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  • 31.01.2024 09:35

  • von Charles Bradley, Übersetzung: Andre Wiegold

Rennstrecke zu laut: Laguna Seca wehrt sich gegen Klagen von Anwohnern

Jeder kennt sie, die Rennstrecke in Monterey mit der berühmten Korkenzieherkurve - Ist der Laguna Seca Raceway wegen des Lärms in Gefahr?

(Motorsport-Total.com) - Anwohner der Region Monterey verklagen den Laguna Seca Raceway. Die Rennstrecke im US-Bundesstaat Kalifornien besteht seit 1957 und ist für ihre spektakuläre Korkenzieher-Kurve bekannt. Doch der Lärm der Rennen stört die Anwohner, die deshalb vor Gericht zogen. Nun haben sich die Verantwortlichen der Rennstrecke zu Wort gemeldet.

Titel-Bild zur News: Will Power

Laguna Seca: Geht es der Rennstrecke an den Kragen? Zoom

Die 3,6 Kilometer lange Strecke mit elf Kurven wurde 1957 erbaut und gehört dem Monterey County, das wiederum einen Vertrag mit der Wohltätigkeitsorganisation Friends of Laguna Seca (FLS) hat, um die finanzielle Stabilität der Rennstrecke langfristig zu sichern. Im Jahr 2024 sollen sieben große Rennen auf der Strecke stattfinden, darunter die IMSA-Rennen im April und das IndyCar-Rennen im Juni. Erst 2023 erhielt die Strecke eine neue Asphaltdecke.

Am 12. Dezember 2023 reichte eine Gruppe namens Highway-68-Coalition eine Klage gegen Monterey County, das Monterey Country Board of Supervisors und die FLS ein. Die Anwohner beschweren sich über den Lärm der Rennen und Track Days sowie über das Verkehrsaufkommen während der Großveranstaltungen.

Verschiedene Interessen

Die FLS erwidern, dass die Highway-68-Koalition "versucht, das Management und die Verbesserung des Erholungsgebietes Laguna Seca zu verhindern". FLS-Präsident Ross Merrill sagt: "Wir leben auch hier und teilen die Sorgen unserer Nachbarn über Lärm und Verkehr."

Dennoch sieht er in der Rennstrecke eine große Chance für die Region: "Unser Team aus erfahrenen Geschäftsleuten und Kommunalpolitikern ist sehr daran interessiert, dieses Standbein unserer Gemeinde wiederzubeleben, damit es für Jahrzehnte erfolgreich ist und Einnahmen für den Monterey County generiert."

Die FLS erklärt, dass sie "durch den Konzessionsvertrag an die historische Nutzung des Erholungsgebiets Laguna Seca und an die bestehenden Richtlinien zur Begrenzung der Besucherzahlen und des Lärms im Park gebunden" sei und "gemäß dem Vertrag verpflichtet ist, in die Einrichtungen und die Infrastruktur zu investieren, einschließlich einer Lärmstudie und Lärmminderung".

Mehr Events, mehr Lärm, mehr Müll, mehr Verkehr

In ihrer Klage behauptet die Highway-68-Koalition, die von den Anwälten Richard Rosenthal, Alexander Henson und Greg James vertreten wird, dass die Zahl der Veranstaltungen in Laguna Seca in den letzten zwei Jahren "erheblich" zugenommen habe.


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In der Klageschrift heißt es: "Zu diesen Erhöhungen gehören unter anderem mehr Veranstaltungstage auf der Rennstrecke, höhere zulässige Lärmpegel, zusätzliche Miettage auf der Rennstrecke mit einer Lärmerhöhung von über 100 Dezibel, mehr Verkehr, unzureichende Wasserversorgung und Wasserqualität, unzureichende Abwasserentsorgung und die Erweiterung des Campingplatzes.

Ein Sprecher des County Monterey erklärte gegenüber sfgate.com, es sei "bedauerlich, dass einige Personen im Zusammenhang mit dem Betrieb der Rennstrecke in Laguna Seca eine Klage gegen den County eingereicht haben" und dass der County "keine Grundlage für die Anschuldigungen sieht und einen positiven Ausgang des Verfahrens erwartet". Die Klage scheint also keinen Einfluss auf den Kalender 2024 zu haben.

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