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Premiere: Erster IndyCar-Sieg für Josef Newgarden

Josef Newgarden bringt im Barber Motorsports Park seinen ersten IndyCar-Sieg unter Dach und Fach - Graham Rahal schlägt Scott Dixon im Kampf um Platz zwei

(Motorsport-Total.com) - Die IndyCar-Serie hat einen neuen Sieger: Josef Newgarden fuhr am Steuer seines CFH-Chevrolet beim Honda Indy Grand Prix of Alabama im Barber Motorsports Park zu seinem Premierensieg. CFH Racing ist der im Winter aus Ed Carpenter Racing und Sarah Fisher Hartman Racing fusionierte Rennstall, für den neben Newgarden auch Luca Filippi und bei den Ovalrennen Ed Carpenter selbst ins Lenkrad greifen.

Josef Newgarden

Josef Newgarden fuhr in seinem 55. IndyCar-Rennen erstmals zum Sieg Zoom

Newgarden fährt seit Beginn seiner IndyCar-Karriere im Jahr 2012 für das Team von Sarah Fisher. Beim 55. Start seiner Karriere hat der 24-Jährige nach reichlich Pech und eigenen Fehlern in den vergangenen Jahren nun endlich seinen ersten Sieg unter Dach und Fach gebracht.

Es war eine überzeugende Fahrt, mit der Newgarden seinen Premierensieg sicherstellte. Den Grundstein zum Triumph legte er mit einem Traumstart. Von Position fünf ins Rennen gegangen, war er nach der ersten Runde auf der kurvenreichen Berg-und-Talbahn in Birmingham, Alabama schon Zweiter und hatte den von der Pole-Position gestarteten Helio Castroneves (Penske-Chevrolet) direkt vor sich.

Newgarden nach erstem Sieg dankbar und erleichtert

Im Zuge der ersten Gelbphase, die in Runde 22 aufgrund von Kleinteilen auf der Strecke (Debris) ausgerufen wurde, griff sich Newgarden erstmals die Führung, weil es beim Boxenstopp von Castroneves Probleme am rechten Vorderrad gab.

Josef Newgarden

Der 24-jährige Josef Newgarden und CFH Racing erstmals in der Victory Lane Zoom

Anschließend übernahm Graham Rahal (Rahal-Honda) für einige Runden das Kommando. Der Sohn von Bobby Rahal war in der Folge aber auf einer anderen Strategie unterwegs. Während der zweiten Gelbphase, die in Runde 34 nach einer Kollision zwischen Stefano Coletti (KV-Chevrolet/19.) und James Jakes (Schmidt-Honda/22.) ausgerufen wurde, ging Rahal nicht an die Box.

Als Rahal unter Grün die Box aufsuchen musste, riss Newgarden das Zepter wieder an sich, musste in der zweiten Rennhälfte aber sowohl seine Spritvorräte als auch seine Reifen genau im Auge behalten. Dennoch verteidigte der CFH-Pilot die Führung souverän bis ins Ziel. "Ich kann gar nicht sagen, wie nervös ich war. Ich wusste, dass es irgendwann klappen würde", so Newgardens überglücklicher Kommentar nach seinem Premierensieg.

"Vielen Dank an Sarah Fisher, Ed Carpenter und alle, die ihren Anteil daran haben", sagte Newgarden in der Victory Lane und fügte hinzu: "Der Chevrolet ging heute wieder richtig gut und hatte zudem einen irre guten Spritverbrauch. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich bin einfach nur glücklich, dass wir endlich ein Rennen gewonnen haben. Hoffentlich können wir in diesem Jahr noch ein paar Siege folgen lassen."

Rahal schlägt Dixon im Kampf um Platz zwei

Graham Rahal

Grahal Rahal: Nach abweichender Strategie und tollem Schlussspurt Zweiter Zoom

Rahal sah sich nach seinem letzten Boxenstopp der schwierigen Aufgabe gegenübergestellt, jede Menge Zeit aufholen zu müssen. Mit fast 20 Sekunden Rückstand auf Spitzenreiter Newgarden nahm er auf Platz sechs liegend die letzten Runden unter die Räder. In der Schlussphase war der Sohn des dreimaligen IndyCar-Champions Bobby Rahal klar der schnellste Mann, weil er anders als die meisten seiner Konkurrenten keinen Sprit sparen musste.

Rahal holte pro Runde rund zwei Sekunden auf Newgarden und den auf Rang zwei liegenden Scott Dixon (Ganassi-Chevrolet) auf. In der letzten Runde rang er Dixon im direkten Duell um Platz zwei nieder. Von Sieger Newgarden trennten ihn im Ziel nur 2,2 Sekunden. "Mir war nicht klar, dass es 15 oder 20 Sekunden waren, die ich aufholen musste", gestand Rahal im Ziel. Dennoch: Mit Platz zwei sorgte der Rahal-Pilot dafür, dass beim Honda Indy Grand Prix zumindest ein Honda-Pilot auf dem Podium stand.

