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Red Bull präsentiert Aeroscreen für IndyCar-Saison 2020

Dank Partnerschaft zwischen IndyCar und Red Bull Advanced Technologies ist für die IndyCar-Saison 2020 ein Cockpitschutz in Aeroscreen-Form fest eingeplant

(Motorsport-Total.com) - Der von der IndyCar-Serie am Rennwochenende des Grand Prix von Indianapolis 2019 eingeführte Cockpitschutz AFP (Advanced Frontal Protection) war nur der nächste Schritt auf dem Weg zu mehr Sicherheit. Ein wesentlich umfangreicherer Cockpitschutz soll beim Auftaktrennen der IndyCar-Saison 2020 sein Debüt geben und wird derzeit von Red Bull Advanced Technologies fertig entwickelt.

Dank einer neuen Partnerschaft zwischen der IndyCar-Serie und Red Bull Advanced Technologies befindet sich der an die Kanzel eines Kampfjets erinnernde Aeroscreen bereits kurz vor der Fertigstellung. Mit der Einführung dieses Cockpitschutzes in der kommenden Saison soll das Risiko von Kopfverletzungen für die IndyCar-Piloten deutlich reduziert werden.

Der Rahmen des neuen IndyCar-Aeroscreens wird aus Titan gefertigt sein. Die Scheibe aus Polycarbonat und somit aus Kunststoff. Mittels einer derzeit bei Dallara entwickelten Kühlvorrichtung soll verhindert werden, dass die Temperatur im Inneren des dann weitestgehend geschlossenen IndyCar-Cockpits zu sehr ansteigt. Wie diese Lösung zur Kühlung genau aussehen wird, ist aber noch offen.

Weiter ist man indes bei der Entwicklung einer Heizung. Denn dank integrierter Heizstreifen soll ein Beschlagen der Scheibe verhindert werden. Darüber hinaus denkt man für die Außenseite über Abreißfolien nach, die beim Boxenstopp ähnlich wie die Abreißfolien auf dem Helmvisier des Fahrers für neue klare Sicht sorgen würden.

Red Bull Advanced Technologies hatte bereits im Jahr 2016 in der Formel 1 einen Aeroscreen entwickelt. Dieser wurde aber, als 2018 ein Cockpitschutz verpflichtend vorgeschrieben wurde, gegenüber dem Halo zurückgestellt. In der IndyCar-Serie soll nun vier Jahre nach den ersten Formel-1-Tests das Wettbewerbsdebüt eines Aeroscreens erfolgen.

"Seit 2016 die ersten Prototypen entwickelt und vorgestellt wurden, liegt das Potenzial des Aeroscreens hinsichtlich einer Erhöhung der Fahrersicherheit bei Frontaleinschlägen im Cockpitbereich auf der Hand", bemerkt Christian Horner, Geschäftsführer von Red Bull Advanced Technologies und zudem Teamchef des Formel-1-Teams Red Bull Racing.

Von der Einführung des Aeroscreens in der IndyCar-Serie, wo die Halo-Variante allen voran aufgrund der eingeschränkten Sicht in den Steilkurven der Ovale nicht praktikabel ist, verspricht sich Horner "einen Schritt dahingehend, um ernste Verletzungen und möglicherweise noch Schlimmeres in der höchsten US-Formelrennserie zu verhindern".

IndyCar Cockpitschutz Aeroscreen

2018 wurde ein Aeroscreen von PPG getestet - Red Bull legt nun nach Zoom

Während in der Formel 1 seit 2018 der Cockpitschutz Halo verpflichtend vorgeschrieben ist, hat es in der IndyCar-Serie vor der kürzlich erfolgten Einführung des Cockpitschutzes AFP bereits mehrfach Testfahrten mit einem Aeroscreen gegeben. So rückten Scott Dixon und Josef Newgarden im Frühjahr 2018 mit einem von PPG entwickelten Aeroscreen zu Testfahrten aus. Die von Red Bull Advanced Technologies entwickelte Variante ist nun der ernsthafte Schritt in diese Richtung.

IndyCar-Präsident Jay Frye spricht angesichts der Zusammenarbeit zwischen Red Bull Advanced Technologies, Dallara und IndyCar von einem "unermüdlichem Engagement und großer Leidenschaft für die Verbesserung der Fahrersicherheit".

Erste Testfahrten mit dem neuen IndyCar-Aeroscreen sollen bereits im Sommer dieses Jahres über die Bühne gehen. Verlaufen diese positiv, ist eine Auslieferung an die Teams für Herbst geplant, um für das geplante Renndebüt im Frühjahr 2020 alles rechtzeitig auf den Weg bringen zu können.

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