt: "Mein Manöver kam aus der Reaktion auf ein anderes Manöver zustande. Ich bin einfach auf die Innenbahn gefahren. Ich trat auf die Bremse und mein Auto hat sich bewegt. Als Will mich getroffen hat, ist ihm das genau Gleiche passiert. Ich habe mich nur verteidigt und bin dabei leicht auf den Gummiabrieb gekommen."


Fotos: IndyCars in Toronto


Wie so oft in dieser Saison hatte Power Pech: Dieser Vorfall ließ ihn auf Rang 15 zurückfallen. Dixon hatte nach seinem Überholmanöver gegen Bourdais vorne einen Vorsprung von über drei Sekunden herausgefahren, der aber durch die vierte und letzte Gelbphase wieder zunichte gemacht wurde, als sich Alex Tagliani (Herta-Honda; 17.) und Simon Pagenaud (9.) in die Quere kamen. Sein Vorsprung war zunächst dahin, doch der zweifache IndyCar-Champion ließ sich auch beim letzten Restart die Butter nicht mehr vom Brot nehmen und gewann letztlich sicher.

Die hat zur Folge, dass der Neuseeländer nun neuer Gesamtdritter hinter dem wieder einmal grundsolide fahrenden Castroneves und Hunter-Reay ist. Bei dessen Ausritt hatte ausgerechnet Andretti-Teamkollege Ernesto Viso (14.) seine Finger im Spiel, der Hunter-Reay nach dessen Aussage "auf dem Gummiabrieb drückte". Mike Conway (Coyne-Honda; 7.), Lokalmatador James Hinchcliffe (Andretti-Chevrolet; 8.) und Simona de Silvestro (KV-Chevrolet; 10.) fuhren die restlichen Top-10-Resultate nach Hause. Für die 24-jährige Schweizerin ist dies das erste Top-10-Ergebnis seit Sao Paulo Anfang Mai.

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