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Sam Schmidt kauft das FAZZT-Team

Wieder ein Paukenschlag bei den IndyCars: Sam Schmidt Motorsports hat das komplette FAZZT Race Team um Alex Tagliani gekauft

(Motorsport-Total.com) - Das Finale der Silly-Season 2011 entwickelt sich denkbar turbulent: Nachdem erst vor wenigen Tagen bekannt wurde, dass Gil de Ferran sein Team de Ferran/Dragon Racing nicht an den Start der IndyCar-Saison 2011 bringen kann, gibt es nun auch beim FAZZT Race Team um Alex Tagliani größere Umschichtungen in den Besitzverhältnissen.

Sam Schmidt Chip Ganassi

Zwei IndyCar-Teambesitzer 2011: Sam Schmidt und Chip Ganassi Zoom

Sam Schmidt Motorsports (SSM) hat am Dienstagabend bestätigt, dass man das FAZZT Race Team kaufen werde. Dies beinhaltet sämtliches FAZZT-Inventar inklusive des Sponsorenvertrages mit Audio-Systemhersteller Bowers & Wilkins. Der ehemalige FAZZT-Dallara mit der Startnummer 77 wird auch in der Saison 2011 von Alex Tagliani gefahren werden.

FAZZT wurde erst zu Saisonbeginn 2010 von Jim Freudenberg, Schauspieler Jason Priestley und Andre Azzi gegründet. Auch Tagliani war Mitbesitzer des Teams, das seinen Grundstock aus den Restbeständen der Mannschaft um Marty Roth nahm. Schmidt wiederum will den alten IndyCar-Shop von Vision Racing nutzen, dem ehemaligen Team von Ex-IRL-Boss Tony George. Wie sich die Besitzverhältnisse in der neuen Mannschaft genau darstellen, ist noch nicht bekannt.

Sam Schmidt ist eigentlich ein Geschäftsmann aus dem US-Bundesstaat Nebraska, der einen Universitätsabschluss als "Master of Business Affairs" (MBA) besitzt. Erst spät entdeckte der heute 47-Jährige sein Talent als Rennfahrer. Zwischen 1997 und 1999 nahm Schmidt an 27 IRL-Rennen (eine Pole-Position, ein Sieg) teil. Nach einem schweren Testunfall im Januar 2000 auf dem Walt Disney Speedway war seine aktive Karriere jedoch beendet.

Keine Naivität mehr

Alex Tagliani

Alex Tagliani wird sein Sponsorship 2011 behalten können Zoom

Schmidt überlebte diesen furchtbaren Crash nur knapp und ist seither von der Brust abwärts gelähmt. Trotzdem unterhielt er - angeblich inspiriert durch das Schicksal des ebenfalls an den Rollstuhl gefesselten Formel-1-Teambesitzers Frank Williams - seitdem ein IndyCar- und später ein sehr erfolgreiches IndyLights-Team, mit dem er viermal den Titel gewann. Nun also das IndyCar-Comeback.

"Obwohl wir 2001 und 2002 an der IndyCar-Serie teilgenommen haben, gebe ich offen zu, dass wir damals etwas naiv waren", ließ Schmidt erklären. "Erst heute verstehen wir, was nötig ist, um erfolgreich auf dem Top-Niveau der US-Formelklasse zu bestehen. Zehn Jahre später habe ich nun ein wesentlich besseres Verständnis davon."

FAZZT wiederum war eines der ganz großen Überraschungsteams 2010. Aus dem Stand mischte IndyCar-Routinier Tagliani in einigen Rennen munter vorne und landete am Saisonende in der Gesamtwertung auf Platz 13. Neben dem Kanadier werden auch noch Jay Howard, Townsend Bell und Wade Cunningham in einzelnen Saisonrennen für Sam Schmidt fahren.

Wie genau die Cockpits aufgeteilt werden, soll in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. Eines ist jedoch klar: Schmidt will die Saison 2011 als Lernjahr nutzen, bevor es 2012 mit dem Next-Generation IndyCar richtig ernst wird: "Hier geht es nur um 2012", wird er vom 'Indianapolis Star' zitiert. "Wir wollen den Herstellern zeigen, zu welchen Leistungen wir in der Lage sind."

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