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Rund um den Indy-500-Auftakt

Alles zum Indy-500-Auftakt: Von Aero-Kits über die letzten Meldungen, einer ungewöhnlichen Anreise bis hin zu einer extrem motivierten Simona de Silvestro

(Motorsport-Total.com) - "Drivers, start your engines!" Der absolute IndyCar-Saisonhöhepunkt läuft. Seit Samstag dröhnen auf dem Indianapolis Motor Speedway wieder die Motoren, die kommende Woche steht ganz im Zeichen der Abstimmungsarbeit vor der Qualifikation am Samstag. Am Sonntagabend steht das Teilnehmerfeld zum 97. Indy 500 fest, das am 26. Mai 2013 über die Bühne gehen wird. Und wie immer gibt es in der Gasoline Alley von Indianapolis in diesen Tagen und Wochen jede Menge Gesprächsstoff.

Indianapolis

Los geht's: Der Indianapolis Motor Speedway steht wieder im Fokus Zoom

So scheint zum Beispiel wieder Bewegung in das Thema Aero-Kits zu kommen. Derzeit wird verhandelt, von wem und zu welchem Zeitpunkt die Chassis-Anbauten ins Renngeschehen geschickt werden. Die Tendenz geht offenbar dahin, dass Honda und Chevrolet zum Indy 500 der Saison 2014, sowie zu den beiden weiteren Triple-Crown-Rennen von Pocono und Fontana die Aero-Kits bringen werden. Große Teile der IndyCar-Garage sind jedoch dafür, dass die Aero-Kits 2014 an allen Rennwochenenden zur Verfügung stehen. IndyCar-Technikchef Will Phillips sagte zu diesem Thema nur: "Wir arbeiten daran und die IndyCars wollen Aero-Kits."

Einer, der dabei ein Wörtchen mitsprechen könnte, ist Derrick Walker, der offenbar kurz davor steht, als neuer IndyCar-Renndirektor vorgestellt zu werden. Walker ist der designierte Wunschkandidat von Hulman/George-Aufsichtsratschef Mark Miles und in Indianapolis ein von allen Seiten hochrespektierter IndyCar-Haudegen. Der gebürtige Schotte, der in seiner Karriere für Roger Penske, Porsche, lange Zeit in seinem eigenen Team Walker Racing und zuletzt bei Ed Carpenter Racing arbeitete, soll seinen Carpenter-Vertrag bereits gekündigt haben und vermutlich noch im Verlauf des diesjährigen Indy 500 offiziell vorgestellt werden.


Indy 500: Der erste Trainingstag

Auch bei den Meldungen gab es am ersten Wochenende einige Neuigkeiten: Pippa Mann im dritten Dale-Coyne-Honda wird die Startnummer 63 nutzen. Sam Schmidt hat neben Simon Pagenaud und Rookie Tristan Vautier noch einen dritten Dallara-Honda einschreiben lassen, der die Startnummer 99 tragen wird. Wer das Auto fahren wird und ob dieses Team in dieser Woche überhaupt zum Einsatz kommt, ist allerdings völlig offen. "Wenn wir einen Sponsor bekommen, dann werden wir fahren", sagte Teamchef Sam Schmidt. "Wenn nicht, dann nicht." Dieses Auto wäre die Nummer 34 auf der Meldeliste, bekommt Buddy Rice darin eine Chance?

Von Motorhomes und Wollknäuel

Simon Pagenaud

Simon Pagenaud und sein neuer Indy-Garagen-Liebling Hufflepuff Zoom

Sebastien Bourdais erlebte übrigens eine ganz spezielle Art der Anreise: Der Franzose fuhr sein Motorhome von seinem Wohnsitz in St. Petersburg in Florida über Atlanta, Chattanooga, Nashville und Louisville selbst nach Indianapolis. Eine stramme Reise. "Ich hatte gerade nichts anderes zu tun", berichtete der Franzose. "Die Kids waren in der Schule und so bin ich halt um sieben Uhr morgens losgefahren." Seine ehemalige Dragon-Teamkollegin Katherine Legge wird gerüchteweise ebenfalls in Verbindung mit dem dritten Schmidt-Honda gebracht, was Sam Schmidt schnell dementierte: "Von Katherine habe ich nichts gehört."

Besonders motiviert zeigt sich in diesen Tagen Simona de Silvestro (KV-Chevrolet), die im Vorjahr mit den schwachen Lotus-Motoren chancenlos hinterherfahren musste: "Ich persönlich freue mich sehr auf Indy, denn vergangenes Jahr erlebten wir hier eine wirklich schwierige Zeit", sagte die 24-jährige Schweizerin. "Jetzt den Speed wieder zu fühlen, macht unglaublich Spaß. Es steckt eine Menge harte Arbeit in unserem Auto und ich denke, wir sollten gut dabei sein. Natürlich haben wir noch viel zu tun, aber es war sehr schön, die ersten Runden drehen zu können."


Fotos: Indy 500, 1. Freies Training


Reifenausrüster Firestone bringt den exakt gleichen Firehawk-Reifen an den Speedway, der bereits 2012 genutzt wurde. Insgesamt bekommt jedes Auto 33 komplette Sätze zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer am Rookie-Training erhalten zusätzlich vier Sätze, die Refresher jeweils zwei. Am Pole-Day erhalten die Top-9-Teams pro Qualifikationsversuch ebenfalls jeweils einen nagelneuen Satz Firehawks, die jedoch nach den vier fliegenden Runden sofort zurückgegeben werden müssen.

Völlig abseits des Renngeschehens stand Simon Pagenaud im Blickpunkt des Geschehens. Besser gesagt dessen Pflegehund Hufflepuff, ein kleines, schwarzes Wollknäuel, den der Franzose zur Strecke mitgebracht hatte. "Allein heute morgen haben mich etwa 100 Leute angesprochen, das passiert mir sonst nie", lächelte Pagenaud. "Ich liebe Hunde, aber ich bin leider zuviel unterwegs, deshalb besitze ich selbst keinen Hund. Aber ich nehme Hunde auf, in der Hoffnung, dass sie irgendwann adoptiert werden." Was im Fall Hufflepuff sicher kein Problem sein wird ...

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