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IndyCar Mid-Ohio: Dixon gewinnt Ganassi-Fotofinish gegen Rosenqvist

Scott Dixon holt um Haaresbreite seinen sechsten Mid-Ohio-Sieg - Rosenqvist unterliegt knapp - Newgarden verschenkt viele Punkte in letzter Runde

(Motorsport-Total.com) - Fotofinish zweier Teamkollegen und ein Honda-Dreifacherfolg beim Honda Indy 200 auf dem Mid-Ohio Sports Car Course!

Scott Dixon, Felix Rosenqvist

Scott Dixon hat zum sechsten Mal Mid-Ohio gewonnen - diesmal ganz knapp Zoom

Der fünfmalige IndyCar-Champion Scott Dixon (Ganassi-Honda) hat auf dem klassischen Rundkurs in Lexington (Ohio) das 13. Rennen der IndyCar-Saison 2019 knapp vor seinem Teamkollegen, IndyCar-Rookie Felix Rosenqvist, gewonnen (Fotos: IndyCar auf dem Mid-Ohio Sports Car Course).

Die beiden Ganassi-Piloten trennten nach 90 Runden gerade mal 0,093 Sekunden. Als Dritter machte Ryan Hunter-Reay (Andretti-Honda) das Honda-Triple beim Honda Indy 200 perfekt. Für Dixon ist der knapp errungene Sieg bereits sein sechster in Mid-Ohio, nachdem er auf seiner Spezialstrecke schon in den Jahren 2007, 2009, 2011, 2012 und 2014 triumphiert hatte.

Dixon und Rosenqvist waren auf unterschiedlichen Strategien unterwegs. Während der Neuseeländer mit zwei Boxenstopps über die Distanz kam, stoppte der Schwede dreimal. Beide holten sich zahlreiche Führungsrunden ab. Fünf Runden vor Schluss aber lagen noch vier Überrundete zwischen den beiden.

Zwei Runden vor Schluss lag nur noch Marco Andretti (Herta/Andretti-Honda; 15.) zwischen Dixon und Rosenqvist. Eingangs der letzten Runde lagen die beiden Ganassi-Piloten dann auf direkter Tuchfühlung - und kollidierten im Keyhole (Kurve 2) beinahe. Doch alles ging gut und Dixon rettete schließlich weniger als eine Zehntelsekunde über die Ziellinie.

Start: Power führt nach Pole-Durststrecke - Frühes Aus für Ericsson

Von der Pole-Position startete erstmals seit Austin - das ist elf Rennen her - wieder Will Power (Penske-Chevrolet). Eine derart lange Durststrecke zwischen zwei Poles hatte der Qualifying-Spezialist zuletzt in der Saison 2008 durchgemacht. Damals fuhr er noch nicht für das Team Penske, sondern für KV Racing.

Power gewann den Start, der in Mid-Ohio wie üblich nicht gegenüber den Boxen, sondern auf der mit Knick versehenen Gegengerade erfolgt. Der mit frischen Vertrag für 2020 ausgestattete Alexander Rossi (Andretti-Honda) reihte sich als Zweiter ein. Dahinter aber ging es turbulent zu.


IndyCar 2019: Mid-Ohio

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Die beiden Schmidt-Teamkollegen James Hinchcliffe und Marcus Ericsson gerieten direkt in der ersten Kurve aneinander und brachten dabei noch einige andere Piloten in Bedrängnis. Wenige Meter später kam Takuma Sato (Rahal-Honda) vom rechten Weg ab.

Hinchcliffe und Sato konnten weiterfahren, wobei sich der Kanadier bei seiner teaminternen Kollision mit Ericsson einen Rundenrückstand einfing. Für den IndyCar-Rookie aus Schweden hingegen war das Rennen direkt in der ersten Runde gelaufen.

Enger Zweikampf Dixon vs. Power

Power hatte das Geschehen im ersten Renndrittel im Griff, setzte aber wie Rosenqvist auf drei Stopps. In der 32. Runde kam es zum direkten Zweikampf zwischen dem Polesetter in Penske-Diensten und dem späteren Sieger Dixon in Ganassi-Diensten.

Dabei ging es zwar nur um P10, aber die beiden IndyCar-Größen gaben es sich so richtig und berührten sich sogar in Kurve 5, der auf der Kuppe liegenden Linkskurve. Power setzte sich für den Moment durch, allerdings nur vorübergehend.

Zwei Runden nach dem engen Zweikampf fand Dixon dann doch einen Weg an Power vorbei. Anschließend war der Australier kein Gegner mehr für den Neuseeländer. Power fiel im weiteren Verlauf des Rennens noch hinter Rosenqvist, Hunter-Reay und auch seinen eigenen Penske-Teamkollegen Josef Newgarden zurück.

Kollision in letzter Runde: Newgarden wirft P4 weg

Doch Newgarden leistete sich als Tabellenführer einen möglicherweise noch schwerwiegenden Fehler. In der letzten Runde griff er im Kampf um P3 im Keyhole Hunter-Reay an. Die Nummer ging schief und Newgarden drehte sich ins Kiesbett. Damit verlor er nicht nur die Chance auf einen Podestplatz. Auch der vierte Platz war beim Teufel. Am Ende wurde es für den Tabellenführer nur P14 mit einer Runde Rückstand.

So wurde Power am Ende als bester Chevrolet-Fahrer Vierter. Die Top 5 machte der Tabellenzweite Alexander Rossi komplett. Simon Pagenaud (Penske-Chevrolet) kam auf P6 ins Ziel. Damit haben Dixon, Rossi und Pagenaud allesamt einiges an Punkten auf Tabellenführer Newgarden aufgeholt.

Vier Rennen vor Schluss der IndyCar-Saison 2019 führt Newgarden die Gesamtwertung mit nur noch 16 Punkten Vorsprung auf Rossi an. Pagenaud ist mit 47 Punkten Rückstand Dritter. Dixon hat nach seinem zweiten Saisonsieg (nach Detroit) zwar noch 62 Punkte Rückstand. Rein rechnerisch sind aber noch "fünf" Rennen zu fahren, weil es beim Saisonfinale - Laguna Seca am 22. September - auch in diesem Jahr wieder doppelte Punkte gibt.

Das nächste Rennen im IndyCar-Kalender 2019 steigt aber erst einmal in drei Wochen (18. August) auf dem Pocono Raceway. Anschließend geht es über St. Louis (24. August) und Portland (1. September) zum Finale nach Laguna Seca.

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