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Nasses Indy: Pagenaud ist der Regenmeister

Simon Pagenaud erzielt im Regen von Indianapolis eine Bestzeit und begibt sich damit in eine Favoritenstellung - Rookie Hawksworth starker Zweiter

(Motorsport-Total.com) - Die Meteorologen hatten es vorausgesagt und Recht behalten: So schön und sonnig wie sich die äußeren Bedingungen zum gestrigen Trainingsauftakt zeigten, so nass präsentierte sich der 2,439 Meilen lange Rundkurs im Indianapolis Motor Speedway am Freitagmorgen. Erst Regen, dann kurz keine Niederschläge, dann wieder Regen. Und weil die Strecke mit ihren 14 Kurven demnach gegen Trainingsmitte den besten Zustand aufwies, wurden die Bestzeiten ausnahmsweise nicht ganz zum Schluss gefahren.

Simon Pagenaud

Bestzeit: Simon Pagenaud war nicht nur zum Indy-Auftakt schnell Zoom

An der Spitze gab es keine Überraschungen: Simon Pagenaud, der sich schon am Donnerstag immer in vorderster Front aufhielt, machte sich im Indy-Regen endgültig zum Geheimtipp für die Pole-Position: Der 29-jährige Franzose in Diensten von Sam Schmidt Motorsports steuerte seinen Honda in 1:23.160 Minuten auf Rang eins. Pagenaud lag auch zu Beginn der Session ganz vorne und holte sich seinen ersten Platz im Verlauf mehrfach zurück.

Einer, der Pagenaud zeitweise von P1 verdängen konnte, war der starke IndyCar-Rookie Jack Hawksworth (Herta-Honda; 1:23.172) aus dem nordenglischen Bradford. Der 23-jährige Brite untermauerte seine bislang sehr guten Saison-Vorstellungen mit Rang zwei. James Hinchcliffe fuhr den besten Andretti-Honda in 1:23.313 Minuten auf P3. Auch Andretti-Rookie Carlos Munoz wusste als guter Fünfter im Nassen zu überzeugen.


IndyCar: GP von Indianapolis

Will Power betätigte sich der harten Bremszone von Kurve 7 gleich mehrfach als Pfadfinder. Trotz sehr unruhig liegendem Penske-Chevy erzielte der Australier am Ende in 1:23.359 Minuten Platz vier. Seine beiden Teamkollegen Helio Catsroneves (9.) und Juan Pablo Montoya (12.) landeten wie üblich hinter dem IndyCar-Tabellenführer, wobei Montoya lange abwartete und erst 25 Minuten vor dem Ende auf die Strecke fuhr.

Dreher von Briscoe und Aljoschin

Kleinere Ausritte und Verbremser, teilweise in die natürlich frisch gemähten Wiesen von Indianapolis, gab es aufgrund der schwierigen Streckenbedingungen zuhauf. Ryan Briscoe (22.) erwischte es heftiger: Der Australier drehte seinen Ganassi-Chevy ins Kiesbett und an die Reifenstapel von Kurve 4, allerdings augenscheinlich ohne größere Beschädigungen. Ein weiterer Dreher von Michail Aljoschin (Schmidt-Honda; 11.) auf der Gegengeraden beendete Session Nummer drei dann vorzeitig.

Jack Hawksworth

Kommt immer besser in Schwung: IndyCar-Rookie Jack Hawksworth Zoom

Die beiden Zeitschnellsten vom Donnerstag, Sebastien Bourdais (KV-Chevrolet) und Scott Dixon (Ganassi-Chevrolet), belegten die Positionen sechs und sieben. Auch Sebastian Saavedra im zweiten KV-Chevy gab als Achter eine gute Figur ab, wobei ihm seine absolut schnellste Runde (für P4) sogar noch gestrichen wurde, weil die Strecke nach dem späten Aljoschin-Dreher zu diesem Zeitpunkt unter Roter Flagge stand.

Damit sind die Trainingssitzungen für den ersten Grand Prix of Indianapolis bereits beendet. Für das ab 20:00 Uhr MESZ stattfindende Qualifying sind weiterhin wechselnde Bedingungen angesagt. Regenschauer sind also nicht ausgeschlossen, was im Kampf um die Indy-Pole durchaus die eine oder andere Überraschung vermuten lässt. Die Startflagge zu den 82 Runden fällt am Samstagabend gegen 21:30 Uhr MESZ.

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