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Rosenqvist stellt klar: IndyCar die bisher größte fahrerische Herausforderung

Felix Rosenqvist kämpft beim IndyCar-Saisonfinale am Wochenende um den Rookie-Titel - Was die Rennserie seiner Meinung nach so schwierig macht

(Motorsport-Total.com) - Am Wochenende steigt auf dem Laguna Seca Raceway in Monterey (Kalifornien) das IndyCar-Saisonfinale 2019. Vier Piloten können noch Champion werden, wobei Tabellenführer Josef Newgarden (Penske-Chevrolet) die besten Karten hat.

Felix Rosenqvist

Mit seinem Ganassi-Honda führt Felix Rosenqvist die Rookie-Wertung 2019 an Zoom

Alexander Rossi (Andretti-Honda) und Simon Pagenaud (Penske-Chevrolet) wollen es Newgarden, dem Champion von 2017, so schwer wie möglich machen, seinen zweiten Titel zu holen. Für Rossi, der 41 Punkte Rückstand hat, wäre es im Erfolgsfall der erste IndyCar-Titel. Für Pagenaud (42 Punkte Rückstand) wäre es wie für Newgarden der zweite IndyCar-Titel. Der Franzose holte seinen ersten in der Saison 2016.

Abgesehen von Newgarden, Rossi und Pagenaud hat auch der fünfmalige Champion Scott Dixon (Ganassi-Honda) noch Chancen auf den IndyCar-Titel 2019. Für den Neuseeländer sind diese mit 85 Punkten Rückstand allerdings verschwindend gering. Denn maximal 92 Zähler kann man aufgrund der doppelten Punkte beim Finale noch aufholen.

Punkteszenarien für den Gewinn des IndyCar-Titels 2019

Punkteszenarien für den Gewinn des IndyCar-Titels 2019 Zoom

Rosenqvist führt Rookie-Wertung an

Derweil kämpft Dixons Ganassi-Teamkollege Felix Rosenqvist um den Rookie-Titel und damit die Nachfolge von Robert Wickens, dem Rookie des Jahres 2018. Die Wertung der besten Neulinge 2019 führt Rosenqvist vor dem Saisonfinale mit 26 Punkten Vorsprung auf Santino Ferrucci (Coyne-Honda) an.

Auch Colton Herta (Harding-Honda) hat mit 49 Punkten Rückstand auf Rosenqvist noch Chancen, bester IndyCar-Rookie 2019 zu werden. Hingegen ist dieser Zug für Marcus Ericsson (Schmidt-Honda) abgefahren, nachdem er zuletzt in Portland nicht am Start war.

Felix Rosenqvist

Die IndyCar-Serie hat dem 27-jährigen Rosenqvist die Augen geöffnet Zoom

Für Rosenqvist, der in der Gesamtwertung vor IndyCar-Routiniers wie Graham Rahal, Sebastien Bourdais, James Hinchcliffe, Tony Kanaan oder Marco Andretti an achter Stelle liegt, steht eines fest. Die IndyCar-Serie ist die fahrerisch größte Herausforderung seiner bisherigen Karriere.

Und diese Karriere umfasst trotz Rosenqvists Alters von gerade mal 27 Jahren schon einige Highlights. 2015 wurde der Schwede Formel-3-Europameister. Zweimal hat er den Formel-3-Klassiker in Macau und einmal jenen in Zandvoort gewonnen. In der Formel E wurde er in der Saison 2016/17 Gesamtdritter.

"Ich bin schon auf der ganzen Welt Rennen gefahren, aber IndyCar ist das Biest, bei dem ich mir bislang am schwersten tue, es zu zähmen", bekennt Rosenqvist. Insbesondere den Kampf um den Rookie-Titel bezeichnet der Schwede als herausfordernd: "Die Rookies haben in diesem Jahr mächtig Eindruck hinterlassen!"

"Es braucht so viel mehr als nur Speed"

Mit nun knapp einem Jahr IndyCar-Erfahrung auf dem Buckel weiß Rosenqvist: "Der Speed allein ist in dieser Rennserie kein Garant für Erfolg. Es braucht so viel mehr, um an jedem Wochenende ordentlich zu punkten." Rosenqvists bisherige IndyCar-Highlights sind 31 Führungsrunden direkt beim Debüt in St. Petersburg, zwei zweite Plätze in Mid-Ohio und Portland sowie eine Pole-Position beim Grand Prix von Indianapolis.

Felix Rosenqvist, Scott Dixon

Ersten Sieg knapp verpasst: Als Zweiter hinter Dixon auf dem Mid-Ohio-Podium Zoom

Im Zusammenhang mit dem engen Wettbewerb in der IndyCar-Serie stellt der 27-jährige Schwede heraus, dass er selber im Vergleich zu den Anfangsjahren seiner Karriere "definitiv ruhig geworden" ist. "Und ich glaube, das ist auch der Grund, weshalb ich die Rookie-Wertung anführe."

Ob Rosenqvist auch in der IndyCar-Saison 2020 für Chip Ganassi Racing an den Start gehen wird, steht noch nicht fest. Der Gewinn des Rookie-Titels gegen die starke Konkurrenz in Person von Ferrucci und Herta (dem jüngsten IndyCar-Rennsieger aller Zeiten) wäre eine nachdrückliche Empfehlung für eine Vertragsverlängerung (Übersicht: Fahrer und Teams für die IndyCar-Saison 2020).

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