Long-Beach-Sieger Dixon kämpfte in der Schlussphase mit stumpfen Waffen. "Der Spritverbrauch war kein Problem. Ich hatte am Schluss einfach das Pech, dass ich kaum noch einlenken konnte, weil die Vorderreifen komplett am Ende waren. Das Reifenmanagement war heute der Schlüssel", erklärte der Ganassi-Pilot, der das Kunststück fertiggebracht hat, bei allen sechs bisherigen Auflagen eines IndyCar-Rennens im Barber Motorsports Park auf dem Podium zu stehen, aber keines davon gewonnen zu haben.

Eriegnisreiches Rennen für Power

Will Power

Will Power: Verwarnung, Kollision, Strafe, Beinahe-Dreher und am Ende Platz vier Zoom

Platz vier ging nach einem äußerst turbulenten Rennen an den amtierenden IndyCar-Champion Will Power (Penske-Chevrolet). Am Start blockierte der von Position zwei losgefahrene Australier seinen Teamkollegen Simon Pagenaud (Startplatz drei) und kassierte dafür eine Verwarnung von der Rennleitung. Im weiteren Rennverlauf kollidierte Power mit Takuma Sato (Foyt-Honda/17.) und fing sich eine Durchfahrtsstrafe für "vermeidbaren Kontakt" ein. Der Australier war nach seinem ersten Stopp gerade aus der Boxengasse gekommen, als er den Weg des auf der Strecke befindlichen Japaners kreuzte.

Nach einem kurzen Umweg durchs Kiesbett ging es für Power weiter, doch damit nicht genug. In der tückischen Bergab-Schikane hätte er seinen Boliden wenig später beinahe aus der Kontrolle verloren. Mit viel Glück und Können konnte der amtierende IndyCar-Champion das Auto wieder einfangen. "Wir haben es geschafft, einen schlechten Tag noch in einen guten zu verwandeln", so Powers Fazit nach Platz vier am Ende seines ereignisreichen Rennens.


Fotos: IndyCar im Barber Motorsports Park


Platz fünf sicherte sich Ryan Hunter-Reay (Andretti-Honda). Von Startplatz 18 kam der Barber-Sieger der vergangenen beiden Jahre weniger über schieren Speed als vielmehr über eine Off-Sequence-Strategie mit spritsparender Fahrweise nach vorn. "Wir haben getan, was wir tun konnten, haben jede Menge Sprit gespart. Mehr war heute nicht drin", gestand der Andretti-Pilot, der mit seinem fünften Platz für zwei Honda-Fahrzeuge in den Top 5 sorgte.

Doch auch Hunter-Reays Rennen verlief nicht ganz ohne Zwischenfälle. In einem engen Zweikampf mit Sage Karam (Ganassi-Chevrolet/18.) wurde der IndyCar-Champion des Jahres 2012 ausgangs Kurve 2 ins Gras abgedrängt und sah sich schon auf dem Weg in Richtung Leitplanke. "Das war interessant. Ich dachte, jetzt fliegen wir beide ab", kommentierte Hunter-Reay das Manöver, für das Karam von der Rennleitung verwarnt wurde.

Montoya bleibt an der Spitze der Gesamtwertung

Juan Pablo Montoya

Juan Pablo Montoya: Trotz Platz 14 weiter mit drei Punkten Vorsprung Tabellenführer Zoom

Die Top 10 des vierten IndyCar-Saisonlaufs wurden schließlich von Carlos Munoz (Andretti-Honda/6.), James Hinchcliffe (Schmidt-Honda/7.), Sebastien Bourdais (KV-Chevrolet/8.), Simon Pagenaud (Penske-Chevrolet/9.) und Marco Andretti (Andretti-Honda/10.) vervollständigt. Polesetter Helio Castroneves lag nach anfangs 18 Führungsrunden auf Kurs, die Tabellenführung zu übernehmen. In der letzten Runde aber ging ihm in den Top 5 liegend der Sprit aus.

So wurde es am Ende nur Platz 15 für den "Spiderman" direkt hinter seinem Penske-Teamkollegen Juan Pablo Montoya. Der Kolumbianer wiederum hatte im Rennverlauf gleich zweimal einen beschädigten Frontflügel zu beklagen und wurde schließlich nur 14. Weil Castroneves einen Bonuspunkt für die Pole-Position kassiert, bleibt der Abstand in der Gesamtwertung gleich. Montoya ist weiterhin Tabellenführer mit drei Punkten Vorsprung auf seinen brasilianischen Teamkollegen. Hinter dem Penske-Duo liegt Ganassi-Speerspitze Dixon auf Rang drei der Gesamtwertung. Premierensieger Newgarden ist nun schon Vierter.

Weiter geht es in zwei Wochen mit dem Grand Prix von Indianapolis auf dem kurvenreichen Infield-Kurs des Indianapolis Motor Speedway. Gibt es beim dortigen fünften Saisonrennen nach Montoya, Hinchcliffe, Dixon und Newgarden den fünften Saisonsieger?

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