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Sensation im Regen: Saavedra auf der Indy-Pole

Regen in Indianapolis und ein Überraschungsmann auf Pole: Sebastian Saavedra fuhr im Nassen am schnellsten - Last-Minute-Crash von Ryan Hunter-Reay

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Saavedra (KV-Chevrolet) war exakt zum richtigen Zeitpunkt schnell. Denn just als der aus Kolumbien stammende Rennfahrer im Qualifying zum IndyCar-Grand-Prix in Indianapolis in 1:23.882 Minuten über die Linie gekommen war, verunfallte Ex-Champion Ryan Hunter-Reay (Andretti-Honda) in der Zielkurve. Hunter-Reay stieg augenscheinlich unverletzt aus, das Zeittraining aber war beendet.

Sebastian Saavedra

Sebastian Saavedra setzte sich überraschend im Qualifying durch Zoom

Doch damit nicht genug der Überraschungen: Auf Startplatz zwei reiht sich am Samstag nämlich ebenfalls kein IndyCar-Routinier ein, sondern Youngster Jack Hawksworth (Herta-Honda; 2.), der um knapp zwei Zehntel an der ganz großen Sensation vorbeischrammte. Hunter-Reay erreichte trotz seines Crashs den dritten Rang vor Simon Pagenaud (Schmidt-Honda; 4.), der noch im Training dominiert hatte.

Die Top 6 im verregneten Indianapolis wurden abgerundet von Will Power (Penske-Chevrolet; 5.) und Scott Dixon (Ganassi-Chevrolet; 6.). Einige große Namen waren erst gar nicht in diese finale Quali-Runde vorgedrungen: Sebastien Bourdais (KV-Chevrolet; 7.) und Juan-Pablo Montoya (Penske-Chevrolet; 8.) waren genauso im Top-12-Shootout gescheitert wie Tony Kanaan (Ganassi-Chevrolet; 9.) und Helio Castroneves (Penske-Chevrolet; 10.).

Saavedra dreht sich, kommt aber weiter

In der ersten Qualifikations-Gruppe hatte sich Pagenaud auf trockener Strecke, aber bei bereits einsetzendem Regen in 1:09.671 Minuten durchgesetzt. Und Saavedra hatte Glück im Unglück: Ein Dreher auf feuchter Strecke blieb ohne Folgen. Pech dagegen für Marco Andretti (Andretti-Honda; 13.): Er scheiterte um 0,007 Sekunden am Weiterkommen. "Die Strecke hat sich blöderweise zum Schluss verbessert", klagt er.

Entsprechend vorgewarnt waren die Piloten der zweiten Gruppe. Und dort drehte Montoya gleich richtig auf, führte von Anfang an und zum Schluss - letztendlich mit 1:09.900 Minuten. Graham Rahal (RLL-Honda; 12.) schien als Siebter bereits ausgeschieden zu sein, doch eine Strafe gegen Michail Aljoschin (Schmidt-Honda; 25.) brachte ihn zurück ins IndyCar-Spiel und in den Top-12-Shootout.


IndyCar: GP von Indianapolis

Dann öffnete der Himmel über dem Indianapolis Motor Speedway seine Schleusen, zunächst aber noch zaghaft. Die Zielgerade stand jedoch rasch unter Wasser, sodass von nun an mit Regenreifen gefahren werden musste. Hunter-Reay rutschte prompt leicht ins Gras, konnte sich aber retten. Er und IndyCar-Titelverteidiger Dixon machten es spannend: Sie fuhren erst im letzten Moment in die Top 6.

Mehr Regen, dann wird unterbrochen

Das wiederum war ein Schuss vor den Bug von Bourdais und Montoya, die nicht mehr kontern konnten und sich auf den Positionen sieben und acht einreihten. "Schade, aber Rang sieben ist kein schlechter Startplatz", meint Bourdais. Er rechnet mit einem "interessanten" Rennen - egal, wie das Wetter am Samstag wird: "Es soll trocken sein, aber das hieß es auch schon für den Freitagabend."

Jack Hawksworth

Überraschung Nummer zwei: Rookie Jack Hawksworth in Startreihe eins Zoom

Und es kam noch dicker: Pünktlich zu den Firestone-Fast-Six schüttete es richtig. Kaum war das Fahrer-Sextett auf der Strecke, ließ die Rennleitung auch schon rote Flaggen zeigen - zu viel Wasser. Nach einer kurzen Pause wurde die zehnminütige Session noch einmal von vorn gestartet. Mit dem positiven Ende für Saavedra, der übrigens erstmals 2014 in die Top 6 fuhr. Und dann gleich auf die Pole-Position ...

"Ich muss jetzt einfach so weitermachen und mich auf den Start konzentrieren", sagt Pole-Setter Saavedra. "Entscheidend wird sein, wer da gut wegkommt, denn die Gerade ist lang. Auch die Wetterlage spielt eine Rolle. Schauen wir einmal. Wir haben schon mal Rennen angeführt, aber diese Pole-Position macht Lust auf mehr. Ein toller Auftakt in dieses Wochenende. Es darf gern so weitergehen." Der Rennstart erfolgt am Samstagabend um 21:30 Uhr MESZ.

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